Peter Knoch (* 3. März 1935 in Aachen; † 1994) war ein deutscher Historiker und Geschichtsdidaktiker.
Knoch studierte an den Universitäten Bonn und Basel Geschichte und Deutsch sowie ergänzend Philosophie und Sport. 1965 wurde er an der Universität Bonn mit einer von Helmut Beumann betreuten Studie zu Albert von Aachen promoviert. Anschließend arbeitete er bis 1969 als wissenschaftlicher Assistent von August Nitschke am Historischen Institut der Technischen Hochschule Stuttgart.
1969 wurde Knoch an die Pädagogische Hochschule Ludwigsburg berufen und dort 1972 zum Professor für Geschichte und Didaktik der Geschichte ernannt. Auf der fachwissenschaftlichen Ebene befasste sich Knoch schwerpunktmäßig mit der Rekonstruktion des Kriegsalltages in verschiedenen historischen Epochen und quellenkritischen Untersuchungen zur Feldpost aus den beiden Weltkriegen. Seine umfangreiche Sammlung liegt heute im Archiv der Stuttgarter Bibliothek für Zeitgeschichte.
Knoch leistete wesentliche Beiträge zur Didaktik eines offenen Geschichtsunterrichts mit den Prinzipien des Entdeckenden Lernens, wobei er von der Leitvorstellung ausging, dass Geschichtsunterricht nur gelingen könne, wenn Schüler geschichtliche Probleme zu „ihrem Problem“ machten, wofür der Unterricht kreative Anregungen und fachliche Hilfestellung zu leisten habe. Knoch war Herausgeber des fünfbändigen im Klett-Verlag erscheinenden unterrichtlichen Standardwerkes Spurensuche Geschichte. Anregungen für einen kreativen Geschichtsunterricht und gehörte von 1987 bis zu seinem Tod 1994 dem wissenschaftlichen Redaktionsbeirat der im Westermann Schulbuchverlag erscheinenden Fachzeitschrift Praxis Geschichte an.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Knoch, Peter |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Historiker und Geschichtsdidaktiker |
| GEBURTSDATUM | 3. März 1935 |
| GEBURTSORT | Aachen |
| STERBEDATUM | 1994 |