Panzermine 60

Panzermine 60
Allgemeine Angaben
Bezeichnung: Panzermine 60, Pz Mi 60
Typ: Panzerabwehrmine
Herkunftsland: Schweiz Schweiz
Hersteller: Eidg. Munitionsfabrik Altdorf
Indienststellung: 1960
Einsatzzeit: 2003
Technische Daten
Gefechtsgewicht: 6,9 kg
Ladung: 6,25 kg
Breite: 23 cm
Höhe: 13,5 cm
Zünder: Druckzünder
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Die Panzermine 60 (Pz Mi 60) war eine Panzerabwehrmine der Schweizer Armee.

Geschichte

Die Panzermine 60 wurde ab 1960 bei der Schweizer Armee eingeführt um die aus dem Zweiten Weltkrieg stammenden Panzerabwehrminen zu ersetzen. Sie befand sich bis 2003 im Bestand der Armee. Das Nachfolgeprojekt Drucktellermine 2001 wurde nicht realisiert. So verbleit die Panzerabwehrmine 88 als einzige Panzerabwehrmine der Schweizer Armee.

Beschreibung

Die Panzermine 60 war ein Schweizer Lizenzbau der belgischen PRB M3 die von der Poudreries réunies de Belgique entwickelt wurde.

Die Panzermine 60 war eine Metallarme Mine. Die metallenen Komponenten (Zündnadel, Sprengkapsel und der Blechbehälter der Verstärkerladung) wogen zusammen nur wenige Gramm, wodurch sie mit Metalldetektoren schwer zu orten war. Die Mine wog einsatzbereit 6,9 kg. Der quadratische Minenkörper mass 23 × 23 cm und hatte einer Höhe (Dicke) von 9 cm. Der Minenkörper bestand aus grau-grünem Polyethylen und seitlich daran war ein Tragriemen angebracht. Befüllt war der Minenkörper mit 6 kg Trialen-Mischsprengstoff. Dieser bestand aus 70 % TNT, 15 % Hexogen (RDX) sowie 15 % Aluminiumpulver. Oben auf den Minenkörper wurde die kreisförmige Druckplatte (auch Druckverteilplatte) aus braunem Bakelit aufgesetzt. Mit Druckplatte hat die Mine eine Höhe von 13,5 cm. Die Druckplatte bestand aus zwei Hälften; aus einer festen unteren Hälfte dem einer druckempfindlichen oberen Hälfte. Die beiden Hälften waren durch sechzehn horizontale Brechbolzen aus Kunststoff verbunden. Die Scherkraft der Bolzen betrug 250–300 kg. In der unteren Druckplatte war der Zünder eingesetzt. Unten diesem Zünder war eine Sprengkapsel mit Verstärkerladung aus Hexogen laboriert. Der Abstand der Druckplatte zum Zünder betrug 2–4 mm. Die Mine hatte die Armee-Lagernummer (ALN) 591-3864.

Funktion & Wirkung

Die Panzermine 60 konnte offen im Gelände (Minenschnellsperre), im seichten Wasser oder mit Erdüberdeckung verlegt werden. Um die Mine scharf zu musste, musste die Druckplatte in die oben auf dem Minenkörper angebrachte Zünderbuchse hineingeschraubt werden, womit die Mine scharf war. Wurde auf die Druckplatte schräg einen Druck von etwa 300 kg ausgeübt (z. B. durch ein Fahrzeug), schlug die federgespannte Zündnadel im Druckzünder auf die Sprengkapsel, worauf die Mine explodierte. Erfuhr die Druckplatte in einem Vertikalwinkel von 90° einen Druck von etwa 150 kg, wurden die Druckplatten zusammengedrückt und die Mine explodierte ebenso. Die Wirkung der Mine beruhte auf reiner Sprengwirkung. Diese reichte aus, um die Gleiskette von Kampfpanzern zu zerstören. Ungepanzerte und leicht gepanzerte Fahrzeuge wie Schützenpanzer konnten durch die Mine vollständig zerstört werden.

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Admin.ch: Die Panzermine 60 wird endgültig ausgemustert (Archivlink)
  2. 1 2 3 Colin King: Jane's Mines and Mine Clearance 1996–1997. 1996, S. 49–50.
  3. ↑ Scribd.com: Belgian PRB-M3 Anti-Vehicle Mines
  4. 1 2 Weaponland.ru: Противотанковая мина PRB-ATK-M3A1 (Antitank mine PRB-ATK-M3A1) (Мины Бельгии)
  5. ↑ Bibliomines.org: PRB M3 (PDF; 0,1 MB)