Philosophisch-Theologische Hochschule Brixen

Philosophisch-Theologische Hochschule Brixen

Die Philosophisch-Theologische Hochschule Brixen (lateinisch Studium Theologicum Academicum Brixinense, italienisch Studio Teologico Accademico Bressanone) ist eine römisch-katholische Hochschule in Brixen in Südtirol.

Geschichte und Bedeutung

Die Gründung der Hochschule geht auf einen Beschluss des Konzils von Trient zurück. Am 19. November 1607 wurde die Institution als Priesterseminar begründet. Die Philosophisch-Theologische Hochschule Brixen ist die akademische Ausbildungsstätte der Diözese Bozen-Brixen für Priester und Diakone, für Pastoralassistentinnen und Pastoralassistenten, für Religionslehrerinnen und Religionslehrer und andere pastorale Berufe. Als älteste wissenschaftliche Einrichtung in Südtirol gehört sie neben der Freien Universität Bozen, der Eurac und dem Universitären Ausbildungszentrum für Gesundheitsberufe Claudiana auch heute noch zu den wichtigsten akademischen Institutionen des Landes.

Studienrichtungen und -angebote

Das Diplomstudium in Katholischer Fachtheologie führt in zehn Semestern zum akademischen Grad des Bakkalaureats päpstlichen Rechts und nach Inskription an der Universität Innsbruck zum Magister der Theologie österreichischen Rechts.

Das Studium in Katholischer Religionspädagogik führt in zehn Semestern zum akademischen Grad des Bakkalaureats päpstlichen Rechts und nach Inskription in Innsbruck zum Bachelor bzw. Master of Arts – Spezialisierung in Katholischer Religionspädagogik. Das Studium der Religionspädagogik ist nach den Vorgaben der Bologna-Deklaration strukturiert. Der Studienplan entspricht den von der italienischen Bischofskonferenz erlassenen Vorgaben für die Höheren Institute für Theologische Bildung (Istituto Superiore di Scienze Religiose). Das Lehramtsstudium wird in italienischer Sprache am Istituto di Scienze Religiose in Bozen durchgeführt. Das Studium der Katholischen Religionspädagogik wird auch als berufsbegleitendes Studium angeboten.

In Zusammenarbeit mit der Universität Innsbruck wird ein vierjähriges Bachelor-Studium Philosophie angeboten.

Die Hochschule bietet nach dem Vorbild der Theologischen Kurse auch die Brixner Theologischen Kurse an, die sich an theologisch Interessierte und Suchende inner- wie außerhalb der katholischen Kirche richten.

Daneben besteht an der Hochschule das interreligiöse und ökumenische Institut De Pace Fidei für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung (gegründet 1994; neu konstituiert 2010).

Bibliothek

Brixner Theologisches Jahrbuch

In der Nachfolge von Brixner Theologisches Forum/Forum Teologico Bressanone (= Konferenzblatt 1889–2009) erscheint seit 2010 im Auftrag des Professorenkollegiums der Philosophisch-Theologischen Hochschule Brixen das Brixner Theologisches Jahrbuch.

Dekane

Persönlichkeiten

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Geschichte des Priesterseminars nach der Diözese Bozen-Brixen
  2. ↑ Bachelorstudium Philosophie Universität Innsbruck auf uibk.ac.at (zuletzt abgerufen am 31. Mai 2020).
  3. ↑ Brixner Theologische Kurse auf hochschulebrixen.it (zuletzt abgerufen am 13. Juni 2020).
  4. ↑ Institut De Pace Fidei auf hochschulebrixen.it (zuletzt abgerufen am 30. März 2024)
  5. ↑ Brixner Theologisches Jahrbuch auf tyroliaverlag.at (zuletzt abgerufen am 30. März 2024).
  6. ↑ Notdurfter ist der erste Laie als Dekan in der über 400-jährigen Geschichte der PTH (Pressemitteilung der Diözesen Bozen-Brixen vom 5. Juni 2019; zuletzt abgerufen am 13. Juni 2020). Nach der zweiten Amtsperiode wurde Notdurfter für ein weiteres Jahr bis zum 31. August 2024 als Dekan verlängert, da seinem gewählten Nachfolger Martin M. Lintner die vatikanische Zustimmung verweigert wurde (Vatican News vom 5. Juli 2023; zuletzt abgerufen am 17. Februar 2024).
  7. ↑ Lintner hat das Amt ein Jahr verspätet angetreten. Ihm wurde nach seiner Wahl zum Dekan die vatikanische Zustimmung zunächst verwehrt. Nach einer neuerlichen Prüfung erhielt er im März 2024 die Zustimmung (Vatican News vom 3. April 2024).