Philipp Hack

Philipp Hack (* 1802 in Kirchheimbolanden; † 3. Juni 1865 in Kaiserslautern) war ein pfälzischer Holzhändler und Gutsbesitzer. Er war 1840 bis 1865 mit Unterbrechungen bayerischer Landtagsabgeordneter und von 1858 bis 1864 Bürgermeister von Kaiserslautern.

Leben

Philipp Hack war Holzhändler und Gutsbesitzer. Er wurde in der fünften Wahlperiode 1839–1845 in den Bayerischen Landtag gewählt. Er vertrat dort die Klasse IV vom achten (1840) bis zum zwölften Landtag (1848). Nach einer Beurteilung hieß es 1839: Hack „neige zur liberalen Partei; ganz talentlos, aber vorlaut“. Im Jahr 1848 wurde er zur liberal-demokratischen Opposition gezählt. In der siebten Wahlperiode 1848–1849 wurde am 7. Dezember 1848 zum ersten Mal nach neuem Wahlrecht gewählt. Hack, Theodor Berkmann und Peter Eymann waren die ersten Abgeordneten des Stimmkreises/Wahlbezirks Kaiserslautern-Kirchheimbolanden. Der 13. Landtag trat am 15. Januar 1849 zusammen. Die 19 Abgeordneten aus der Rheinpfalz galten dort als Vertreter der „radikalen Linken“. Nach dem gescheiterten Pfälzischen Aufstand wurde der 13. Bayerische Landtag am 10. Juni 1849 durch König Maximilian II. aufgelöst.

In der achten Wahlperiode 1849–1855 gehörte Hack erst wieder dem 16. Landtag (1853–1855) an. In der neunten Wahlperiode (1855–1858) gehörte er nicht dem 18. Landtag an, als Nachfolger wurde Franz Flamin Meuth gewählt. Da Ludwig Weis als Oppositioneller der Regierung Pfordten wiederum zum Zweiten Präsidenten der Abgeordnetenkammer gewählt wurde, löste der König den Landtag noch vor seiner Eröffnung auf. Zwei Monate später wurde Hack bei den Neuwahlen am 14. Dezember 1858 anstelle Meuths wieder in den Landtag gewählt. Im 19. Landtag (1859) waren von 18 pfälzischen Landtagsmitgliedern: Sechs Landkommissäre bzw. Beamte, drei hohe Juristen, drei Richter, fünf Gutsbesitzer und der Anwalt Friedrich Mahla. Nach der Generalamnestie des Jahres 1865 unter König Ludwig II. zogen wieder pfälzische Liberale in die Parlamente ein.

Als Bürgermeister von Kaiserslautern diente Hack von 1858 bis 1864, als Abgeordneter vom 19. bis zum 21. Landtag (1865). Nach seinem Tod rückte Carl Ludwig (von) Golsen für ihn nach. Dieser hatte die anwesenden hochverratsverdächtigten Teilnehmer des Pfälzischen Aufstands im Schwurgerichtsverfahren von 1851 verteidigt.

Literatur

Fußnoten

  1. 1 2 3 Philipp Hack in der Parlamentsdatenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte in der Bavariathek..
  2. ↑ Haus der Bayerischen Geschichte: 13. Landtag: 1849 (7. Wahlperiode 1848–1849). Abgerufen am 2. Februar 2026.
  3. 1 2 Amnestie und Mandate. In: Böttcher: Familienbande. S. 310.