Pelchenhofen

Pelchenhofen
Große Kreisstadt Neumarkt in der Oberpfalz
Koordinaten: 49° 17′ N, 11° 32′ OKoordinaten: 49° 17′ 22″ N, 11° 31′ 51″ O
Höhe: 563 m ü. NHN
Einwohner: 465 (31. Dez. 2022)
Eingemeindung: 1. Juli 1972
Postleitzahl: 92318
Vorwahl: 09181
Pelchenhofen im Winter
Pelchenhofen im Winter
Stadtgebiet Neumarkt

Pelchenhofen ist ein Gemeindeteil der Großen Kreisstadt Neumarkt in der Oberpfalz in Bayern.

Geografische Lage

Das Pfarrdorf Pelchenhofen befindet sich rund 2,5 km östlich des Hauptortes Neumarkt. Am Ostrand der Bebauung verläuft die Kreisstraße NM25, die ca. 500 m südlich von Pelchenhofen die Staatsstraße ST2240 kreuzt.

In unmittelbarer Nähe Pelchenhofens verläuft ein Teil der Europäischen Hauptwasserscheide, welche die Ortslage nur wenige Meter im Norden, Osten und Süden umschließt. Direkt am westlichen Rand der örtlichen Bebauung entspringt der Ottosauer Bach, der über die Pilsach in die vordere Schwarzach mündet und somit zum Stromgebiets des Mains bzw. Rheins gehört. Rund 500 m östlich befinden sich zwei Quellen des Lampertshofener Bachs und ca. 500 im Süden entspringer die Unterbürger Laber. Beide Fließgewässer gehören dem Stromgebiet der Donau an.

Die Nachbarorte von Pelchenhofen sindː Im Nordosten Lampertshofen, im Südosten Lippertshofen, im Süden Voggenthal, im Westen Karhof, Ottosau und Fuchsberg.

Geschichte

Im Jahre 1209 tritt "Rudegerus de Belchenhoven" als Zeuge in einer gerichtlichen Auseinandersetzung zwischen dem Kloster Solnhofen und Ulrich von Höchstetten auf.

In den Urbaren des Klosters Kastl der Jahre 1334 bis 1338 ist der Ort in der Schreibweise "Pelchenhoven" erfasst. In einer Kurbayerischen Urkunde des Jahres 1359 wird das Dorf mit "gen Pelchenhouen" erwähnt.

Die Kommission für Bayerische Landesgeschichte bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften hat für Pelchenhofen eine Namenserklärung erarbeitet. Demnach liegt dem Ortsnamen der bairisch-althochdeutsch Personenname "Pelicho" zugrunde. Als Namensbedeutung hat die Kommission "bei den Höfen des Pelicho" veröffentlicht.

Ehemalige Gemeinde Pelchenhofen

Mit dem königlichen Gemeindeedikt vom 17. Mai 1818 entstand die Ruralgemeinde Pelchenhofen, die aus 3 Ortsteilen, dem Pfarrdorf Pelchenhofen, dem Kirchdorf Lampertshofen und dem Einödhof Steinberg bestand und die eine Fläche von 704,32 Hektar aufwies.

Am 1. Juli 1972 wurde die Gemeinde Pelchenhofen im Rahmen der Bayerischen Gemeindegebietsreform nach Neumarkt eingemeindet und bildet dort den Statistikbezirk 24 östlichen Rand des Stadtgebiets.

Einwohnerzahlen

Die Gemeinde und der Ort Pelchenhofen wiesen folgende Einwohnerzahlen auf:

Berichtsjahr Gemeinde Pelchenhofen Pfarrdorf Pelchenhofen
1871 255 191
1925 291 204
1950 309 214
1961 266 193
1987 --- 235

Soziales Leben

Pfarrkirche St. Ägidius

In Pelchenhofen ist eine Freiwillige Feuerwehr und ein Obst- und Gartenbauverein aktiv.

Verkehr und Infrastruktur

Das Pfarrdorf ist über die Staatsstraße ST2240 – in östlicher Richtung – mit dem Hauptort Neumarkt verbunden. In westlicher Richtung ist Pelchenhofen über die "Anschlussstelle Neumarkt-Ost" an die Bundesautobahn A3 angebunden.

Sehenswürdigkeiten

Ehemaliger Pfarrhof Pelchenhofen

In der Liste der Baudenkmäler in Neumarkt in der Oberpfalz sind für Pelchenhofen folgende zwei Baudenkmäler aufgeführt:

Commons: Pelchenhofen – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. ↑ Neumarkt in der Oberpfalz – Zahlenspiegel 2023. (PDF; 8,6 MB) S. 4, abgerufen im Oktober 2024.
  2. ↑ Ortsteile mit Postleitzahl der Großen Kreisstadt Neumarkt in der Oberpfalz. In: Bayernportal. Bayerisches Staatsministerium für Digitales, abgerufen am 13. Februar 2026.
  3. 1 2 3 4 Ortslage. In: BayernAtlas. Kartenviewer des Freistaats Bayern, abgerufen am 13. Februar 2026.
  4. ↑ Franz Heidingsfelder: Die Regesten der Bischöfe von Eichstätt, III. Lieferung (Bogen 21-30), Absatz Nr. 546 auf Seite 174. In: Digitale Sammlungen Universitätsbibliothek. Goethe Universität Frankfurt am Main, abgerufen am 13. Februar 2026.
  5. 1 2 Sarah Rathgeb: Ortsgeschichte und -namen. Kommission für bayerische Landesgeschichte bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, abgerufen am 13. Februar 2026.
  6. ↑ Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13.09.1950 (Seite 745-746). In: Bayerische Staatsbibliothek. Bayerisches Statistisches Landesamt, 1952, abgerufen am 13. Februar 2026.
  7. 1 2 3 Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus d. Volkszählung 1961, München, 1964. In: Münchener DigitalisierungsZentrum Digitale Bibliothek. Bayerische StaatsBibliothek, abgerufen am 13. Februar 2026.
  8. ↑ Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 533.
  9. ↑ Zahlenspiegel 2023-2024 (Seite 4). Stadt Neumarkt in der Oberpfalz, abgerufen am 13. Februar 2026.
  10. 1 2 3 Ortsdatenbank Gemeinde Pelchenhofen. In: bavarikon. Onlineportal des Freistaats Bayern, abgerufen am 13. Februar 2026.
  11. 1 2 3 4 Ortsdatenbank Kirchdorf Pelchenhofen. In: bavarikon. Onlineportal des Freistaats Bayern, abgerufen am 13. Februar 2026.
  12. ↑ Vereinsaufstellung auf der Website der. Stadt Neumarkt in der Oberpfalz, abgerufen am 13. Februar 2026.