Peer Stelldinger ist ein deutscher Informatiker und seit März 2020 Professor für Theoretische Informatik, Bildverarbeitung und Maschinelles Lernen an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW Hamburg) in der Fakultät Informatik und Digitale Gesellschaft.
Stelldinger studierte Informatik an der Universität Hamburg und promovierte dort im Fach Informatik mit Arbeiten zu Bildverarbeitung, digitaler Geometrie und Topologie.
Vor seiner Berufung an die HAW Hamburg war er unter anderem wissenschaftlich tätig an der Universität Hamburg, am International Computer Science Institute (ICSI) und der University of California in Berkeley sowie an der Temple University in Philadelphia. Von 2017 bis 2020 war er Entwicklungsleiter für Hardware und Software bei der SeeFront GmbH, einem Unternehmen für autostereoskopische Displays.
An der HAW Hamburg ist Stelldinger Professor für Theoretische Informatik, Bildverarbeitung und Maschinelles Lernen. Er ist Doktorandenbetreuer im Promotionsprogramm CEADS – Computational Engineering and Applied Data Science und betreut Doktorandinnen und Doktoranden.
Seine Lehr- und Forschungsschwerpunkte liegen in der theoretischen Informatik, sowie in theoretischen Grundlagen und Anwendungen der Bildverarbeitung und des maschinellen Lernens. Seine Forschung ist interdisziplinär in unterschiedlichen Anwendungskontexten verortet und umfasst unter anderem Kamerakalibrierung KI-Anwendungen in der Landwirtschaft, Medizintechnik, Aktienkursvorhersage und Hochenergiephysik, letzteres in Kooperation mit dem Deutschen Elektronen-Synchrotron DESY.
An der HAW Hamburg entwickelte Stelldinger ein coachingorientiertes Lehrkonzept, das auf aktive Begleitung, Selbstbestimmung und intrinsische Motivation setzt. Er ist zudem Vertrauensdozent und Mitglied im Revisionsausschuss der Studienstiftung des deutschen Volkes.
Stelldinger engagiert sich auch in der Wissenschaftskommunikation. Er bietet auf dem Portal Forschungsbörse an, Schulen zu besuchen, um über künstliche Intelligenz zu sprechen, leitet den „Arbeitskreis Informatik an der Schule“ (AKIS) der HAW Hamburg, und hat zu Unterhaltungsmathematik publiziert, unter anderem zum Problem der 100 Gefangenen in 100 Tagen.
Stelldinger verbindet in seiner Arbeit methodisch-theoretische Informatik mit anwendungsorientierten Fragestellungen aus maschinellem Lernen und Bildverarbeitung in interdisziplinären Anwendungsfeldern.
| Personendaten | |
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| NAME | Stelldinger, Peer |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Informatiker |
| GEBURTSDATUM | 20. Jahrhundert |