Georg Otto Munz (* 25. August 1891 in Heidenheim an der Brenz; † 18. Mai 1971 in Meldorf) war ein deutscher Offizier, zuletzt Generalintendant der Luftwaffe im Zweiten Weltkrieg.
Munz besuchte zunächst die Lateinschule in Heidenheim und später das Gymnasium in Ulm, wo er 1911 das Abitur ablegte. Daraufhin begann er 1912 ein Studium der Rechtswissenschaft an der Eberhard Karls Universität Tübingen. Ab 1912 war er Mitglied der schwarzen Studentenverbindung Akademische Gesellschaft Rothenburg Tübingen. 1914 unterbrach er das Studium, um Kriegsdienst im Ersten Weltkrieg zu leisten. Er war Zugführer und Batterieführer im Württembergischen Fußartillerie-Regiment Nr. 13, zuletzt als Leutnant der Reserve. Nach Kriegsende 1918 setzte er sein Jurastudium in Tübingen fort. Er legte 1920 das erste und 1922 das zweite juristische Staatsexamen ab. Außerdem wurde er 1922 zum Oberleutnant der Reserve befördert.
Munz war zunächst von 1922 bis 1923 als Hilfsarbeiter in der Rechtsanwaltskanzlei Natter in Ulm tätig. Danach war er von 1923 bis 1924 juristischer Hilfsarbeiter bei der der Reichsmarinewerft Wilhelmshaven. 1924 trat er bei der Marineintendantur Wilhelmshaven in den höheren Verwaltungsdienst ein. Von 1925 bis 1934 war er Intendanturrat bei der Reichsmarinewerft Wilhelmshaven und der Reichswerft Kiel.
Im Jahr 1934 wurde Munz zum Oberregierungsrat ernannt und trat in den Dienst des Reichsluftfahrtministeriums ein. Im dortigen Luftwaffenverwaltungsamt war er zunächst bis 1936 im Liegenschaftswesen tätig. 1936 wurde er zum Ministerialrat befördert und übernahm bis 1937 die Aufgabe des Intendanten der Legion Condor. Danach war er von 1938 bis 1940 Luftgauintendant im Luftgaukommando XII Stettin. 1940 wurde er zum Ministerialdirigenten bzw. Generalintendanten ernannt. Er war daraufhin von März bis November 1940 Luftgauintendant im Luftgaukommando VIII Breslau, unterbrochen von einer Versetzung zum Territorialbefehlshaber der Luftwaffe im besetzten Norwegen von April bis August 1940. Anschließend war er von November 1940 bis Januar 1943 Luftgauintendant in Rostow und von Januar bis Oktober 1943 Luftgauintendant im Luftgaukommando VIII Krakau. Von Oktober 1943 bis März 1944 war er zur besonderen Verwendung im Reichsluftfahrtministerium bzw. beim Oberkommando der Luftwaffe. Von März 1944 bis zum Kriegsende im Mai 1945 war er als Nachfolger von Walter Gleim Leiter der Abteilung „Raumplanung, Land- und Forstwirtschaft“ in der Amtsgruppe „Allgemeine Verwaltung“ unter Amtsgruppenleiter Wilhelm Untrieser im Luftwaffenverwaltungsamt des Reichsluftfahrtministeriums.
Bei Kriegsende geriet Munz in US-amerikanische Kriegsgefangenschaft, aus der er 1947 wieder entlassen wurde.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Munz, Otto |
| ALTERNATIVNAMEN | Munz, Georg Otto (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Offizier |
| GEBURTSDATUM | 25. August 1891 |
| GEBURTSORT | Heidenheim an der Brenz |
| STERBEDATUM | 18. Mai 1971 |
| STERBEORT | Meldorf |