Peng Huanwu

Peng Huanwu, 2. von li. in der obersten Reihe, auf dem Foto des Dublin Institute for Advanced Studies (DIAS) Gruppe in 1942.

Peng Huanwu (chinesisch 彭桓武; * 6. Oktober 1915; † 28. Februar 2007) war ein chinesischer Kern- und Teilchenphysiker, der im chinesischen Kernwaffenprogramm beteiligt war und als Akademiker der Chinese Academy of Sciences (CAS) Forschung betrieb.

Pengs Forschungsgebiete waren die Teilchenphysik, theoretische Physik, die Physik der Atomkerne (Kernphysik), die Reaktortheorie und Reaktorsicherheit, neben anderen Aktivitäten.

Er wurde auch Peng H. W. geschrieben.

Werdegang

Peng Huanwu graduierte von der Tsinghua-Universität und erlangte einen Doktor der Philosophie und Wissenschaft an der Universität Edinburgh im Jahr 1940. Er forschte dann am University College Dublin und in Edinburgh weiter. Peng arbeitet zu dieser Zeit mit renommierten Theoretikern, z. B. Walter Heitler oder James Hamilton, aus Europa zusammen. Sie erforschten kosmische Mesonen. Zusammen mit Max Born erhielt er den MacDougal-Brisbane Prize der Royal Society of Edinburgh.

Ende 1947 kehrte er nach China zurück. 1948 wurde er Mitglied der Royal Irish Academy. 1955 wurde er zum Mitglied der Chinesischen Akademie der Wissenschaften (CAS) benannt.

Im Jahr 1960 war er stellvertretender Direktor des Institute 401, heute das China Institute of Atomic Energy (CIAE). Der 401-Direktor war Qian Sanqiang.

Ab 1961 wurde er stellvertretender Direktor des 9. Büros des 2. Ministeriums für Maschinenbauindustrie, auch bekannt 9. Akademie. Als Teil des 9. Büros war er zusammen mit Yu Min Mitglied der Forschungsgruppe für leichte Atomkerne, welche später mit einer zweiten Gruppe, dem Institut für Kernwaffenforschung (chinesisch 核武器研究院), fusioniert wurde und als 9. Akademie hervorging.

Die 9. Akademie (heute die China Academy of Engineerin Physics) war die wissenschaftliche Basis für das „Zwei Bomben, ein Stern“ (两弹一星功勋奖章) Programm, dem Kernwaffen- und Raketenprogramm der VR China. Die theoretischen Arbeiten fanden in Quinghai an der Basis 221 statt und endeten in der Erfindung der chinesischen Atom- und Wasserstoffbombe.

Er war Professor an der Yunnan und Tsinghua-Universität. Später war er Vizedirektor am Institute of High Energy Physics (CAS) und gründete als Direktor das Institute of Theoretical Physics (CAS) von 1978 bis 1983. Das Peng Huanwu Center for Fundamental Theory (PCFT) der University of Science and Technology of China (USTC) in Hefei, ist nach ihm benannt.

Nach 1980 wurde er mit einer Vielzahl an Preise ausgezeichnet, u. a. 1999 für seine Arbeiten im Kernwaffenprogramm.

Seine Ehefrau ab 1958 war Liu Bingxian aus Shandong, eine Ärztin im staatlichen Kindergarten. Bingxian starb 1977 an Lungenkrebs. Er hatte einen Sohn Peng Zhengyu, welcher in Peking Physik studierte und in die USA zum Studium ging. Er wurde Assistenzprofessor, verstarb jedoch 2005 an Knochenkrebs in den USA. Seine Schwiegertochter ist Luo Li und arbeitet am Gesundheitsforschungszentrum der University of Connecticut. Seine Ekelin ist Peng Liyuan.

Peng starb im Jahr 2007.

Referenzen

  1. ↑ 彭桓武. In: Baidu. Abgerufen am 29. März 2026 (chinesisch).
  2. ↑ Huan-Wu Peng - People--Institute of Theoretical Physics,Chinese Academy of Sciences. In: Institute of Theoretical Physics. CAS, archiviert vom Original am 16. April 2017; abgerufen am 29. März 2026 (englisch).
  3. ↑ 已故院士名单----中国科学院学部与院士. In: CAS. Abgerufen am 29. März 2026 (chinesisch).
  4. ↑ W. Heitler, H. W. Peng: The influence of radiation damping on the scattering of mesons: II. Multiple processes. In: Mathematical Proceedings of the Cambridge Philosophical Society. Band 38, Nr. 3, Juli 1942, ISSN 0305-0041, S. 296–312, doi:10.1017/S0305004100021976 (englisch, cambridge.org [abgerufen am 29. März 2026]).
  5. ↑ W. Heitler, H. W. Peng: Anomalous Scattering of Mesons. In: Physical Review. Band 62, Nr. 1-2, 1. Juli 1942, ISSN 0031-899X, S. 81–82, doi:10.1103/PhysRev.62.81 (englisch, aps.org [abgerufen am 29. März 2026]).
  6. ↑ J. Hamilton, W. Heitler, H. W. Peng: Theory of Cosmic-Ray Mesons. In: Physical Review. Band 64, Nr. 3-4, 1. August 1943, ISSN 0031-899X, S. 78–94, doi:10.1103/PhysRev.64.78 (englisch, aps.org [abgerufen am 29. März 2026]).
  7. ↑ Hui Zhang: The short march to China’s hydrogen bomb. In: Bulletin of the Atomic Scientists. 11. April 2024, abgerufen am 29. März 2026 (amerikanisches Englisch).
  8. ↑ Xu Baofeng: Two Bombs and One Satellite (两弹一星). In: Contextual Dictionary of Chinese Cultural Knowledge. Springer Nature Singapore, Singapore 2025, ISBN 978-981-99-5008-9, S. 890–891, doi:10.1007/978-981-99-5009-6_10352 (englisch, springer.com [abgerufen am 29. März 2026]).
  9. ↑ Peng Huanwu Center for Fundamental Theory. Abgerufen am 29. März 2026 (englisch).
Personendaten
NAME Peng, Huanwu
ALTERNATIVNAMEN 彭桓武 (chinesisch)
KURZBESCHREIBUNG chinesischer Kern- und Teilchenphysiker
GEBURTSDATUM 6. Oktober 1915
STERBEDATUM 28. Februar 2007