
Patrizia Valduga (* 20. Mai 1953 in Castelfranco Veneto) ist eine italienische Schriftstellerin und Übersetzerin.
Valduga erhielt in ihrer Familie eine katholische Erziehung. Sie studierte zunächst drei Jahre Medizin und wechselte dann an die Universität Venedig, wo sie über vier Jahre Literaturkurse bei Francesco Orlando besuchte. In dieser Zeit schrieb sie ihre ersten Gedichte. Im Jahr 1983 gründete sie die Lyrikzeitschrift Poesia und war deren erste Herausgeberin.
Von 1981 bis zu seinem Tod war Valduga die Lebensgefährtin des Lyrikers Giovanni Raboni (1932–2004). Sie lebt in Mailand.
Valduga übersetzte Werke von Mallarmé, Valéry, Céline, Cocteau, Molière, John Donne und Shakespeare. Ihre Gedichte besitzen eine ausgefeilte Metrik und Intensität. Ihre Gedichte wurden bislang kaum ins Deutsche übersetzt. 2011 brachte Einaudi ihr Buch Breviario proustiano. Massime e sentenze della Recherche heraus, in dem sie Proust in der Tradition der französischen Moralisten sieht, von Montaigne bis Pascal, La Rochefoucauld und Joubert. Die Idee zu ihrer Zitatensammlung aus Prousts Recherche geht zurück auf ein Gespräch von 1985 mit Giovanni Raboni und Luciano De Maria (1928–1993), dem Herausgeber der italienische Ausgabe der Recherche.
Als Herausgeberin
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Valduga, Patrizia |
| KURZBESCHREIBUNG | italienische Schriftstellerin und Übersetzerin |
| GEBURTSDATUM | 20. Mai 1953 |
| GEBURTSORT | Castelfranco Veneto |