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Panzergrenadierbrigade 1 | |
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Verbandsabzeichen | |
| Aktiv | 16. März 1959 bis 31. Dez. 2007 |
| Staat | |
| Streitkräfte | |
| Teilstreitkraft | |
| Typ | Panzergrenadierbrigade |
| Unterstellung | |
| Stabssitz | Mackensen-Kaserne in Hildesheim |
Die Panzergrenadierbrigade 1 (PzGrenBrig 1) mit Stabssitz in Hildesheim war ein Großverband des Heeres der Bundeswehr, der der 1. Panzerdivision in Hannover unterstellt war. Die Brigade wurde am 31. Dezember 2007 aufgelöst. Der Stationierungsraum der Brigade war begrenzt im Norden durch die Lüneburger Heide, im Osten durch den Harz, den Solling im Süden und die Weser im Westen. Die Panzergrenadierbrigade 1 gehörte damit zu den Brigaden mit dem größten Dislozierungsraum innerhalb der Bundeswehr.
Zur Einnahme der Heeresstruktur 1 wurde zum 1. April 1958 die Kampfgruppe B 1 mit Standort des Stabes in Hildesheim neu aufgestellt. In Neumünster war bereits vom 1. Juli 1956 bis zum 31. März 1958 ein als Kampfgruppe B 1 bezeichneter Truppenteil ausgeplant – die spätere Panzerbrigade 18. Die 1958 aufgestellte Kampfgruppe B 1 unterstand der 1. Grenadierdivision. Die Kampfgruppe B 1 gliederte sich Anfang März 1959 grob in folgende Truppenteile:
Zur Einnahme der Heeresstruktur 2 wurde zum 16. März 1959 die Kampfgruppe B 1 in die Panzergrenadierbrigade 1 umgegliedert. Die Brigade war der 1. Panzergrenadierdivision, der späteren 1. Panzerdivision, unterstellt. 1959 wurde das Panzerbataillon 14 aufgestellt und der Brigade unterstellt. unterstellt. Das Panzergrenadierbataillon 12 verlegte 1961 nach Osterode am Harz.
Während der Heeresstruktur 2 unterstand der Brigade:
Bis 1972 wurde das Versorgungsbataillon 16 aufgelöst, aus dessen 4. Kompanie die Nachschubkompanie 10 als selbständige Kompanie der Panzergrenadierbrigade 1 entstand.
In der Heeresstruktur 4 gliederte sich die Brigade ab April 1981 in:
Im Verteidigungsfall sollten der Panzerspähzug 10 und die Sanitätskompanie 10 die Brigade verstärken.
Die Brigade umfasste im Herbst 1989 in der Friedensgliederung etwa 3150 Soldaten. Die geplante Aufwuchsstärke im Verteidigungsfall betrug rund 3550 Soldaten. Zum Aufwuchs war die Einberufung von Reservisten und die Mobilmachung von nicht aktiven Truppenteilen vorgesehen. Zum Ende der Heeresstruktur 4 im Herbst 1989 war die Brigade weiter Teil der 1. Panzerdivision und gliederte sich grob in folgende Truppenteile:
Im Rahmen der Heeresstruktur 5 wurde in der Panzerbrigade 1 die Feldersatzkompanie 10 zum 1. April 1993 in Hildesheim aufgestellt. Die Panzerjägerkompanie 10 wurde am 31. März 1992 aufgelöst. Am 31. März 1994 wurde die Nachschubkompanie 10 aufgelöst. Teile des Auftrags wurden durch die am 1. April 1994 aufgestellten Kompanien (2. und 6.) des Nachschubbataillons 11 fortgeführt. Der Panzergrenadierbrigade 1 unterstanden:
2003 wurden das Panzerartilleriebataillon 425, das Panzergrenadierbataillon 421, das Panzerpionierbataillon 803 und das Logistikbataillon 141 im Zuge der Struktur „Heer der Zukunft“ der Brigade unterstellt. Im Gegenzug wurden aufgelöst: das Panzergrenadierbataillon 12, das Panzerbataillon 24 und die Panzerpionierkompanie 10. Das Panzerartilleriebataillon 15 wurde in einen nichtaktiven Verband umgewidmet.
Die Brigade wurde am 31. Dezember 2007 endgültig aufgelöst, der Außerdienststellungsappell fand am 4. September 2007 in Hildesheim statt. Mit der Brigade wurde auch die Feldersatzkompanie 10 aufgelöst. Die letzten unterstellten Truppenteile Logistikbataillon 141 und Panzerbataillon 33 wechselten vor Auflösung zur Panzerlehrbrigade 9. Das Panzergrenadierbataillon 421 wurde aufgelöst. Das Panzerpionierbataillon 803 wurde der Panzergrenadierbrigade 41 unterstellt.
