Penélope Cruz

Penélope Cruz, 2026

Penélope Cruz Sánchez (anhörenⓘ/?) [peˈnelope ˈkruθ ˈsant͡ʃeθ] (* 28. April 1974 in Alcobendas) ist eine spanische Schauspielerin und Oscar-Preisträgerin.

Leben

Penélope Cruz, 2018

Penélope Cruz Sánchez wurde als Tochter von Eduardo Cruz, einem Automechaniker, und Encarnación Sánchez, einer Friseurin, geboren. Sie hat zwei jüngere Geschwister: Mónica, ebenfalls Schauspielerin, und Eduardo, einen in Spanien bekannten Sänger.

Von Mitte 2001 bis Anfang 2004 unterhielt Cruz mit dem amerikanischen Schauspieler Tom Cruise eine Liebesbeziehung. Anfang Juli 2010 heiratete sie ihren spanischen Kollegen Javier Bardem. Aus der Ehe gingen ein Sohn (* 2011) und eine Tochter (* 2013) hervor.

Werdegang

Nachdem Cruz an Spaniens Nationalkonservatorium neun Jahre lang klassisches Ballett erlernt hatte, setzte sie das Training bei einer Reihe prominenter Tänzer fort. Mit ihrem Auftritt in dem Musikvideo La fuerza del destino der Popgruppe Mecano erlangte sie 1988 in Spanien zum ersten Mal eine gewisse Bekanntheit. Mit 15 Jahren gewann sie einen Talentwettbewerb. Der damit zusammenhängende Vertrag verschaffte ihr verschiedene Rollen in spanischen Fernsehshows und Musikvideos und ebnete ihr so den Weg für eine Karriere auf der großen Leinwand.

Ihr Filmdebüt gab Cruz 1991 in El laberinto griego. Danach hatte sie eine kleine Rolle in der britischen TV-Mini-Serie Eiskaltes Duell mit Timothy Dalton (1992). Ihr dritter Film war der mit einem Oscar ausgezeichnete Belle Epoque (1992), in dem sie eine von vier Schwestern spielt, die um die Gunst eines attraktiven Deserteurs konkurrieren.

Live Flesh – Mit Haut und Haar (Carne trémula, 1997) eröffnete ihr die Möglichkeit, mit Spaniens renommiertem Regisseur Pedro Almodóvar zu arbeiten, mit dem sie bis 2021 sieben Spielfilme drehte. Ebenfalls 1997 spielte sie die Hauptrolle in dem Mysteryfilm Öffne die Augen (Abre los ojos), der 2001 mit ihr in derselben Rolle und mit Tom Cruise unter dem Titel Vanilla Sky für das amerikanische Kino neu verfilmt wurde.

Einen Höhepunkt erreichte Cruz’ Karriere 1998, als sie für die Filmindustriekomödie Das Mädchen deiner Träume (La niña de tus ojos, 1998) den spanischen Filmpreis Goya für die beste Schauspielerin erhielt. Cruz, die auch Ausflüge in den englischsprachigen Film unternahm, gelang ihr erster internationaler Erfolg mit Almodóvars Oscar-gekröntem Werk Alles über meine Mutter (Todo sobre mi madre, 1999), in dem sie eine schwangere, AIDS-kranke Nonne spielt. Der Film wurde mit Preisen und Lob überschüttet, und Cruz war nun auf beiden Seiten des Atlantiks eine bekannte, gefragte Darstellerin.

Penélope Cruz, 2003

Ihr nächstes großes Projekt war Woman on Top (2000), eine US-amerikanische Komödie über eine Köchin mit bezaubernden Fähigkeiten und einem schweren Fall von Reisekrankheit. Während ihres USA-Aufenthalts spielte sie auch mit Johnny Depp in dem Drogenhandelsdrama Blow (2001) und mit Matt Damon in Billy Bob Thorntons All die schönen Pferde (All the Pretty Horses, 2000). Es folgten weitere Hollywood-Rollen, etwa in Cameron Crowes Vanilla Sky (2001) und Breck Eisners Actionfilm Sahara (2005). Mit ihren Liaisons mit den jeweiligen Hauptdarstellern, Tom Cruise bzw. Matthew McConaughey, sorgte sie für Schlagzeilen in der internationalen Boulevardpresse.

2006 kehrte Cruz in ihr Heimatland Spanien zurück und spielte erneut unter der Regie Almodóvars. Für ihre herausragende Leistung in der Tragikomödie Volver – Zurückkehren erhielt sie mit ihren Schauspielkolleginnen Carmen Maura, Lola Dueñas, Blanca Portillo, Yohana Cobo und Chus Lampreave im selben Jahr den Darstellerpreis der 59. Internationalen Filmfestspiele von Cannes sowie einige Monate später den Europäischen Filmpreis als beste Darstellerin. 2007 war sie erstmals für den Oscar für die beste Darstellerin nominiert. Lob vonseiten der Kritik erhielt sie auch für ihre Nebenrolle in Woody Allens Komödie Vicky Cristina Barcelona (2008), die ihr 2009 den Goya und den British Academy Film Award sowie eine Golden-Globe-Nominierung einbrachte. Für ihren Part der María Elena wurde ihr im selben Jahr schließlich als erster spanischer Schauspielerin überhaupt der Oscar verliehen.

