
Der Vegesacker Junge ist die Symbolfigur für den Ort Vegesack, heute ein Stadtteil von Bremen. Er stellt einen Matrosen dar, der kein Geld mehr hat, weil er alles in den Hafenkneipen Vegesacks ausgegeben hat. Ein Erklärungsansatz des Namens Vegesack geht auf diese Tatsache zurück: Wenn man sein Geld in den Kneipen ausgibt, ist der Sack (die Geldbörse) leer gefegt: Fege-Sack.
Der Ursprung soll auf Werner Wittgenstein zurückgehen, der von 1915 bis 1933 Stadtdirektor bzw. Bürgermeister der damals selbständigen bremischen Stadt Vegesack war. Wittgenstein hatte die Idee des Vegesacker Jungen als eines ironischen Sinnbilds für den Ortsnamen der Stadt.
Am Platz Utkiek in der Nähe des Vegesacker Hafens befindet sich ein Wandbild des Vegesacker Jungen an der gleichnamigen Gastwirtschaft Zum Vegesacker Jungen.

Das Relief ist im Jahre 1992 in der Gießerei der Schiffswerft Bremer Vulkan in Bronze gegossen worden. Es befindet sich an der Signalstation an der Maritimen Meile. Der Entwurf stammt vom Bremer Grafiker Günther Bruckmeyer aus dem Jahr 1978.

Zum 400. Geburtstag des Vegesacker Hafens wurde vom Bildhauer Thomas Recker eine Bronze-Skulptur des Vegesacker Jungen erstellt. Diese wurde am 18. Juni 2022 im Vegesacker Hafenwald feierlich enthüllt.
Seit 1956 repräsentieren junge Männer als Vegesacker Junge den Stadtteil bei offiziellen Anlässen. Dazu gehören der Vegesacker Neujahrsempfang, der Herbstmarkt, die Eröffnung der Matjes-Saison und das Festival Maritim. Zu Beginn wurde die Rolle von einem jungen Mann übernommen, ab 1991 war die Position mit zwei Vertretern besetzt, und seit 2021 sind es drei. Der Förderkreis Vegesacker Junge wählt alle vier Jahre junge Männer zwischen 18 und 28 Jahren, die das Maskottchen zu Marketingzwecken verkörpern. Kritik gab es, dass es keine Vegesacker Deern gibt.