Piotr Chruściel

Pjotr Chruściel (2005)

Piotr Tadeusz Chruściel (* 10. August 1957 in Zabrze) ist ein polnischer Physiker, Mathematiker und Hochschullehrer an der Universität Wien. Er arbeitet im Bereich der Mathematischen Physik und der Gravitationsphysik, insbesondere zu Problemen der allgemeinen Relativitätstheorie, etwa der Beschreibung von Schwarzen Löchern.

Biografie

Chruściel, geboren in Polen, erwarb 1975 sein Certificat de Maturité am Collége Rousseau in Genf in der Schweiz. Er studierte Physik und schloss 1980 mit dem Master (MSc. Physics) an der Universität Warschau ab. Seine Promotion bei Jerzy Kijowski zum PhD Physics durch die Polnische Akademie der Wissenschaften beendete er 1986. Bis 1996 forschte er als Senior Research Associate an der Akademie in Warschau. Neben verschiedenen anderen, internationalen Forschungsstipendien war er 1992 bis 93 Humboldt-Stipendiant am Max-Planck-Institut für Astrophysik in Garching sowie 1998 und 2006 Humboldt-Stipendiant und Research Fellow am Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik (Albert-Einstein-Institut) in Potsdam.

Von 1994 bis 2010 war er außerdem Professor für Mathematik an der Universität Tours in Frankreich, wobei er von 2006 bis 2010 beurlaubt war, um eine Professur für Mathematik an der University of Oxford (Vereinigtes Königreich) wahrzunehmen.

Seit 2010 ist er Professor für Gravitational Physics an der Universität Wien. Von 2011 bis 2016 war er Mitglied der Leitung des Internationalen Erwin Schrödinger Institut für Mathematik und Physik (ESI).

Er organisierte und leitete zahlreiche wissenschaftliche Veranstaltungen. Von 1997 bis 2004 gehörte er der Redaktion von Classical and Quantum Gravity, einer Peer-Review-Zeitschrift des Institute of Physics, an. Seit 2000 gehört er der Redaktion der Annales Henri Poincaré, der Zeitschriftenreihe des Institut Henri Poincaré, und seit 2008 der Redaktion von Communications in Mathematical Physics an.

Chruściel ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Forschungsschwerpunkte

Chruściel arbeitet im Bereich der Mathematischen Physik und der Gravitationsphysik, insbesondere zu Problemen der allgemeinen Relativitätstheorie, einschließlich der Beschreibung von Schwarzen Löchern.

Er untersuchte beispielsweise das Anfangswertproblem für die Einstein-Gleichungen, die Lorentzsche Geometrie nichtdifferenzierbarer Metriken oder den Einfluss schwacher Gravitationsfelder auf die Ausbreitung photonischer Zustände in dielektrischen Wellenleitern. Dazu kombiniert er Methoden aus Differentialgeometrie, Topologie und partiellen Differentialgleichungen.

Auszeichnungen und Ehrungen

Publikationen (Auswahl)

Bücher

Artikel

Einzelnachweise

  1. 1 2 3 4 5 Curriculum. In: univie.ac.at. Universität Wien, abgerufen am 6. Februar 2025 (englisch).
  2. 1 2 3 4 5 The ESI Medal 2024 goes to Piotr T. Chruściel. In: esi.ac.at. Internationales Erwin Schrödinger Institut für Mathematik und Physik, 28. April 2024, abgerufen am 6. Februar 2025 (englisch).
  3. ↑ Research. In: univie.ac.at. Universität Wien, abgerufen am 6. Februar 2025 (englisch).
Personendaten
NAME Chruściel, Piotr
ALTERNATIVNAMEN Chruściel, Piotr T.; Chruściel, Piotr Tadeusz
KURZBESCHREIBUNG polnischer mathematischer Physiker und Hochschullehrer
GEBURTSDATUM 10. August 1957
GEBURTSORT Zabrze