| Pilea peperomioides | ||||||||||||
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Pilea peperomioides | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Pilea peperomioides | ||||||||||||
| Diels |
Pilea peperomioides ist eine Pflanzenart aus der Gattung Kanonierblumen (Pilea) innerhalb der Familie der Brennnesselgewächse (Urticaceae). Sie kommt nur in den chinesischen Provinzen südwestliches Sichuan und westliches Yunnan vor. Im deutschsprachigen Raum werden die Trivialnamen Glückstaler, Chinesischer Geldbaum, Ufopflanze, Missionarspflanze, Pfannkuchenpflanze und Bauchnabelpflanze verwendet.

Pilea peperomioides ist eine ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 30 bis 40 Zentimetern und einen Durchmesser von 40 bis 50 Zentimetern. Die Sprossachse ist grünlich bis dunkel-braun, meist einfach, oft aufrecht gerade, an der Basis etwas verholzt. Alle Pflanzenteile sind kahl. Auffällig sind ihre großen, eiförmigen bis rundlichen (tellerförmigen), glänzenden, schraubig-gegenständigen Laubblätter, die einen Durchmesser von bis über 9 Zentimeter aufweisen können. Die Blattstiele sind 2 bis 17 Zentimeter lang.
Es werden rispige Blütenstände gebildet, die kleinen, eingeschlechtlichen Blüten sind unscheinbar. Die Art ist überwiegend zweihäusig (diözisch), gelegentlich werden aber auch männliche und weibliche Blüten an einer Pflanze produziert.
Pilea peperomioides ist eine C3-Pflanze, aber in geringem Umfang auch zum CAM-Stoffwechsel fähig.
Die seltene Pilea peperomioides kommt nur in den chinesischen Provinzen südwestliches Sichuan und westliches Yunnan vor. Sie gedeiht auf schattigen, feuchten Felsen in Wäldern in Höhenlagen von 1500 bis 3000 Metern. Ihre Wildbestände sind möglicherweise gefährdet.
Die Erstveröffentlichung von Pilea peperomioides erfolgte 1912 durch Friedrich Ludwig Emil Diels in Notes from the Royal Botanic Garden, Edinburgh, Band 5, Seite 292–293. Die Typus-Exemplare wurden 1905 und 1910 von George Forrest in der chinesischen Provinz Guangdong in Höhenlagen von 2000 bis 2700 Metern gesammelt.
Nach Europa gelangten Pflanzenexemplare 1946 durch den norwegischen Missionar Agnar Espegren. Aufgrund der Ähnlichkeit ihrer Laubblätter zu derer einiger Arten der Peperomien war Pilea peperomioides anfänglich im Verdacht, zu dieser Gattung zu gehören, und bekam nach der Zuordnung der Art zu den Kanonierblumen deshalb den Namenszusatz peperomioides. Die Zuordnung erfolgte über eine Untersuchung der männlichen Blüten, die den untersuchenden Botanikern nicht sofort vorlagen, was die Zuordnung erschwerte.
Pilea peperomioides wird als Zimmerpflanze genutzt. Geschätzt wird die schöne Gestalt, die leichte Pflege und das schnelle Wachstum. Sie bildet schnell wachsende Ausläufer, die häufig als glückbringende Pflanze („Glückstaler“) oder Freundschaftspflanze weitergegeben werden. Sie wird größtenteils durch Ableger vegetativ vermehrt. Sie wurde aufgrund ihrer Anspruchslosigkeit von der Royal Horticultural Society 1993 mit dem Award of Garden Merit ausgezeichnet.