Pinakoid

Pinakoid mit Symmetrie­zentrum (1);
(2) ist das Flächenpaar des Pinakoids

Das Pinakoid (zu altgriechisch πίναξ pínax „Brett, Tafel“) ist ein Begriff aus der Kristallographie und beschreibt eine Flächenform aus zwei parallel zueinander liegenden Flächen. Meist handelt es sich dabei um Flächen spezieller Lage, die parallel zu zwei (im hexagonalen System zu drei) Achsen liegen und die dritte bzw. vierte schneiden. Das verbindende Symmetrieelement ist ein Symmetriezentrum, eine Spiegelebene oder eine zweizählige Drehachse.

Da das Pinakoid keine geschlossene Form ist, kann es nur in Kombinationen vorkommen. Ein Kristall besteht oft aus einem Prisma und einem Pinakoid.

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Wilhelm Gemoll: Griechisch-deutsches Schulwörterbuch und Handwörterbuch. 10., völlig neu bearbeitete Auflage. Bearbeitet und durchgesehen von Therese Aigner, Josef Bedrac, Renate Oswald, Jörg Schönbacher, Clemens Schuster, Rudolf Wachter, Franz Winter. Oldenbourg Schulbuchverlag, München u. a. 2006, ISBN 3-486-00234-1.
  2. ↑ Pinakoīd. In: Brockhaus Konversations-Lexikon. 14. Auflage. Band 13: Perugia – Rudersport. Brockhaus, Leipzig 1895, S. 151 (retrobibliothek.de).