An Katastropheneinsätzen war die Brigade beteiligt im Februar 1962 bei der Sturmflut an der Nordseeküste, im August 1975 beim Brand in der Lüneburger Heide, beim Oderhochwasser 1997 und im August 2002 beim Elbehochwasser.
Folgende Kommandeure führten die Brigade und die Kampfgruppe B 1:
| Nr. | Dienstgrad | Kommandeur | von | bis |
|---|---|---|---|---|
| 16. | Oberst | Ernst-Otto Berk | 27. Mrz. 2003 | 13. Apr. 2006 |
| 15. | Brigadegeneral | Wolf-Dieter Skodowski | 26. Mrz. 1999 | 26. Mrz. 2003 |
| 14. | Brigadegeneral | Dirk Walther Oetting | 1. Jan. 1995 | 25. Mrz. 1999 |
| 13. | Oberst | Jürgen Ruwe | 1. Okt. 1991 | 31. Dez. 1994 |
| 12. | Oberst | Manfred Dietrich | 21. Dez. 1989 | 30. Sep. 1991 |
| 11. | Oberst | Hans-Theodor Dingler | 1. Okt. 1987 | 20. Dez. 1989 |
| 10. | Oberst | István Csoboth | 1. Apr. 1984 | 30. Sep. 1987 |
| 9. | Brigadegeneral | Hanno Graf von Kielmansegg | 26. Mrz. 1982 | 31. Mrz. 1984 |
| 8. | Brigadegeneral | Hans Detlef Ahrens | 1. Okt. 1977 | 26. Mrz. 1982 |
| 7. | Oberst | Walter Hoffmann | 1. Apr. 1973 | 30. Sep. 1977 |
| 6. | Brigadegeneral | Johannes Poeppel | 1. Jan. 1970 | 31. Mrz. 1973 |
| 5. | Oberst | Carl-Gero von Ilsemann | 1. Okt. 1966 | 31. Dez. 1969 |
| 4. | Brigadegeneral | Eike Middeldorf | 15. Okt. 1963 | 30. Sep. 1966 |
| 3. | Brigadegeneral | Heinz-Helmut von Hinckeldey | 1. Okt. 1962 | 14. Okt. 1963 |
| 2. | Brigadegeneral | Hans-Georg von Tempelhoff | 1. Nov. 1959 | 30. Sep. 1962 |
| 1. | Oberst | Hans-Heinz Fischer | 1. Apr. 1958 | 31. Okt. 1959 |


Die Blasonierung des Verbandsabzeichens für den Dienstanzug der Angehörigen der Panzergrenadierbrigade 1 lautete:
Die Tingierung des Schildes entsprach den „welfischen“ Farben der Flaggen des Königreichs und der Provinz Hannover. Das aufgelegte Schild mit dem Sachsenross auf rotem Grund entspricht dem Wappen Niedersachsens. Die Verbandsabzeichen der Division und der unterstellten Brigaden waren bis auf die Borde identisch. In der Tradition der Preußischen Farbfolge erhielt das Verbandsabzeichen der Panzergrenadierbrigade 1 als „erste“ Brigade der Division einen weißen Bord. Nach Außerdienststellung der Panzergrenadierbrigade 1 führte die Panzerlehrbrigade 9 das Verbandsabzeichen fort.
Da sich die Verbandsabzeichen der Brigaden der Division nur geringfügig unterschieden, wurde stattdessen gelegentlich auch das interne Verbandsabzeichen des Stabes bzw. der Stabskompanie pars pro toto als „Abzeichen“ der Brigade genutzt. Es zeigte ein Schwert und ähnlich wie im Wappen des Landkreises Hildesheim und im Hildesheimer Stadtwappen eine Rose, die auf den Tausendjährigen Rosenstock am Hildesheimer Dom verwies. Die Farben rot und gelb entsprachen der Tingierung der Wappen von Stadt und Landkreis. Das durch die Schrägquadrierung gebildete X stellte in Verbindung mit der linken Hälfte des Schwertes, welches eine 1 darstellt, das taktische Zeichen der Stabskompanie der Panzergrenadierbrigade 1 dar.
Koordinaten: 52° 9′ 15″ N, 9° 58′ 16″ O