Ozun

Ozun
Usendorf
Uzon
Ozun (Rumänien)
Ozun (Rumänien)
Basisdaten
Staat: Rumänien Rumänien
Historische Region: Siebenbürgen
Kreis: Covasna
Koordinaten: 45° 48′ N, 25° 51′ OKoordinaten: 45° 48′ 0″ N, 25° 50′ 54″ O
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Höhe:515 m
Fläche:82,66 km²
Einwohner:4.213 (1. Dezember 2021)
Bevölkerungsdichte:51 Einwohner je km²
Postleitzahl:527130
Telefonvorwahl:(+40) 02 67
Kfz-Kennzeichen:CV
Struktur und Verwaltung (Stand: 2024)
Gemeindeart:Gemeinde
Gliederung:Ozun, Bicfalău, Lisnău, Lisnău-Vale, Lunca Ozunului, Măgheruș, Sântionlunca
Bürgermeisterin:Enikő Bordás (UDMR)
Postanschrift:Str. Gábor Áron nr. 75
loc. Ozun, jud. Covasna, RO–527130
Website:

Ozun (ungarisch Uzon, deutsch Usendorf, siebenbürgisch-sächsisch Ausendref) ist eine Gemeinde im Kreis Covasna in der Region Siebenbürgen in Rumänien.

Geographische Lage

Lage der Gemeinde Ozun im Kreis Covasna

Die Gemeinde Ozun liegt südöstlich des Siebenbürgischen Beckens in der Kronstädter Senke (Depresiunea Brașovului) im historischen Szeklerland. Im Südwesten des Kreises Covasna am Fluss Râul Negru (Schwarzbach) befindet sich Ozun am Drum național 11 – Teilstrecke der Europastraße 574 – und der Bahnstrecke Brașov–Sfântu Gheorghe–Târgu Secuiesc neun Kilometer südöstlich von der Kreishauptstadt Sfântu Gheorghe (Sankt Georgen) entfernt.

Geschichte

Der mehrheitlich von Szeklern bewohnte Ort Ozun, wurde erstmals 1332 urkundlich erwähnt.

Zahlreiche archäologische Funde werden in Ozun, wie auch in den restlichen Dörfern der Gemeinde, in unterschiedliche Zeitalter zugeordnet und befinden sich zu Teil im Museum der Kreishauptstadt Sfântu Gheorghe.

Auf eine Besiedlung des eingemeindeten Dorfes Bicfalău (ungarisch Bikfalva) deutet ins Mittelalter eine zum Teil steinerne Umwallung zwischen den Bächen Csigavárpataka und Csuklyonpataka, im eingemeindeten Dorf Lisnău (ungarisch Lisznyó) auf dem Berg Jejenek (Jejenkhegy) in die Jungsteinzeit, auf dem Berg Dealul Melcilor (Csigahegy), dem Coasta lui Ciulac (Csulakkaréj) und dem Berg Dealul lui Ciuclan (Csuklyánhegy) in die Frühbronzezeit.

Im eingemeindeten Dorf Măgheruș (Sepsimagyarós) wird auf dem gleichnamigen Berg ein Aquädukt der Römerzeit zugeordnet. Die Überreste einer Burg, von den Einheimischen genannt Aluniș (Magyaros) oder Cetatea de cărămizi (Téglásvár) und eine etwa 1 Meter hohe, 3–4 Meter breite und 11 Kilometer lange Bodenerhebung entlang des Flusses Râul Negru zwischen Reci und Măgheruș bis Lisnău, bestehend aus gelber Erde, Humus, verbrannte Erde und Kohle, konnten noch keinem Zeitalter zugeordnet werden. Im Verzeichnisses historischer Denkmäler des Ministeriums für Kultur und nationales Erbe (Ministerul Culturii și Patrimoniului Național) wird in Măgheruș bei Verestorony auf eine Besiedlung der Römerzeit hingewiesen.

Auch im eingemeindeten Dorf Sântionlunca (Szentivánlaborfalva) wird eine Besiedlung der Hallstattzeit vermerkt.

