| Polevsko | ||||
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| Basisdaten | ||||
| Staat: | ||||
| Region: | Liberecký kraj | |||
| Bezirk: | Česká Lípa | |||
| Fläche: | 444,4319 ha | |||
| Geographische Lage: | 50° 47′ N, 14° 32′ O | |||
| Höhe: | 490 m n.m. | |||
| Einwohner: | 432 (1. Jan. 2023) | |||
| Postleitzahl: | 471 16 | |||
| Kfz-Kennzeichen: | L | |||
| Struktur | ||||
| Status: | Gemeinde | |||
| Ortsteile: | 1 | |||
| Verwaltung | ||||
| Bürgermeister: | Martina Rašínová (Stand: 2026) | |||
| Adresse: | Polevsko 152 471 16 Polevsko | |||
| Gemeindenummer: | 561959 | |||
| Website: | www.polevsko.info | |||
| Lage von Polevsko im Bezirk Česká Lípa | ||||
Polevsko (deutsch Blottendorf) ist eine Gemeinde im Okres Česká Lípa in der Region Liberec in Tschechien.
Polevsko (Blottendorf) liegt am Südhang des Lausitzer Gebirges im Tal des Baches Šporka am Fuße des Berges Klíč (Kleis). Es liegt etwa drei Kilometer nordwestlich von Nový Bor (Haida).
Die Gemeinde besteht im Wesentlichen aus der Ortschaft Polevsko (Blottendorf) sowie dem etwas südlich davon gelegenen Weiler Klučky (Schönfeld).
Der Ortsname Blottendorf wurde offiziell von der Gründung des Ortes im Mittelalter bis kurz nach dem Zweiten Weltkrieg verwendet. Bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs und der anschließenden Vertreibung der deutschsprachigen Bevölkerung blieb Blottendorf der amtliche Name im damaligen Sudetenland. Mit der Wiederherstellung der Tschechoslowakei und der gezielten tschechischen Neubesiedlung der Grenzgebiete wurde der Ort in Polevsko umbenannt. Von 1980 bis 1990 verlor der Ort kurzzeitig seine Eigenständigkeit als Gemeinde und war ein Teil der Stadt Nový Bor (Haida), bevor er im Sommer 1990 wieder eine unabhängige Gemeinde unter dem Namen Polevsko wurde. Der tschechische Name Polevsko ist eng mit der geografischen Lage des Ortes verbunden und leitet sich von der tschechischen Bezeichnung für „Feld“ ab.
Die Pfarrei Blottendorf unterstand zeitweise dem Patronat der Familie Kinsky sowie dem Großprior des Malteserordens (Sitz in Bürgstein/Sloup).
Das Dorf mit Glasmachertradition wurde um 1400 erstmals urkundlich erwähnt. Die ersten Zunftprivilegien wurden den hiesigen Glasmalern, -gravierern und -schleifern bereits im Jahr 1683 von Hroznata von Kokořov, dem Herrn der hiesigen Herrschaft, verliehen. Im 17. Jahrhundert siedelten sich hier Glasschleifer aus Bayern und Schlesien an, die in einer Glashütte arbeiteten. Mitglieder der Glasmacherfamilie Preußler gründeten hier im 17. Jahrhundert einen später erfolgreichen Glashandel.
Verwaltungstechnisch bildete Blottendorf ab der Mitte des 19. Jahrhunderts eine Gemeinde im Gerichtsbezirk Haida bzw. im Bezirk Böhmisch Leipa. Im Ort war eine Abteilung vom Gebirgsverein für das nördlichste Böhmen aktiv.
