Otto Spatz

Otto Spatz, Pseudonym Otto Helmut (* 1. Juli 1900 in München; † 3. April 1989) war ein deutscher Buchhändler, Verleger und Schriftsteller.

Leben

Otto Spatz war der Sohn des Mediziners und Geheimen Sanitätsrates Bernhard Spatz (1856–1935). Sein Bruder war der spätere Neuropathologe Hugo Spatz.

Seit 1928 war der Münchner Buchhändler mit Frieda, einer Tochter des Verlegers Julius Friedrich Lehmann, verheiratet. 1930 nahm Lehmann Spatz als Teilhaber an seinem Verlag auf. Nach dem Tod Lehmanns übernahm Spatz 1935 den Verlag, in dem seit Gründung auch unter Schriftleitung seines Vaters (ab 1885) und seines Bruders Hans (1932 bis 1946) die Münchener Medizinische Wochenschrift verlegt wurde. Er betätigte sich zudem als Autor.

Spatz, welcher der Gesellschaft für Rassenhygiene in München angehörte, beantragte am 9. August 1937 die Aufnahme in die NSDAP und wurde rückwirkend zum 1. Mai desselben Jahres aufgenommen (Mitgliedsnummer 4.590.581).

Nach Kriegsende nahm Spatz 1950 die Verlagstätigkeit wieder auf, bis der Lehmanns-Verlag Ende der 1970er Jahre aufgelöst wurde. Sein Sohn Bernhard Spatz (* 1935) war ab 1966 Mitinhaber und Geschäftsführer des Verlags.

Bei der rechtsextremen Gesellschaft für freie Publizistik (GfP) war er 1960 Mitbegründer des Publikationsorgans Das Freie Forum. 1970 verlieh ihm die GfP die Ulrich-von-Hutten-Medaille.

Schriften

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/41990227
  2. 1 2 Ernst Klee: Das Personenlexikon zum Dritten Reich, Frankfurt am Main 2007, S. 589f