| Marktgemeinde Pinggau | ||
|---|---|---|
| Wappen | Österreichkarte | |
| Basisdaten | ||
| Staat: | ||
| Land: | ||
| Politischer Bezirk: | Hartberg-Fürstenfeld | |
| Kfz-Kennzeichen: | HF (ab 1.7.2013; alt: HB) | |
| Fläche: | 58,99 km² | |
| Koordinaten: | 47° 27′ N, 16° 4′ O | |
| Höhe: | 527 m ü. A. | |
| Einwohner: | 3.113 (1. Jän. 2026) | |
| Bevölkerungsdichte: | 53 Einw. pro km² | |
| Postleitzahlen: | 8243, 8240, 2872, 7423 | |
| Vorwahl: | 03339 | |
| Gemeindekennziffer: | 6 22 33 | |
| NUTS-Region | AT224 | |
| UN/LOCODE | AT PGG | |
| Adresse der Gemeinde- verwaltung: |
Hauptplatz 1 8243 Pinggau | |
| Website: | ||
| Politik | ||
| Bürgermeister: | Sebastian Wolf (ÖVP) | |
| Gemeinderat: (Wahljahr: 2020) (21 Mitglieder) |
||
| Lage von Pinggau im Bezirk Hartberg-Fürstenfeld | ||
| Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria | ||
Die Marktgemeinde Pinggau mit 3164 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2019) liegt in der nordöstlichen Steiermark (Österreich) im Gerichtsbezirk Fürstenfeld und im politischen Bezirk Hartberg-Fürstenfeld am Fuße des Wechsels.
Pinggau liegt ca. 20 km nördlich der Bezirkshauptstadt Hartberg im Nordosten des Bezirks. Die Gemeinde wird von der Pinka durchflossen, einem Nebenfluss der Raab. Die Pinka entspringt im äußersten Nordwesten des Gemeindegebietes, das von zahlreichen Zuflüssen entwässert wird.
Pinggau wird im Norden durch den Wechsel begrenzt und hat dort mit dem Niederwechsel (1669 m), dem Irrbühel (1423 m), dem Windhag (1395 m) und dem Hochkogel (1314 m) seine höchsten Erhebungen. Nach Osten hin fällt das Gemeindegebiet zur Pinka hin ab. Pinggau ist mit seiner Nachbarstadt Friedberg zusammengewachsen. Die Gemeindegrenze zwischen den beiden Ortskernen verläuft demzufolge sehr unübersichtlich und ist für Außenstehende nicht klar erkennbar.
Das Gemeindegebiet grenzt im Norden an Niederösterreich (Mönichkirchen) und im Süden an das Burgenland (Pinkafeld).
Gliederung
| ||||
Legende zur Gliederungstabelle
|
Pinggau setzt sich aus acht Katastralgemeinden zusammen (Stand: 15. Mai 2001):
| Katastralgemeinde | Fläche (ha) | weitere Ortsteile |
|---|---|---|
| Baumgarten | 975,58 | Koglreith, Pichlhöf, Rosenbichl |
| Haideggendorf | 327,70 | Schäffernsteg |
| Pinggau | 221,34 | – |
| Schaueregg | 1955,07 | Glashütte, Tränktörl |
| Sinnersdorf | 272,61 | – |
| Sparberegg | 703,78 | – |
| Tanzegg | 527,53 | Lafnitzdorf, Schäffernsteg |
| Wiesenhöf | 915,70 | Brandstatt, Dirnegg, Steirisch-Tauchen |
Die Gemeinde setzt sich aus folgenden Ortschaften zusammen (in Klammern Einwohner, Stand 1. Jänner 2026):
Der Hauptort Pinggau bildet mit den Ortschaften Dirnegg, Haideggendorf und Wiesenhöf einen geschlossenen Siedlungsraum.
