Der Platz wird vom Gustav-Heinemann-Bürgerhaus, dem Sozialverwaltungszentrum Nord und dem Bürger-Service-Center Nord mit dem Ortsamt Vegesack und dem Bauamt Bremen-Nord, Geschäften und Geschäftshäusern und der Vegesacker Markthalle eingerahmt, sowie indirekt vom Polizeirevier Vegesack und dem Finanzamt Bremen-Nord.
1835 standen auf dem Areal des heutigen Sedanplatzes als höchstem Punkt des sich entwickelnden Vegesack noch eine Windmühle, ein Armenhaus und ein weiteres Gebäude, umgeben von Sand und Heide. Auch auf Plänen von 1880 sind diese Häuser enthalten.
In den 1950er Jahren umgaben ein- bis zweigeschossige Häuser den Platz, auf dem außer in den Wochen des Vegesacker Marktes nur Autos parkten. Außerdem existierte hier jahrzehntelang der Schnellimbiss von Scheffel. In einem Plan von 1964 wird die westliche Platzkante von dem Bau des Finanzamtes begrenzt, die östliche Seite von acht Häusern und die südliche von zehn Häusern. Seit Ende der 1960er Jahre erfolgte eine verdichtete und höhere Bebauung um den Platz; bedeutsam ist dabei das Gustav-Heinemann-Bürgerhaus von 1977. 1973 wurde der Kern von Vegesack zum Sanierungsgebiet erklärt. Einen Wettbewerb für ein nicht realisiertes Ortsamtgebäude am Platz gewann 1959 Hermann Brede. Die Vegesacker Markthalle verkleinerte die große Platzfläche.
Der seit 1808 alljährlich Anfang September gefeierte Vegesacker Markt findet seit etwa 1950 auch auf dem Sedanplatz statt; ein Volksfest mit vielen Fahrgeschäften sowie Los- und Schießbuden.
Gebäude
Sedanplatz 1/Ecke Gerhard-Rohlfs-Straße 29: Viergeschossige Volksbank Bremen Nord von 1955 nach Plänen von Ernst Becker-Sassenhof
Gerhard-Rohlfs-Straße Nr. 32: Dreigeschossige Finanzamt Bremen-Nord von um 1960
Viergeschossiges Einrichtungshaus Koerber von 1961 nach Plänen von Hans Budde; 2003 gab Koerber das Geschäft auf
Kirchheide 51: Fünfgeschossiges 21. Polizeirevier von 1968 nach Plänen von Hermann Brede
Gerhard-Rohlfs-Straße Nr. 62: Kaufhaus Hertie von 1969 nach Plänen von Hans Soll (Hamburg); 1986 geschlossen; Nachfolger Kaufhaus Kramer, 2003 geschlossen. Umbau in den Jahren bis 2012 für das Ortsamt Vegesack, das Bauamt Bremen-Nord und das Standesamt Bremen-Nord
Kirchheide 49: Dreigeschossiges Gustav-Heinemann-Bürgerhaus von 1977 nach Plänen von Müller, Welp und Wolff mit der VHS - Regionalstelle Nord der Bremer Volkshochschule und der Internationalen Friedensschule Bremen; Umbau und Sanierung bis 2014 nach Plänen von Bruns und Hayungs
Ein 1971 hier geplantes 23-geschossiges Hochhaus wurde nicht realisiert.
Sedanplatz 9: Dreigeschossiges Altenwohnheim am nördlichen Platzrand von 1985 nach Plänen von Goldapp und Klump für die Bremische Gesellschaft
Vegesacker Markthalle von 2007 nach Plänen von Hilmes und Lamprecht Auch das dann 2014 eingerichtete Obst- und Gemüsegeschäft musste 2015 schließen. Anfang 2016 wurde die Halle zum Supermarkt umgewandelt. Bereits im Dezember 2016 wurde die Halle wieder geschlossen.
↑Peter Otto:Bürgerhaus prüft alle Angebote. Leiterin Heike Gronholz spricht von knappen Kassen. In: Die Norddeutsche. 23.Oktober 2014, S.2.
↑Doris Friedrichs:Heute ein helles Gebäude. Architekt Udo Hayungs führt durch das umgebaute Gustav-Heinemann-Bürgerhaus. In: Die Norddeutsche. 23.Oktober 2014, S.2.