

Das ehemalige Söldenanwesen Petersleite 9 ist ein denkmalgeschütztes Wohnhaus in Eichstätt. Das Jurahaus wird unter der Nummer D-1-76-123-184 als Baudenkmal geführt.
Das Haus befindet sich in der Eichstätter Sebastiansvorstadt in der Petersleite. Die steile Straße führt der Leite entlang vom Kolpinghaus zur Frauenbergkapelle.
Die Bayerische Denkmalliste beschreibt das Haus wie folgt: „Giebelständiges Wohnhaus mit Fachwerk-Kniestock, 1718/19 (dendrochronologisch datiert), traufseitig angeschlossen Stadel des 19. Jahrhunderts mit ummauerter Hofraum mit Ställen, am Wohnhaus Kalksteinrelief mit Wappen, bezeichnet mit dem Jahr 1760, darüber Madonnenfigur des 18./19. Jahrhunderts.“
Das Haus wurde 1719 mit einfachen Mitteln errichtet. Die Ausfachung des Fachwerks wurde mit nur faustgroßen Steinen vorgenommen, die vermutlich auf dem Frauenberg gesammelt wurden. Weitere Steine aus dem Stadtgebiet stammen von im Dreißigjährigen Krieg zerstörten Gebäuden. 1850 wurde an das Gebäude eine Scheune angebaut. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden Heimatvertriebene in dem Gebäude einquartiert. Um die drei Familien in dem 65 m² großen Haus unterzubringen, wurden verschiedene Umbauten an dem Gebäude vorgenommen. Später stand das Gebäude mehrere Jahrzehnte leer. 1996 begann eine umfassende Renovierung, die bis 2002 andauerte. Dabei wurde auch die ehemalige Scheune als Wohnraum in das Gebäude integriert.
Koordinaten: 48° 53′ 26,1″ N, 11° 10′ 41,6″ O