Wenige Monate später folgte der Kinostart von Almodóvars Film Zerrissene Umarmungen (Los abrazos rotos), in dem sie eine vermeintlich erfolglose, tragisch endende Schauspielerin verkörpert. Die Rolle – in der bereits vierten Zusammenarbeit mit Pedro Almodóvar spielt sie sowohl die zurückhaltende Schauspielerin Lena Rivero, eine Frau zwischen zwei Männern, als auch deren Darstellung der aufgedrehten Pina in dem Film – bescherte ihr eine Nominierung für den Europäischen Filmpreis.

Ab Februar 2010 arbeitete Penélope Cruz zusammen mit Rob Marshall an dem Musikfilm Nine, wofür sie jeweils in der Kategorie Beste Nebendarstellerin für den Oscar und den Golden Globe nominiert wurde. Im Mai 2010 konnte man sie in Sex and the City 2 sehen. Im vierten Teil der Pirates of the Caribbean-Reihe trat sie ab Mai 2011 an der Seite von Johnny Depp in der Rolle der Angelica auf.

Im April 2011 bekam Cruz als erste spanische Schauspielerin einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame. Im Oktober 2014 wurde sie vom Männermagazin Esquire zur Sexiest Woman Alive gekürt.

Filmografie (Auswahl)

Penélope Cruz 2011 bei der Premiere von Pirates of the Caribbean – Fremde Gezeiten auf den 64. Filmfestspielen von Cannes

Auszeichnungen und Nominierungen

Im April 2011 bei der Verleihung ihres Sterns auf dem Hollywood Walk of Fame

Oscar

Golden Globe Award

Primetime Emmy Award

British Academy Film Award

Screen Actors Guild Awards

Boston Society of Film Critics Award

National Board of Review

Goya

Europäischer Filmpreis

Broadcast Film Critics Association Awards

César

MTV Movie Award

Goldene Himbeere

Sonstiges

Im September 2025 trat Penélope Cruz bei dem Konzert Together for Palestine in der Londoner OVO Arena Wembley auf, dessen Umsatz vollständig an palästinensische Hilfsorganisationen geflossen sei.

Literatur

Commons: Penélope Cruz – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Penélope Cruz bei Who’s Who Germany, The People-Lexicon, abgerufen am 11. Februar 2024.
  2. ↑ Tom Cruise and Penélope Cruz's Relationship Timeline: A Look Back instyle.com, abgerufen am 12. Juli 2026 (englisch)
  3. ↑ Hochzeitsglocken: Penélope Cruz ist unter der Haube, faz.net
  4. ↑ Exclusiva en ¡HOLA! Penélope Cruz y Javier Bardem: ha sido niño y nació el sábado. In: ¡Hola!, 26. Januar 2011 (spanisch)
  5. ↑ Meldung der Geburt und des Geschlechts Auf: jolie.de
  6. ↑ Almodóvar Special: Der Busen der Penélope Cruz, gesehen von Pedro Almodóvar. moviepilot.de
  7. ↑ moviepilot.de
  8. ↑ kino.de
  9. ↑ Penelope Cruz löst Scarlett Johansson als „Sexiest Woman Alive“ ab (Memento vom 16. Oktober 2014 im Internet Archive), wirtschaftsblatt.at, Artikel vom 13. Oktober 2014, abgerufen am 13. Oktober 2014.
  10. ↑ Zahlreiche Stars bei "Together for Palestine". In: Stern. 18. September 2025, abgerufen am 8. Februar 2026.
  11. ↑ Andreas Borcholte: (S+) »Together for Palestine«-Konzert in London: Ein Konflikt, den selbst Pop nicht vereinfachen kann. In: Der Spiegel. 18. September 2025, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 8. Februar 2026]).
  12. ↑ Michael Hann: Together for Palestine concert: Benedict Cumberbatch, Damon Albarn and Neneh Cherry take stage at galvanising and star-studded gig for Gaza. In: The Guardian. 18. September 2025, ISSN 0261-3077 (theguardian.com [abgerufen am 8. Februar 2026]).
VorgängerinAuszeichnungNachfolgerin
Scarlett JohanssonSexiest Woman Alive
2014
Emilia Clarke
Personendaten
NAME Cruz, Penélope
ALTERNATIVNAMEN Cruz Sánchez, Penélope (vollständiger Name)
KURZBESCHREIBUNG spanische Schauspielerin und Oscar-Preisträgerin
GEBURTSDATUM 28. April 1974
GEBURTSORT Alcobendas, Spanien