| Pandanus candelabrum | ||||||||||||
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Pandanus candelabrum | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Pandanus candelabrum | ||||||||||||
| P.Beauv. |
Pandanus candelabrum ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Schraubenbäume (Pandanus) innerhalb der Familie der Schraubenbaumgewächse (Pandanaceae).
Pandanus candelabrum ist eine immergrüne, ausdauernde und verholzende Pflanze, die Wuchshöhen von 3 bis 20 Metern erreicht. Der Stamm kann bis zu 25 Zentimeter Durchmesser besitzen, im oberen Bereich ist das Pflanzenexemplar kandelaberartig verzweigt. Sie bildet Stelzwurzeln von bis zu 3 Meter Höhe aus.
Die Laubblätter sind meist 1 bis 2,5 (0,7 bis 4) Meter lang, meist 4 bis 6,5 (2 bis 11,5) Zentimeter breit und tragen 1,1 bis 5,3 Zentimeter lange Randdornen.
Pandanus candelabrum ist einhäusig getrenntgeschlechtig (monözisch). Der weibliche Blütenstand misst 3,3 bis 8 × 2,4 bis 3,7 Zentimeter, der männliche Blütenstand ist 29 bis 32 Zentimeter lang.
Der Fruchtstand ist ährig oder die Fruchtblätter zu einer synkarpen Einheit verwachsen, die sich im Reifezustand leicht gelblich verfärbt und angenehm duftet.
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 56.
Die Heimat von Pandanus candelabrum liegt in Westafrika und umfasst die Staatsgebiete von Benin, Kamerun, Äquatorialguinea (mit Bioko), Gabun, Gambia, Ghana, Guinea, Guinea-Bissau, Liberia, Nigeria, Elfenbeinküste, Senegal, Sierra Leone und Togo.
Pandanus candelabrum wächst einzeln oder gruppenbildend, bevorzugt an Flussufern im Wald oder offener Landschaft, in Sümpfen bis zu einer Wassertiefe von 1,2 Metern und an Mangrovenrändern. Sie kommt vom Meeresniveau bis in Höhenlagen von 1300 Metern vor.
Eine 2015 publizierte Arbeit des amerikanischen Geologen Stephen Haggerty beschreibt eine ausgeprägte Affinität von Pandanus candelabrum zu Kimberlit-Schloten (sogenannten Pipes). Kimberlit ist ein magmatisches Gestein, das Diamanten führen kann. Pandanus candelabrum könnte somit als Indikatorart genutzt werden, um die Diamantenexploration in Westafrika zu erleichtern.
Die Blätter von Pandanus candelabrum werden zur Herstellung von Matten genutzt. In der Volksmedizin dienen frische Blätter gegen Halsschmerzen, eine Rindenzubereitung wird gegen Durchfall, Dysenterie und Enteritis eingesetzt. In ethanolischen Pflanzenextrakten wurden Anthrachinone, Saponine sowie Spuren von Tanninen und Alkaloiden nachgewiesen.
Die Erstbeschreibung erfolgte 1805 durch den französischen Naturwissenschaftler Palisot de Beauvois in Flore d'Oware et de Bénin, en Afrique, Band 1, Seite 37, Tafeln 21 und 22. Die hohe Variabilität und das unvollständige Typusmaterial der weitverbreiteten Art erschweren bislang eine klare taxonomische Abgrenzung gegen nahverwandte Arten.