Pietro Sorri (* 1556 in San Gusmè; † 1622 in Siena) war ein italienischer Maler.



Die Malerei erlernte er zunächst bei Arcangelo Salimbeni in Siena. Später lernte er bei Domenico Cresti (auch Domenico Passignano bzw. Il Passignano genannt), dessen Tochter er später heiratete. Am Beginn seiner Karriere folgte er dem Stil des Manierismus, später speziell dem venezianischen Manierismus von Passignano, den Robustis (Tintoretti) und dem Paolo Veroneses. Die Tintoretti und Veronese lernte er bei seinem Aufenthalt in Venedig (1582 bis 1587) kennen. Zu den Hauptwerken seiner ersten Schaffensperiode in Siena gehört die Epifania im Dom von Siena (Altare dei Magi, 1588). Von 1592 bis 1595 war er in Lucca aktiv, wo er in zahlreichen Kirchen Fresken und Ölgemälde hinterließ. Zwischen 1595 und 1597 lebte er in Genua, wo Giovanni Carlone und Bernardo Strozzi zu seinen Schülern gehörten. Danach hielt er sich in Pavia auf, um mit Alessandro Casolani in der Certosa di Pavia Fresken zu gestalten. 1599 kehrte er nach Siena zurück, wo er weitere vier Jahre aktiv war. In dieser Zeit gehörte Astolfo Petrazzi seinen Schülern. Das Jahr 1603 verbrachte er in Pistoia, hier hinterließ er im Dom (San Zeno, zusammen mit seinem Schwiegervater Il Passignano) und in der Basilica della Madonna dell’Umiltà weitere Werke. Danach malte er in Florenz, wo er mit Ottavio Vannini (* 15. September 1585 in Florenz; † 1653 ebenda) die Capella Brunaccini der Basilica della Santissima Annunziata 1605 vervollständigte. In Florenz blieb er bis 1610. Seine Werke im Convento de las Descalzas Reales in Valladolid entstanden durch eine Schenkung von Cosimo II. de’ Medici an Spanien aus dieser Zeit. Von 1610 bis 1612 hielt er sich in Rom auf, danach kehrte er nach Siena zurück, wo er 1622 verstarb.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Sorri, Pietro |
| KURZBESCHREIBUNG | italienischer Maler |
| GEBURTSDATUM | 1556 |
| GEBURTSORT | San Gusmè |
| STERBEDATUM | 1622 |
| STERBEORT | Siena |