
Peter Nickl (* 26. August 1958 in München) ist ein deutscher Autor, Herausgeber und Dozent für Philosophische Anthropologie.

Peter Nickl legte 1977 sein Abitur ab und wurde dann in die Stiftung Maximilianeum aufgenommen. Ab 1978 studierte er Rechtswissenschaften und Deutsche Literatur an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Während eines Stipendiums von 1980 bis 1981 im Collegio Ghislieri in Pavia studierte er Philosophie bei Franco Alessio (1925–1999), Fulvio Papi (* 1930) und Mario Vegetti, und setzte von 1981 bis 1982 seine philosophischen Studien an der Ludwig-Maximilians-Universität München fort. 1985 schrieb er sein Magister Artium zum Thema „Die ,Ethica‘ des Peter Abaelard“ bei Werner Beierwaltes.
1991 wurde Nickl bei Robert Spaemann mit einer Dissertation über Jacques Maritain an der Universität München promoviert. Im selben Jahr begann er eine Tätigkeit als wissenschaftlicher Assistent am Forschungsinstitut für Philosophie Hannover bei Reinhard Löw. Nach dem Tod von Reinhard Löw 1994 wechselte Nickl zu Richard Schenk. 1995 erhielt Nickl einen Lehrauftrag für Philosophische Anthropologie am Philosophischen Seminar der Universität Hannover.
Mit einem Stipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft habilitierte sich Nickl im Jahr 2000 an der Universität Regensburg. 2001 begann er dort seine Lehrtätigkeit und war von 2003 bis 2010 nebenher Professurverwalter am Philosophischen Seminar der Leibniz Universität Hannover.
2008 leitete Peter Nickl das erste „Festival der Philosophie“ in Deutschland. 2009 wurde er zum außerplanmäßigen Professor an der Universität Regensburg ernannt. Von 2010 bis 2012 vertrat er Thomas Leinkauf an der Universität Münster. 2013 war Peter Nickl Lehrbeauftragter an der Leibniz-Stiftungsprofessur Hannover und 2014 bei den Germanisten.
Peter Nickl ist Mitglied im Hannoverschen Künstlerverein (HKV).
Er gab Texte verschiedener Philosophen des Mittelalters heraus (Boetius von Dacien, Petrus Damiani, Thomas von Aquin, Bonaventura, Petrus Johannis Olivi).
Er arbeitet daran, die mittelalterliche Anthropologie für ein Verständnis der Moderne fruchtbar zu machen: während seit Descartes’ „ich denke, also bin ich“ sich ein einseitig intellektbasiertes Menschenbild etabliert hat, sah das Mittelalter den menschlichen Geist von den komplementären Fähigkeiten „intellectus“ und „affectus“ bestimmt. Hieran anknüpfend, ließen sich Alternativen zu einer von KI bestimmten Zukunft entwickeln.
Peter Nickl Sendung Gedankenstrom: Zwischen intellectus und affectus: 250 Jahre Philosophie von Descartes bis Nietzsche, in h1–Fernsehen aus Hannover
Peter Nickl Sendung Gedankenstrom: 'Geheimnis der Freiheit'
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Nickl, Peter |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Philosoph, Autor, Herausgeber und Lehrbeauftragter |
| GEBURTSDATUM | 26. August 1958 |
| GEBURTSORT | München |