Petro Iwanowytsch Antyp (ukrainisch Петро Іванович Антип, russisch Пётр Иванович Антып; * 4. April 1959 in Horliwka, Ukrainische SSR, Sowjetunion) ist ein ukrainischer Maler, Bildhauer und Unternehmer.
Antyp studierte von 1980 bis 1984 an der Pensaer Kunstschule. Er arbeitete dann im Donezker Kunstkombinat. 1989 gewann Antyp den 1. Preis des Bildhauersymposiums in Ternopil. 1990 wurde er Stipendiat der Vereinigung der Künstler der UdSSR. Seit 1992 ist er Mitglied der Union der Künstler der Ukraine.
1994–1995 lebte Antyp in Paris und arbeitete dort mit Anton Solomoukha zusammen. 1995 fand seine erste Einzelausstellung in der Galerie Nesle in Paris statt. 1996 nahm er an einer ukrainisch-französischen Gemeinschaftsausstellung in Bordeaux teil. 1997 hatte er in Magdeburg seine erste Einzelausstellung in Deutschland.
Er schuf 1999 eine Jenakijew-Skulptur und gestaltete dann mit dem Bildhauer Dmytro Iljuchin und der Architektin Olha Wereschtschahina ein Jenakijew-Denkmal, das 2010 im Zentrum Jenakijewes enthüllt wurde. Antyp organisierte das Bildhauersymposium Ukrainische Steppe, das zu dem 2006 eröffneten Skulpturenpark Ukrainische Steppe am Puschkin-Boulevard in Donezk führte mit Antyps Skulpturenkomposition David und Goliat. 2007 fand auf seine Initiative im Horliwkaer Kunstmuseum eine Ausstellung mit den Werken junger Horliwkaer Bildhauer und eigenen Werken statt.
Antyp wurde 2007 Leiter der lokalen Organisation der sozialliberalen Europäischen Partei der Ukraine in der Oblast Donezk.
2008 wurde Antyps Skulptur Geldbaum auf der internationalen Ausstellung des Luxus in Kiew ausgestellt. Er gründete die Kreativgruppe Schid (Osten), deren künstlerische Methodik als figurativer Symbolismus angesehen wird. Für Horliwka schuf Antyp das Denkmal des Stadtgründers Pjotr Gorlow (1999), eine Büste Taras Schewtschenkos, ein Denkmal der Afghanistan-Kämpfer und die Allee des Schülerruhms. Auch schuf er ein Denkmal für das Saporischschjaer Stadtoberhaupt Oleksandr Poljak. Werke Antyps gibt es in der Art-Galerie 13 und in Museen der Ukraine sowie in Privatsammlungen Ihor Dytschenkos und anderer. Zum Valentinstag 2012 schufen Antyp, Walentin Nowikow und Mykola Birjutschinski auf dem Gorlow-Platz in Horliwka herzförmige Eisskulpturen. Auch veranstaltete Antyp in diesem Jahr das Rockfestival Gorliwka Biker Music Fest und kandidierte in der Parlamentswahl in der Ukraine 2012.
2014 zog er aus dem unter russischer Besatzung stehenden Horliwka in die Oblast Kyjiw. 2021 fand die Einzelausstellung des Künstlers Moderne Archaik im Ukrainischen Haus statt. Im Korsak-Museum für Zeitgenössische Ukrainische Kunst in Luzk schuf Antyp von 2022 bis 2024 das monumentale Gemälde Kosmogonie, das die Geschichte des Universums und der Menschheit thematisiert. Mit einer Fläche von 2000 m² ist das Werk als größtes Gemälde der Welt konzipiert. Am 14. Oktober 2026 wurden bei einem russischen Drohnenangriff ein Teil der Kosmogonie beschädigt.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Antyp, Petro |
| ALTERNATIVNAMEN | Antyp, Petro Iwanowytsch; Антып, Пётр Иванович (russisch); Антип, Петро Іванович (ukrainisch) |
| KURZBESCHREIBUNG | sowjetisch-ukrainischer Bildhauer |
| GEBURTSDATUM | 4. April 1959 |
| GEBURTSORT | Horliwka, Ukrainische SSR, Sowjetunion |