
Peter von der Lippe (* 23. Juni 1942; † 22. Juli 2016), auch Peter Michael von der Lippe, war ein deutscher Statistiker und Ökonom.
Nach dem Studium der Volkswirtschaftslehre an den Universitäten in München und Marburg mit dem Abschluss Diplom-Volkswirt im Jahr 1967 arbeitete er erst als wissenschaftlicher Assistent und dann als Dozent (Juniorprofessor) an der Universität Marburg. Die Promotion zum Dr. rer. pol. erfolgte im Jahr 1971. Das Thema der Dissertation lautete „Statistische Methoden zur Messung der sozialen Schichtung“. Im Januar 1976 nahm er einen Ruf als Professor für Statistik an die Universität-Gesamthochschule Essen an und lehrte dort und an der später durch Fusion entstandenen Universität Duisburg-Essen bis 2007.
In der Forschung begleitete er in Deutschland und Europa die Arbeit der amtlichen Statistik, insbesondere durch Arbeiten zur Indextheorie und Preisstatistik. Seine Beiträge zum Fach Wirtschaftsstatistik hatten Einfluss in den statistischen Ämtern in Deutschland, der Europäischen Union, den Nachfolgestaaten der Sowjetunion (GUS) und der Volksrepublik China. Sein Lehrbuch zur Wirtschaftsstatistik wurde gemeinsam mit dem Statistischen Bundesamt ins Russische und Chinesische übersetzt. Im Zusammenhang mit seinen Forschungen zur Indextheorie kritisierte er die Rolle der so genannten „Frankfurter Schule der Statistik“.
Für die Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages „Aufarbeitung von Geschichte und Folgen der SED-Diktatur in Deutschland“ erstellte er das Gutachten „Die gesamtwirtschaftlichen Leistungen der DDR-Wirtschaft in den offiziellen Darstellungen“.
Im Jahr 2016 verlieh das Statistische Bundesamt einen Peter-von-der-Lippe-Gedenkpreis.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Lippe, Peter von der |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Statistiker und Ökonom |
| GEBURTSDATUM | 23. Juni 1942 |
| STERBEDATUM | 22. Juli 2016 |