In der Graphentheorie ist ein Pisot-Graph ein selbstähnlicher Graph, der mit Hilfe einer Pisot-Zahl definiert wird.
Gegeben sei eine Pisot-Zahl . Auf dem Folgenraum wird eine Äquivalenzrelation mittels
definiert.
Die Eckenmenge des Pisot-Graphen ist durch gegeben, wobei die Äquivalenzklassen der Relation bezeichnet. Es gibt also maximal Ecken in , durch die Identifizierungen können es aber auch weniger Ecken sein.
Die Ecke wird mit und durch eine Kante verbunden, hierdurch ist die Kantenmenge gegeben.

Der einfachste Pisot-Graph ist der Fibonacci-Graph, er ist durch den goldenen Schnitt bestimmt, der die Gleichung erfüllt. Aus dieser Gleichung ergibt sich, dass mit identifiziert wird, weshalb in diesem Fall nur 7 Ecken hat.
Ähnlich wird (1,0,0,0) mit (0,1,1,0), (1,0,0,1) mit (0,1,1,1), (0,1,0,0) mit (0,0,1,1) und (1,1,0,0) mit (1,0,1,1) identifiziert, weshalb in diesem Fall nur 12 Ecken hat.
Der Fibonacci-Graph kann auch als Cayley-Graph der Halbgruppe beschrieben werden.
Weitere Pisot-Graphen erhält man durch andere Pisot-Zahlen. Insbesondere ist der durch die Nullstelle von bestimmte Graph nicht planar, siehe Abbildung.

Die Wachstumsrate des Pisot-Graphen ist durch gegeben. Dies ist eine Konsequenz des klassischen Garsia-Lemmas.