Pierre Costar

Pierre Costar (* 1603 in Paris; † 13. Mai 1660 in Le Mans) war ein französischer Schriftsteller.

Leben und Werk

Pierre Costar, Sohn eines Pariser Hutmachers, schlug eine weltlich orientierte Karriere als römisch-katholischer Geistlicher und Gelehrter ein und wurde 1648 Mitglied des Domkapitels der Kathedrale von Le Mans. Er ist vor allem bekannt aus einer Polemik über die Briefe von Vincent Voiture. Dessen Neffe, Martin de Pinchesne (1616–1680), hatte die Briefe nach Voitures Tod 1548 veröffentlicht. Sofort wurden sie mit denen von Jean-Louis Guez de Balzac aus dem Jahr 1624 verglichen, denen gegenüber sie einen wesentlich freieren und spontaneren Stil pflegten, welcher dem Zeitgeist entgegenkam. Costar, der sich seiner Freundschaft mit Voiture aber auch der 20-jährigen Freundschaft mit Gilles Ménage rühmte, dem bedeutendsten Philologen seiner Zeit, übernahm auf Wunsch Pinchesnes die Verteidigung Voitures, nachdem er früher auch Balzac bewundert hatte. Der noch lebende Balzac bat den Gelehrten Paul-Thomas de Girac († 1663), gegen Costar vorzugehen. Die Polemik erstreckte sich über mehrere Jahre und brachte 5 Schriften hervor. Zusätzlich veröffentlichte Costar seine Gespräche mit Voiture, die in jüngster Zeit kritisch herausgegeben wurden, sowie eigene Briefe, die aber nach dem Urteil von Alain Viala unbedeutend sind.

Werke (Auswahl)

Polemik zwischen Costar und Girac

Weitere Schriften

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Viala 1984, S. 555
Personendaten
NAME Costar, Pierre
KURZBESCHREIBUNG französischer Schriftsteller
GEBURTSDATUM 1603
GEBURTSORT Paris
STERBEDATUM 13. Mai 1660
STERBEORT Le Mans