| Pictoepalpus clarus | ||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Systematik | ||||||||||||
| ||||||||||||
| Wissenschaftlicher Name der Gattung | ||||||||||||
| Pictoepalpus | ||||||||||||
| Townsend, 1915 | ||||||||||||
| Wissenschaftlicher Name der Art | ||||||||||||
| Pictoepalpus clarus | ||||||||||||
| Townsend, 1915 |
Pictoepalpus clarus ist ein Zweiflügler aus der Familie der Raupenfliegen (Tachinidae). Die Art wurde 1915 von dem US-amerikanischen Entomologen Charles Henry Tyler Townsend erstbeschrieben und der neu eingeführten Gattung Pictoepalpus zugewiesen. Das lateinische Art-Epitheton clarus bedeutet „hell“. Der Gattungsname bezieht sich auf das Taxon Epalpus. Das Präfix picto bedeutet „farbig“. Die monotypische Gattung Pictoepalpus wird der Tribus Tachinini innerhalb der Unterfamilie Tachininae zugeordnet.
Es handelt sich 10–11 mm lange beborstete Fliegen. Townsend (1915) beschrieb die Gattung Pictoepalpus wie folgt. Die Gattung Pictoepalpus unterscheidet sich von Chromoepalpus dadurch, dass das zweite Glied der Arista (Fühlerborste) sehr langgestreckt ist. Das dritte Fühlerglied ist an der Spitze nicht abgerundet, sondern abgestutzt und leicht winkelig, wobei es sich besonders bei den Männchen zum Ende hin stark verbreitert. Die Flügel sind im Verhältnis kürzer. Die Apikalzelle ist weniger langgestreckt und nicht so weit geöffnet, zudem endet sie deutlich vor der Flügelspitze. Die apikale Querader ist nicht auffällig nach innen gebogen. An ihrem Ursprung befindet sich eine Falte, wobei dieser Ursprung nicht so nah am Hinterrand liegt. Auf dem zweiten Segment finden sich nur wenige Diskalborsten lediglich ein oder zwei Paare, ähnlich wie auf dem dritten und dem Analsegment. Das Analsegment weist bei beiden Geschlechtern büschelförmige Ansammlungen von Makrochaeten (kräftige Borsten) auf. Die Vordertarsen der Weibchen sind stark verbreitert.
Die Art beschrieb Townsend (1915) wie folgt: Die Grundfarbe ist ein klares Hellgelb. Der Kopf ist silbrig bestäubt. Auf dem Gesichtsschild ist die Bestäubung weiß, am übrigen Kopf einschließlich der Stirn weist sie einen goldenen Schimmer auf. Die Stirnmitte (Frontalia) sowie die ersten beiden Fühlerglieder sind rötlich-gelb, das dritte Fühlerglied und die Fühlerborste (Arista) sind schwarz. Das Mesoscutum (Rückenplatte) und das Scutellum sind durchgehend in einem klaren, gelblich-bräunlichen Farbton gehalten und silbrig bestäubt, wobei ein leichter goldener Schimmer erkennbar ist, dabei bleiben mehr oder weniger deutliche Reste von sieben schmalen Längsstreifen (Vittae) sichtbar. Die Pleuren, die Coxae und Femora zeigen nahezu denselben gelblich-bräunlichen Farbton wie das Mesoscutum. Die Tibien sind eher gelblich-braun, die Metatarsen rötlich-gelb, die übrigen Tarsenglieder schwarz. Der Hinterleib ist an den Seiten der ersten drei Segmente breit hellgelb gefärbt, wobei auf dem zweiten und dritten Segment jeweils eine klare, gelblich-bräunliche, annähernd dreieckige Zeichnung verbleibt. Jene auf dem dritten Segment ist dabei größer als die auf dem zweiten. Ein kleiner Fleck derselben Farbe findet sich am seitlichen Hinterwinkel des zweiten Segments, ein weiterer in der Mitte des ersten Segments unterhalb des Scutellums. Das Analsegment ist vollständig in dieser Farbe gehalten, die sich zudem auf die hinteren Seitenwinkel des dritten Segments erstreckt. Die gelblich-bräunlichen Bereiche des Hinterleibs sind mit derselben Bestäubung bedeckt wie das Mesoscutum. Die Ventralseite des Hinterleibs ist durchgehend klar hellgelb, mit Ausnahme des Analsegments sowie der schmalen hinteren Ecken des zweiten und dritten Segments. Bei einigen Exemplaren ist der gelblich-bräunliche Farbton an Thorax und Hinterleib deutlich dunkler, insbesondere bei den mittig gelegenen Dreiecken auf dem Hinterleib sowie bei den Flecken am Analsegment. Die Flügel sind recht gleichmäßig rauchig getrübt. Ein weißlicher, schräg verlaufender Bereich erstreckt sich von der Basis der Diskoidalzelle bis zum Ende der ersten Längsader. Dieser Bereich kann sich bis in die Basis der vierten Hinterrandzelle und den Großteil der zweiten Costalzelle ausdehnen und ist häufig deutlich gelblich angehaucht. Die äußerste Flügelbasis ist gelblich, unmittelbar daran schließt sich ein schwärzlicher Bereich an. Die Tegulae sind gelblich-bräunlich und entsprechen in ihrer Farbe dem Thorax.
Pictoepalpus clarus kommt in Peru vor. Die Exemplare, die Townsend (1915) für die Beschreibung von Art und Gattung dienten, stammen aus dem Flusstal des Río Rímac östlich von Lima. Die Fundorte liegen auf Höhen von 2400–2700 m am Westhang der peruanischen Westkordillere.
Pictoepalpus clarus ist ein Endoparasitoid. Wirte sind offenbar noch nicht bekannt.