Pfösing

Pfösing (Dorf)
Ortschaft
Katastralgemeinde Pfösing
Pfösing (Österreich)
Pfösing (Österreich)
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Mistelbach (MI), Niederösterreich
Gerichtsbezirk Mistelbach
Pol. Gemeinde Wolkersdorf im Weinviertel
Koordinaten 48° 23′ 52″ N, 16° 26′ 30″ OKoordinaten: 48° 23′ 52″ N, 16° 26′ 30″ Of1
Höhe 310 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft 227 (1. Jän. 2026)
Fläche d. KG 2,6 km² (31. Dez. 2023)
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 05136
Katastralgemeindenummer 15212
Zählsprengel/ -bezirk Pfösing (31655 005)
Bild
Ortsansicht mit Kirche
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS
f0
f0
227

Pfösing (früher Piesing) ist eine Ortschaft und eine Katastralgemeinde der Stadtgemeinde Wolkersdorf im Weinviertel im Bezirk Mistelbach in Niederösterreich mit 227 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2026). Bis Ende 1969 bestand der Ort als selbständige Ortsgemeinde.

Geografie

Das vom Münichsthaler Graben, einem rechten Zubringer zum Russbach entwässerte Dorf ist über die Landesstraße L3107 erreichbar, die von der Brünner Straße nach Westen abzweigt. Am 1. April 2020 umfasste die Ortschaft 132 Adressen.

Geschichte

Die Einwohner waren Bauern und Weinhauer mit guter Grundbestiftung, deren Felder nur Korn und Hafer einbrachten und daher auch der Weinbau ein wichtiger Erwerbszweig war; Obstbau und Viehzucht hingegen waren gering ausgeprägt und deckten nur den häuslichen Bedarf ab. Immer wieder machten Regengüsse zu schaffen, die das Erdreich abspülten, schrieb Schweickhardt im 19. Jahrhundert.

Im Jahr 1822 wurde der Ort als Dorf mit 15 Häusern genannt, das nach Manhartsbrunn eingepfarrt war, wohin auch die Kinder eingeschult wurden. Die Herrschaft Ulrichskirchen besaß die Ortsobrigkeit, übte die Landgerichtsbarkeit aus, besorgte die Konskription und hatte die Grundherrschaft inne.

Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in der Ortsgemeinde Pfösing ein Bäcker, ein Gastwirt, drei Gemischtwarenhändler, eine Milchgenossenschaft, ein Obst- und Gemüsehändler, ein Schmied, eine Trafikantin und zwei Viktualienhändler ansässig.

Im Zuge der Niederösterreichischen Kommunalstrukturverbesserung vereinigten sich per 1. Jänner 1970 die bis dahin selbständigen Gemeinden Münichsthal, Pfösing und Wolkersdorf.

Literatur

Commons: Pfösing – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2026 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2026), (ODS, 500 KB)
  2. 1 2 Gemeindeänderungen ab 1945. Statistik Austria, S. 29. In: Änderungen in der Verwaltungsgliederung. Statistik Austria (ZIP, 1,3  MB; Inhalt PDF); abgerufen am 27. Dezember 2025. (LGBL. NÖ. Nr. 047/1970)
  3. ↑ Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen: Österreichisches Adressregister, Stichtagsdaten vom 1.4.2020 (online)
  4. ↑ Joseph von Steinius: Topographischer Land-Schematismus oder Verzeichniß aller im Erzherzogthume Oesterreich unter der Enns befindlichen Ortschaften als Städte, Märkte, Schlösser, Ämter, Dörfer, Rotten und einzelne Häuser, die eigene Nahmen haben, Anzahl der Häuser sowohl, als der betreffenden Pfarren, Schulörter, Patronate, Decanate, Werbbezirke, Landgerichte, Ortsobrigkeiten, Grund- und Conscriptions-Herrschaften, dann der nächsten Poststationen zur Auf- und Abgabe der Briefe. Zweiter Band: M–Z. Verlag Anton Strauß, Wien 1822, S. 118f (Pfösing in der Google-Buchsuche).
  5. ↑ Adressbuch von Österreich für Industrie, Handel, Gewerbe und Landwirtschaft, Herold Vereinigte Anzeigen-Gesellschaft, 12. Ausgabe, Wien 1938 PDF, Seite 396