| Parc floral de la Source | |
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| Park in Orléans | |
| Rosengarten des Parc floral de la Source | |
| Basisdaten | |
| Ort | Orléans |
| Ortsteil | La Source |
| Angelegt | 1964 |
Der Parc floral de la Source ist ein 35 Hektar großer Park im Süden der französischen Stadt Orléans. Er befindet sich im Stadtteil La Source und vereint einen Landschaftspark, einen botanischen Garten und einen Tierpark. Er liegt im Département Loiret in der Region Centre-Val de Loire.
Der Parc floral de la Source wurde in den 1960er Jahren angelegt und 1964 eröffnet. Der französische Architekt und Stadtplaner Louis Arretche entwarf später ein Gewächshaus mit Restaurant für die „Floralies internationales“ von 1967. Der Parc floral de la Source zählt seit vielen Jahren zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten des Départements Loiret und gilt als dessen meistbesuchte touristische Attraktion. Im Jahr 2024 verzeichnete der Park rund 132.000 Besucher.
Im Herzen des Parks entspringt der Fluss Loiret an der Quelle Le Bouillon.
Der Park trägt das französische Gütesiegel „Jardin remarquable“ („bemerkenswerter Garten“), das vom französischen Kulturministerium (Ministère de la Culture) vergeben wird. Es würdigt Parks und Gärten, die sich durch ihre kulturelle, historische, ästhetische oder botanische Bedeutung auszeichnen. Der Parc floral de la Source erhielt das Gütesiegel erstmals 2009; es wurde 2016 und 2022 erneuert.
Der Parc floral de la Source erstreckt sich über 35 Hektar und liegt auf etwa 100 Metern Höhe. Er umfasst unterschiedlich gestaltete Bereiche mit Pflanzen, Gesteinsformationen und Tieren.
Der Park liegt am Übergang zwischen der Sologne, einer südlich von Orléans gelegenen Naturlandschaft mit ausgedehnten Wäldern und zahlreichen Teichen, und der Ebene des Loiretals. Dieser Übergang zwischen dem höher gelegenen Gelände der Sologne und der Ebene des Loire-Tals prägt das Relief des Parks.
Im Zentrum des Parks befindet sich die Quelle Le Bouillon, an der das Wasser aus dem Untergrund an die Oberfläche tritt. Sie speist den Fluss Loiret, der aus einer Karstquelle hervorgeht, durch die unterirdisch fließendes Wasser der Loire nach mehreren Kilometern wieder zutage tritt.
Im Laufe des Jahres verändert sich das Erscheinungsbild des Parks mit den Jahreszeiten. Die Blüte beginnt im Unterholz und setzt sich später in den Gärten und entlang der Wege fort.
Der Parc floral de la Source liegt auf einem Teil eines ehemaligen Anwesens im Süden von Orléans. Dazu gehörten ein Schloss, Gärten und Ländereien rund um die Quellen des Loiret. Nach der historischen Darstellung von Anne-Marie Royer-Pantin gehörten die Quellen im 14. Jahrhundert der Abtei Micy, während die umliegenden Ländereien mehrfach den Besitzer wechselten.
Im 16. Jahrhundert wurden die Gärten im Stil der Renaissance angelegt. Ab den 1630er Jahren wurde das Schloss im klassizistischen Stil neu errichtet. Gleichzeitig wurden die Gärten erweitert und nach französischem Vorbild umgestaltet.
1720 vermietete die Eigentümerin Catherine Bégon das Anwesen an Henry St. John, Viscount Bolingbroke. Der im Exil lebende englische Adlige wohnte dort und unterhielt einen literarisch-philosophischen Zirkel. Ab der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts wich die regelmäßige Gartenanlage schrittweise einer landschaftlichen Gestaltung. Im 19. Jahrhundert wurde sie zu einem englischen Landschaftspark weiterentwickelt.
1959 erwarben die Stadt Orléans und das Département Loiret das Anwesen, das damals zur Gemeinde Saint-Cyr-en-Val gehörte. Dort sollte der neue Stadtteil Orléans-La Source entstehen, unter anderem mit Wohnungen und einem Universitätscampus. 1962 wurde das Gebiet nach Orléans eingemeindet. Für einen Park, der den Gartenbau im Département Loiret präsentieren sollte, wurden 35 Hektar vorgesehen. Er wurde am 11. Juli 1964 eröffnet. 1967 fand im Park die internationale Gartenschau „Floralies internationales“ statt. Die sechsmonatige Veranstaltung vereinte rund 330 Aussteller und zog etwa 2,3 Millionen Besucher an. Im Rahmen der Gartenschau wurden neue Anlagen geschaffen, darunter ein von Louis Arretche entworfenes Gewächshaus mit Restaurant. Außerdem wurden mehrere Skulpturen im Park aufgestellt.
Eine Szene des 2012 erschienenen Films Sag, dass du mich liebst wurde dort gedreht.
Der Parc floral de la Source besteht aus zwei Hauptbereichen: dem Plateau de Sologne („Hochebene der Sologne“) und der Plaine du Val de Loire („Ebene des Loire-Tals“).
Das Plateau ist von einem naturnahen Wald mit Hainbuchen und Eichen geprägt. Über einen Hang, der einer ehemaligen Flussterrasse der Loire entspricht, geht es in die tiefer gelegene Ebene über. Auf dem Plateau befinden sich außerdem Tiergehege, in denen unter anderem Alpakas und Ouessantschafe gehalten werden.
Die Ebene ist vor allem durch ihre Gartenanlagen und Blumenpflanzungen geprägt. Hier befinden sich unter anderem der Irisgarten, der Rosengarten „Roseraie du Miroir“, das Staudenbeet „Vallée des vivaces“, der Quellgarten, das Schmetterlingshaus mit exotischen Schmetterlingen, der Gemüsegarten „Potager extraordinaire“ und der Dahliengarten. Außerdem gibt es Volieren mit Vogelarten aus verschiedenen Kontinenten. In diesem Bereich befindet sich auch die Quelle des Loiret, nach dem das Département Loiret benannt ist.

