Philipp Ackermann

Philipp Ackermann, 2016

Philipp Friedrich Johannes Ackermann (* 24. Juni 1965 in Miltenberg) ist ein deutscher Diplomat. Er ist seit September 2026 deutscher Botschafter in China.

Leben

Philipp Ackermann wurde als Sohn des Ingenieurs Christoph Ackermann und dessen Frau Brita Katharina Maria, geb. Gräfin Stenbock Fermor, in Miltenberg geboren. Sein Vater war Vorstandsmitglied der Firma Villeroy & Boch. Nach dem Abitur am Johannes-Butzbach-Gymnasium in Miltenberg 1984 und anschließendem Wehrdienst studierte Ackermann Kunstgeschichte, Wirtschaftswissenschaften und Geschichte an den Universitäten Bonn, Heidelberg und Utrecht. Im Januar 1990 legte er in Bonn den Magister ab und wurde im Februar 1993 ebendort mit einer von Justus Müller Hofstede betreuten Arbeit über Textfunktion und Bild in Genreszenen der niederländischen Graphik des 17. Jahrhunderts promoviert.

Ebenfalls 1993 trat er ins Auswärtige Amt ein. Stationen seiner Karriere im Auswärtigen Dienst schließen einen Aufenthalt am niederländischen Außenministerium als Austauschdiplomat, eine dreijährige Tätigkeit als Presse- und Politikreferent an der Botschaft in Rabat und drei Jahre an der politischen Abteilung der Ständigen Vertretung Deutschlands bei den Vereinten Nationen in New York ein.

2002 berief ihn Außenminister Joschka Fischer als Redenschreiber in sein Ministerbüro. In dieser Position blieb er auch im ersten Jahr von Außenminister Frank-Walter Steinmeier. Ab Sommer 2006 leitete Ackermann das Provincial Construction Team in Kundus. Von 2007 bis 2010 war er der Leiter der politischen Abteilung der deutschen Botschaft in Neu-Delhi. Anschließend war er bis 2014 Leiter des Arbeitsstabs Afghanistan/Pakistan im Auswärtigen Amt und gleichzeitig Stellvertreter des Sonderbeauftragten der Bundesregierung für Afghanistan/Pakistan.

Von 2014 bis 2016 arbeitete Ackermann als Gesandter und stellvertretender Botschafter an der Botschaft Washington. 2016 wurde er Beauftragter für Nah- und Mittelost und Nordafrika im Auswärtigen Amt, 2017 wurde er zunächst kommissarisch, 2018 dann endgültig Leiter der politischen Abteilung 3.

Von 2022 bis 2026 war Ackermann deutscher Botschafter in Indien. Als solcher war er in Bhutan nebenakkreditiert. Im Sommer 2026 wechselte er als Botschafter an die Botschaft in Peking.

Engagement

Ackermann war 2001 einer der Mitgründer der International Legal Foundation in New York, einer Nichtregierungsorganisation, die sich der Pflichtverteidigung für Mittellose in Post-Konfliktstaaten annimmt. Er war 15 Jahre im Vorstand dieser Organisation, u. a. als stellvertretender Vorsitzender.

Schriften

Einzelnachweise

  1. ↑ GHdA, Bd. 139, S. 498.
  2. ↑ Philipp Ackermann. Abgerufen am 4. April 2022 (englisch).
  3. ↑ Deutsche Welle (www.dw.com): Wird Merkels Sprecher höchster deutscher Diplomat in Israel? | DW | 01.04.2022. Abgerufen am 4. April 2022 (deutsch).
  4. ↑ India-Germany: The Future | H. E Dr Philipp Ackermann, German Ambassador | VaKu: India & The World. Abgerufen am 12. Oktober 2022 (deutsch).
  5. ↑ Ken Schwencke, Mike Tigas, Sisi Wei, Alec Glassford, Andrea Suozzo, Brandon Roberts: International Legal Foundation Ltd, Full Filing - Nonprofit Explorer. 9. Mai 2013, abgerufen am 4. April 2022 (englisch).
VorgängerAmtNachfolger
Walter Johannes LindnerDeutscher Botschafter in Indien
2022–2026
Jasper Wieck
Patricia FlorDeutscher Botschafter in China
2026–
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Personendaten
NAME Ackermann, Philipp
ALTERNATIVNAMEN Ackermann, Philipp Friedrich Johannes
KURZBESCHREIBUNG deutscher Diplomat
GEBURTSDATUM 24. Juni 1965
GEBURTSORT Miltenberg