Die Gemeinde bildet gemeinsam mit Friedberg, Dechantskirchen und Schäffern den Tourismusverband „Wechselland“. Dessen Sitz ist die Gemeinde Schäffern.
| Sankt Lorenzen am Wechsel | Aspangberg-Sankt Peter, Mönichkirchen | Schäffern |
| Friedberg, Dechantskirchen | Schäffern | |
| Friedberg | Pinkafeld | Wiesfleck |


Eine frühe Mautstelle beweist, dass Pinggau ein alter Straßenknotenpunkt und die angrenzende Stadt Friedberg nur zu dessen Schutz errichtet worden ist. Trotzdem wurden Pinggau und seine Kirche erst 1377 erstmals erwähnt.
Das Gemeindegebiet umfasste schon bei der Gemeindebildung im Jahr 1849 die heutige Ausdehnung von Schaueregg im Norden bis Sinnersdorf an der ehemals ungarischen Reichsgrenze im Süden. Ausgenommen davon ist die Katastralgemeinde Sparberegg, die mit 1. Jänner 1969 von Schäffern zu Pinggau kam.
Die Führung der Bezeichnung Marktgemeinde wurde am 11. Juni 1931 vom Steiermärkischen Landtag verliehen.
| Pinggau: Einwohnerzahlen von 1869 bis 2026 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Jahr | Einwohner | |||
| 1869 | 2.386 | |||
| 1880 | 2.324 | |||
| 1890 | 2.321 | |||
| 1900 | 2.330 | |||
| 1910 | 2.620 | |||
| 1923 | 2.697 | |||
| 1934 | 2.854 | |||
| 1939 | 2.842 | |||
| 1951 | 2.887 | |||
| 1961 | 2.867 | |||
| 1971 | 3.031 | |||
| 1981 | 3.063 | |||
| 1991 | 3.141 | |||
| 2001 | 3.075 | |||
| 2011 | 3.096 | |||
| 2021 | 3.142 | |||
| 2026 | 3.113 | |||
| Quelle(n): Statistik Austria, Gebietsstand 1.1.2021 | ||||
Pinggau weist mit der Meisterfrost Tiefkühlkosterzeugungs-Gesellschaft m.b.H. und der BT-Watzke GmbH Kapselerzeugungsunternehmen zwei Unternehmen unter den zehn größten Produktionsbetrieben im Arbeitsmarktbezirk Hartberg auf.


Der Gemeinderat hat 21 Mitglieder.
Eine Fusion der Gemeinden Pinggau und Friedberg, deren Ortskerne bereits seit Jahrzehnten einen geschlossenen Siedlungsraum bilden, scheiterte im Rahmen der Steiermärkischen Gemeindestrukturreform 2015.
Das Wappen der Gemeinde Pinggau wird wie folgt beschrieben:
„Ein goldenes Schild, in dem auf einem goldenen Postamente die Szene der Beweinung des vom Kreuze abgenommenen Leichnams Christi dargestellt ist. Hinter dem Leichnam sitzend drei Heiligengestalten: in der Mitte die Mutter Gottes, zur Rechten der Apostel Johannes, zur linken Maria Magdalena. Die Mutter Gottes, bekleidet mit einem roten Gewande, einem blauen goldverbrämten Mantel, einem weißen Haupttuche und einem gleichfarbigen Halstuche, stützt mit ihrer rechten Hand den aufgerichteten Oberkörper des Leichnams Christi und hält dessen linken Arm mit ihrer linken Hand. Der heilige Johannes, angetan mit einem grünen Gewande mit goldenem Ärmelaufschlag und mit einem roten, goldverbrämten Mantel, stützt mit beiden Händen das Haupt Christi. Die heilige Maria Magdalena, bekleidet mit einem rotgrünen Gewande und den Kopf bedeckt mit einem weißen Tuche, hält in ihrer Rechten ein goldenes Salbölgefäß; ihr linker Arm ist aufgerichtet. Den Schild umgibt eine ornamentierte, bronzefarbene Randeinfassung.“