Unter der Bezeichnung Parseval entstanden unter August von Parseval zwischen 1909 und 1919 insgesamt 22 Luftschiffe. Später wurden noch einige Luftschiffe unter der Bezeichnung Parseval-Naatz-Prinzip gebaut.
Die Schiffe wurden früher mit der männlichen Form beschrieben. Es hieß: Der Parseval, ähnlich wie es auch bei den Zeppelinen der Fall war.


Die Parseval-Luftschiffe bis PL 25 waren Prallluftschiffe, die folgenden Kielluftschiffe. Die Schiffe wurden entsprechend ihrer Form und ihrem Aufbau von den Besatzungen abwertend als Gummikühe bezeichnet.








Das Luftschiff wurde seinerzeit auch mit P7 bezeichnet



PL 20 bis PL 24 wurden nicht gebaut.
Bei der Landung nach der ersten Fahrt am 26. Oktober 1915 kam es zu einem Unfall. Das Luftschiff verbrannte, Menschen kamen nicht ums Leben.
PL 27 führte seine erste Fahrt am 8. März 1917 durch. Wesentlicher Unterschied zu seinem Vorgänger PL 26 war die Anordnung der Gondeln. Da es den gestiegenen militärischen Anforderungen nicht mehr genügte, wurde es nicht vom Militär eingesetzt und 1919 zum Passagierluftschiff umgebaut. Es musste jedoch 1920 nach den Bestimmungen des Versailler Vertrags demontiert werden.
Die Raab-Katzenstein RK 27 war die Konstruktion eines halbstarren Klein-Luftschiffs aus dem Jahr 1929.
Am 21. Mai 1930 bekam PN 29 die schwedische Bezeichnung SE-ACG Sidenhuset. Sidenhuset war damals eine sehr bekannte Damenboutique in Stockholm. Der Schriftzug prangte groß auf der Hülle. Eigentümer war AB Luftskeppsreklam i Stockholm.
Hauptaufgabe war Luftwerbung über der Stockholmer Ausstellung „Stockholmsutställningen“, einer großen Handwerksmesse mit rund 4 Mio. Besuchern vom 16. Mai bis 30. September. Nach nur einer Woche wurde das geparkte Schiff nachts durch starken Wind beschädigt. Der Hersteller flog ein, um den Schaden zu begutachten. Man entschied, das Schiff nach Deutschland zu überführen, um es dort zu reparieren. Während der Überfahrt stürzte das Schiff am 4. Juni 1930 südlich der Insel Öland in die Ostsee. Die Besatzung wurde gerettet, jedoch versank das Schiff im Meer.

PN 30 fuhr unter dem Namen Odol als Werbeluftschiff. Neben den Reklameflügen wurden auch technische Versuche mit diesem Luftschiff gemacht. So war es einmal 63 Tage ununterbrochen am Ankermast befestigt, ohne Schaden zu nehmen.