Pell Mell

Pell Mell
Allgemeine Informationen
Herkunft
Genre(s) Progressive Rock
Aktive Jahre
Gründung 1971, 1980
Auflösung 1979, 1981
Website
Gründungsmitglieder
Thomas Schmitt
Otto Pusch (bis 1975, ab 1979)
Cornelius „Mitch“ Kniesmeijer
Gesang, Gitarre, Rekorder
Rudolf Schön
Jörg Götzfried (bis 1975)
Gitarre
Andy Kirnberger (bis 1972)
Letzte Besetzung
Gesang, Gitarre, Violine
Thomas Schmitt
Gesang, Gitarre, Rekorder
Rudolf Schön
Schlagzeug
Cornelius "Mitch" Kniesmeijer
Keyboard, Gesang, Gitarre
Ralf Lippmann (ab 1975)
Keyboard
Cherry Hochdörfer (ab 1975)
Bass
Götz Dräger (ab 1975)
Ehemalige Mitglieder
Orgel, Piano
Dietrich T. Noll (1973–1975)
Gitarre
Ralph Fricke (1979–1981, Pell Mell und Skyrider)
Bass
Stephan Rehlich (1979–1981, Pell Mell und Skyrider)
Schlagzeug
Werner "Hitch" Etling (1979–1981, Pell Mell und Skyrider)
Roadie und Mixer
Uta Maria Schmidt (1975–1977, Pell Mell)

Pell Mell war eine aus Marburg stammende Progressive-Rock-Band, ihr Gründer und Bandleader der Geiger und Komponist Thomas Schmitt. Sie verarbeitete häufig klassische Themen und galt deshalb als deutsche Antwort auf Formationen wie The Nice, Emerson, Lake and Palmer sowie die holländische Klassik-Rockband Ekseption. Mit einer Klassik-Rock-Coverversion ihres bekanntesten Titels Moldau (nach Die Moldau von Bedřich Smetana) hatte Pell Mell einen Single-Erfolg. Die Band war ein gefragter Live-Act und spielte auf großen Festivals und Konzerten, u. a. mit Scorpions, Gentle Giant, Nektar oder Kin Ping Meh. Zudem wurden sie auf eine 10-tägige Tournee durch Polen eingeladen.

Bandgeschichte

Auf dem nach ihrer Heimatstadt benannten Debütalbum, das die Gruppe 1972 in den Dierks-Studios (Stommeln) einspielte, produzierte sie einen anspruchsvollen Sound mit vielen klassischen Elementen – charakteristisch dabei der keyboardlastige Sound und der Geigenpart. Die meisten der Stücke waren Instrumentals.

Das zweite Album From the New World erschien 1973 bei Philips. Der Rezensent der Zeitschrift Sounds, der als „Jogi“ zeichnete, fand den Versuch einer Synthese aus Rock und Klassik „recht gut gelungen“. Der gekonnt gemischte Violinen- und Orgelklang lasse manchmal kurz an ein großes Orchester glauben, bis die Rhythmusgruppe das Tempo bestimme und „die Klassik rocken“ lasse. Zwischen den einzelnen Teilen klaffe allerdings noch eine Lücke, sodass man auf eine Platte, die Rock und Klassik zu einer nahtlosen Einheit verbinde, weiter warten müsse. Sein Fazit lautete: „ein lohnender Versuch und ein weiterer Schritt in diese Richtung“.

Spätestens mit dem dritten Album, das 1975 in teilweise veränderter Besetzung eingespielt wurde, war der Sound der Gruppe endgültig symphonisch geworden, wobei sie Themen von Liszt und Rachmaninow verwendete.

Auf dem 1978 erschienenen vierten und vorerst letzten Album schrieb der Bandgründer Schmitt alle Kompositionen und setzte verstärkt auf Gesangspartien.

Zusammen mit Otto Pusch, Stephan Rehlich, Michael Grebe, Werner Etling sowie Ralph Fricke von der Marburger Rockband Scrifis gründete Schmitt 1979 die Formation Skyrider, die 1980 bei EMI das gleichnamige Album veröffentlichte.

Schon ein Jahr später benannten Schmitt, Fricke, Rehlich, Etling und Pusch diese Band wieder in Pell Mell um, veröffentlichten Die Moldau erneut, konnten jedoch keine weiteren Erfolge verbuchen.

Diskografie

Pusch und Schmitt mit Skyrider:

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Einzelnachweise

  1. ↑ Pell Mell auf discogs.com
  2. ↑ Daniel Böhm: Pell Mell in Rocks-Magazin
  3. ↑ Jogi: Platten aus Deutschland. In: Sounds. Nr. 12, Dezember 1973, S. 46.
  4. ↑ Skyrider. discogs.com