Der Park umfasst mehrere Themengärten, darunter den Quellgarten mit Farnen und Rhododendren, den Rosengarten, den Dahliengarten, den Steingarten mit angrenzenden Blumenwiesen sowie einen Gemüsegarten. Hinzu kommen ein Pfingstrosengarten und der „Clos des résurgences“, ein Garten, der dem regionalen Weinbau gewidmet ist.
Der Irisgarten beherbergt eine Sammlung verschiedener Iris-Sorten, die vom Conservatoire des Collections Végétales Spécialisées (CCVS), einer französischen Organisation zur Erhaltung spezialisierter Pflanzensammlungen, als nationale Pflanzensammlung anerkannt ist. Der Garten wurde 2015 neu gestaltet.
Zu den weiteren Anlagen gehören ein tropisches Schmetterlingshaus, eine Voliere mit exotischen Vögeln sowie ein Bereich mit Bauernhoftieren. Für Besucher stehen außerdem Kinderspielplätze und eine Minigolfanlage zur Verfügung.
Im Park verkehrte ein „petit train“ (kleine Parkeisenbahn), eine 2,2 Kilometer lange Schmalspurbahn, die den oberen und unteren Teil des Geländes miteinander verband. Sie war von 1963 bis 2008 in Betrieb und wurde 2012 in Zusammenarbeit mit dem Verein „Tacots des Lacs“ wieder in Betrieb genommen. Im Jahr 2024 wurde der Betrieb aus Kostengründen eingestellt.

Im Parc floral de la Source finden regelmäßig gartenbauliche und kulturelle Veranstaltungen statt. Dazu gehören der „Salon des Arts du Jardin“, eine Gartenmesse mit Ausstellern aus den Bereichen Gartenbau, Gartengestaltung und Kunsthandwerk, sowie die „Fête de l’automne“ (Herbstfest). Darüber hinaus werden im Park wechselnde Ausstellungen, Konzerte und Veranstaltungen zu botanischen und ökologischen Themen angeboten.

Im Jahr 2010 verzeichnete der Parc floral de la Source 109.182 Besucher. Im Jahr 2022 lag die Besucherzahl bei 135.136 und 2023 bei 124.594. Im Jahr 2024 besuchten mehr als 130.000 Menschen den Park.
Der Eingang des Parks befindet sich an der Départementstraße D14. Mit dem Auto ist der Park über die Autobahn A71 (Ausfahrt 2, Olivet–Orléans-la-Source) sowie über die Nationalstraße N20 erreichbar. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln besteht eine Anbindung über die Linie A der Straßenbahn Orléans und die Buslinie 40 (Haltestelle Parc Floral). Die nächstgelegenen Bahnhöfe sind Orléans, Les Aubrais und Saint-Cyr-en-Val–La Source.
Der Eintritt in den Parc floral de la Source ist kostenpflichtig. Für Kinder unter sechs Jahren ist der Eintritt frei. Darüber hinaus werden Jahreskarten und Gruppentarife angeboten.
Koordinaten: 47° 50′ 51″ N, 1° 56′ 16″ O