Werner Glade

Werner Glade (* 5. Dezember 1934 in Bremen; † 24. April 1990 in Bremen) war ein deutscher Architekt.

Biografie

1972: Gesamtschule Bremen-Ost
1973: GW 2 der Universität Bremen, hinten links
1975: Bürgerzentrum Vahr, Berliner Freiheit

Glade war der Sohn von Hermann und Berta Glade. Sein Vater war Friseur. Er studierte um 1960 Architektur an der Technischen Hochschule Braunschweig u. a. bei Friedrich Wilhelm Kraemer, der die Braunschweiger Schule begründete. Noch als Student entwarf und realisierte er bereits 1962 für seinen Vater ein Zweifamilienhaus in Bremen-Sebaldsbrück, Vahrer Straße.

Nach dem Studium gründete er in Bremen 1965 das Architekturbüro Glade und Zickerow. 1971 erweiterte sich die Gemeinschaft zum Architekturbüro Planungsgruppe 5 mit Werner Glade, Siegfried Köhl, Kristen Müller, Kurt Schmidt, Wilhelm Ude und Klaus Zickerow. 1975 wurde daraus die Arbeitsgemeinschaft – Architekturbüro Glade, Köhl, Zickerow und seit 1977 das Architekturbüro Glade und Partner.

Um 1967 stellten eine Reihe junger Bremer Architekten – u. a. auch Glade – einen Plan vor, wie der Teerhof (eine Insel zwischen Mitte und Neustadt) in Bremen durch Wohn- und Geschäftshäuser mit bis zu zehn Geschossen in sehr verdichteter Bauweise bebaut werden könnte; diese Vorstellungen wurden nicht realisiert.

Bekannt wurde er unter anderem durch die Bauten der Gesamtschule Bremen-Ost in Bremen-Osterholz (1972), der GW 2 (Geisteswissenschaften) der Universität Bremen (1973), dem Bürgerzentrum Berliner Freiheit in der Bremer Vahr (1975), der Frauenklinik im Klinikum Bremen-Mitte (1986) an der Sankt-Jürgen-Straße und der Sanierung des Theaters am Goetheplatz, 1989–1990.

Glade war mit Rita Glade verheiratet und wohnte in Bremen-Hemelingen/Sebaldsbrück. Beide haben die zwei Töchter, Sabine Keil und die in Mailand, Hamburg und Bremen tätige Architektin Susanne Glade.

Werke

1986: Frauenklinik St. Jürgenstraße





Frauenklinik Patientenzimmer mit Erkern

Einzelnachweise

  1. ↑ Eberhard Syring: Zuhause bei Bremer Architekten. Zentrum für Baukultur, Aschenbeck Media, Bremen 2009, ISBN 3-932292-86-3.
  2. ↑ Angaben von der Tochter Susanne Glade
  3. ↑ Eberhard Syring: Bremen und seine Bauten - 1950 – 1979, S. 236. Schünemann Verlag, Bremen 2014, ISBN 978-3-944552-30-9.
  4. ↑ Architekturführer Bremen Nr. 280
  5. ↑ Architekturführer Bremen: Fährquartier in Vegesack