Zur Zeit des Königreichs Ungarn gehörte Ghidfalău dem Stuhlbezirk Sepsi in der Gespanschaft Háromszék (rumänisch Comitatul Trei-Scaune). Anschließend gehörte Micfalău dem historischen Kreis Trei-Scaune (deutsch Drei Stühle) und ab 1950 dem heutigen Kreis Covasna an.

Bevölkerung

Die Bevölkerung der heutigen Gemeinde Ozun entwickelte sich wie folgt:

Volkszählung Ethnie
Jahr Bevölkerung Rumänen Ungarn Deutsche Andere
1850 4985 1136 3691 - 158
1920 5883 1893 3818 3 169
1941 5547 211 5276 20 40
1977 5029 453 4565 7 4
2002 4575 529 4025 5 16
2011 4430 514 3664 5 247 (Roma 130)
2021 4213 530 3348 2 333 (Roma 43)

Seit 1850 wurde in der heutigen Gemeinde die höchste Einwohnerzahl und die der Rumänen 1920 ermittelt. Die höchste Anzahl der Magyaren wurde 1941, die der Rumäniendeutschen (24) 1956 und die der Roma (147) 1850 registriert.

Sehenswürdigkeiten

Persönlichkeiten

Städtepartnerschaften

Ozun pflegt Partnerschaften mit den ungarischen Orten Alsótold, Csorvás, Fácánkert, Mezőhegyes, Nagykáta, Tolna und der rumänischen Gemeinde Sarichioi im Kreis Tulcea.

Commons: Ozun – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Volkszählung 2021 in Rumänien, Populația rezidentă după etnie, 1. Dezember 2021 (rumänisch).
  2. ↑ Autoritatea Electorală Permanentă: Primar. prezenta.roaep.ro, 9. Juni 2024, abgerufen am 18. Oktober 2024 (rumänisch).
  3. ↑ Arcanum Kézikönyvtár: Historisch-administratives Ortsnamenbuch von Siebenbürgen, Banat und Partium. arcanum.hu, abgerufen am 14. August 2023 (ungarisch).
  4. ↑ Heinz Heltmann, Gustav Servatius (Hrsg.): Reisehandbuch Siebenbürgen. Kraft, Würzburg 1993, ISBN 3-8083-2019-2, S. 517.
  5. ↑ Repertoriul Arheologic al României – Ozun, abgerufen am 9. Januar 2020 (rumänisch).
  6. ↑ Repertoriul Arheologic al României – Bicfalău, abgerufen am 9. Januar 2020 (rumänisch).
  7. ↑ Repertoriul Arheologic al României – Lisnău, abgerufen am 9. Januar 2020 (rumänisch).
  8. ↑ Institute Of Archaeology – Măgheruș, abgerufen am 9. Januar 2020 (rumänisch).
  9. 1 2 3 4 5 6 7 Liste historischer Denkmäler des rumänischen Kulturministeriums, 2015 aktualisiert (PDF; 12,7 MB; rumänisch).
  10. ↑ Institute Of Archaeology – Sântionlunca, abgerufen am 9. Januar 2020 (rumänisch).
  11. ↑ Varga E. Árpád: Volkszählungen 1850–2002 bei kia.hu, letzte Aktualisierung am 2. November 2008 (PDF; 460 kB; ungarisch).
  12. ↑ Angaben zur reformierten Kirche in Ozun bei biserici.org, abgerufen am 9. Januar 2020 (rumänisch).
  13. ↑ Angaben zur reformierten Kirche in Bicfalău bei biserici.org, abgerufen am 9. Januar 2020 (rumänisch).
  14. ↑ Angaben zur reformierten Kirche in Lisnău bei biserici.org, abgerufen am 9. Januar 2020 (rumänisch).
  15. ↑ Angaben zur katholischen Kapelle in Sântionlunca bei biserici.org, abgerufen am 9. Januar 2020 (rumänisch).
  16. ↑ Angaben zur katholischen Kirche in Sântionlunca bei biserici.org, abgerufen am 9. Januar 2020 (rumänisch).
  17. ↑ Angaben zu Elek Forró bei mek.oszk.hu, abgerufen am 7. Januar 2020 (ungarisch).