
Schlauchkupplungen (auch Schnellkupplung, Monokupplung, Multikupplung) werden benötigt, um Maschinen oder Anlagen mit gasförmigen und flüssigen Medien sowie mit Strom zu versorgen. Zur flexiblen und damit wirtschaftlichen Nutzung sind viele Leitungen nicht fest miteinander verbunden, sondern durch Schnellkupplungen trennbar gestaltet. Sie ermöglichen ein rationelles und zuverlässiges Anschließen und Auswechseln von Systemen, Aggregaten, Geräten etc.
Die Bauform hängt ab:
Kupplungssysteme wie die Perrot-Kupplung (s. u.: Hochwasserschutz) werden auch zur Verbindung mobiler Rohrleitungen verwendet, etwa Schnellkupplungsrohren.
Intelligente Schlauchkupplungen enthalten elektronische Bauteile, die zur Erfassung der Kupplungspaarung im Rahmen der Prozesssteuerung dienen.
Zum Schließen und Lösen einiger Schlauchkupplungen werden spezielle Kupplungsschlüssel verwendet.
Man unterscheidet Einfach-(Mono-) und Mehrfach-(Multi-)Schnellkupplung.
Mit Multikupplungen lassen sich mehrere Leitungen gleichzeitig kuppeln. Multikupplungen werden insbesondere in kostenintensiven Anlagen und Maschinen eingesetzt, also dort, wo kurze Rüstzeiten und die Unverwechselbarkeit von Leitungen besonders wichtig sind.
Neben den zuvor verwendeten Begriffen (Mono- und Multikupplung) findet man auch vom Einsatzgebiet her abgeleitete Begriffe.
Pneumatikkupplungen sind Kupplungen für Luftdruckschläuche in der Pneumatik. Dabei kommt es darauf an, ob die Schläuche für eine dauernde Verbindung gedacht sind oder ob sie oft verbunden und wieder geöffnet werden. Dabei ist oft ein Teil als Rückschlagventil ausgeführt und verschließt den Schlauch beim Entkuppeln.
Zu den Pneumatikkupplungen gehören auch Druckluft-Sicherheitskupplungen. Sie verhindern durch ihre einmalige Restdrucksteuerung den gefährlichen Peitscheneffekt beim Entkuppeln von Druckluftschläuchen absolut zuverlässig. Die vollständige Entriegelung ist erst möglich, wenn der nippelseitige Druck eine sicherheitsrelevante Schaltschwelle unterschritten hat.

Pneumatikkupplungen oder Druckluftkupplungen müssen so ausgewählt werden, dass sie, wenn sie gekuppelt oder entkuppelt werden, das Kupplungsteil nicht durch den Druck gefährlich wegschleudern (ISO 4414).

Hydraulikkupplungen sind für hydraulische Geräte, zum schnellen Wechsel von Werkzeugen z. B. beim Bagger wechseln von Greifer auf Schaufel. Man unterscheidet Schraub- und Steckkupplungen.
Auch bei der Feuerwehr gibt es für den hydraulischen Rettungssatz solche Kupplungen. Diese müssen im Normalfall wesentlich höhere Drücke aushalten (bis zu 1000 bar)
Gas-Schlauchkupplungen werden in der Industrie und im Handwerk eingesetzt. Mit Gas-Schlauchkupplungen (Einhand-Schnellkupplungen) lassen sich schnell und ohne Werkzeug Arbeitsgeräte anschließen oder Schlauchleitungen verlängern.
Die Gas-Schlauchkupplungen werden für viele technische Gase (Brenngase) wie Acetylen, Wasserstoff, Ethen, Erdgas, Propan, Butan sowie Sauerstoff und Druckluft angeboten. Sie werden nach der Norm EN 561 hergestellt und sind für unterschiedliche Gasarten (Brenngas, Sauerstoff oder nicht brennbare Gase) codiert. Für die Kupplungen gibt es die jeweils passenden Kupplungsstifte nach Norm aus Edelstahl.

Wasser-Schlauchkupplungen werden in der Industrie, im Garten- und Landschaftsbau sowie im Heimbereich verwendet, und zwar:
Im professionellen Bereich werden vorwiegend Klauenkupplungen verwendet, beispielsweise GEKA-plus Schnellkupplungen.

Auch bei Gartenschläuchen haben sich verschiedene Systeme verbreitet. Das einfachste ist die Kupplung zum Verschrauben. Weit verbreitet hat sich aber auch die Steckkupplung von Gardena, zu der zahlreiche Hersteller kompatible Produkte anbieten.
Eine Sonderform von Schlauchkupplungen stellen die im Brandschutz verwendeten Kupplungen für wasserführende Armaturen im Bereich Wasserentnahme und Wasserfortleitung dar. So wird heute europaweit hauptsächlich die als Bajonettverschluss ausgeführte und nach dem Erfinder benannte Storz-Kupplung verwendet.

Im Hochwasserschutz werden bei kleinen Pumpen oft gleiche Kupplungen wie im Brandschutz verwendet. Bei hohen Pumpleistungen werden oft nicht seitengleiche Kupplungssysteme wie Perrot-Kupplungen verwendet.
Aus Sicherheits-, Funktions- oder Umweltschutzgründen kann es sein, dass Clean-Break-Kupplungen eingesetzt werden müssen. Sie besitzen stirnseitig plane Ventile, sogenannte leckarme Ventile bzw. Trockenventile. Die Ventile sind bei diesen Schnellverschlusskupplungen nach dem Prinzip der Volumenverdrängung aufgebaut, wodurch ein Kuppeln fast ohne Lufteinschluss und ein Entkuppeln fast ohne Medienverlust möglich ist.
Verladekupplungen werden vor allem in der chemischen Industrie zur Verladung gefährlicher und umweltschädlicher Stoffen eingesetzt. Sie sind in der Regel mit einem Nottrennsystem ausgestattet. Dank flexibler, beweglicher Trennstellen innerhalb der Rohrleitung ist ein gefahrenloses Verladen etwa in Waggons oder Schiffe auch dann möglich, wenn sich die Transportelemente bewegen.