Pamhagen | ||
|---|---|---|
| Wappen | Österreichkarte | |
| Basisdaten | ||
| Staat: | ||
| Land: | ||
| Politischer Bezirk: | Neusiedl am See | |
| Kfz-Kennzeichen: | ND | |
| Fläche: | 33,04 km² | |
| Koordinaten: | 47° 42′ N, 16° 54′ O | |
| Höhe: | 121 m ü. A. | |
| Einwohner: | 1.455 (1. Jän. 2026) | |
| Bevölkerungsdichte: | 44 Einw. pro km² | |
| Postleitzahl: | 7152 | |
| Gemeindekennziffer: | 1 07 16 | |
| NUTS-Region | AT112 | |
| UN/LOCODE | AT PAM | |
| Adresse der Gemeinde- verwaltung: |
Dorfplatz 1/1 7152 Pamhagen | |
| Website: | ||
| Politik | ||
| Bürgermeister: | Josef Tschida (ÖVP) | |
| Gemeinderat: (Wahljahr: 2022) (21 Mitglieder) |
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| Lage von Pamhagen im Bezirk Neusiedl am See | ||
Türkenturm | ||
| Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria | ||
Pamhagen (ungarisch Pomogy) ist eine Gemeinde mit 1455 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2026) im nördlichen Burgenland im Bezirk Neusiedl am See in Österreich.
Pamhagen liegt am Rande des nordburgenländischen Teilgebietes Waasen, zwischenzeitlich auch Wasen (ungar.: Hanság). Das Gemeindegebiet grenzt an Ungarn, wobei etwa die Hälfte der Grenze entlang des Einser-Kanals verläuft. Weitere Ortsteile sind das Feriendorf Pannonia und der Tierpark Pamhagen.
Nachbargemeinden:
| Sankt Andrä am Zicksee | ||
| Apetlon | Wallern im Burgenland | |
| Ungarn |
1268 wird der Ort erstmals urkundlich erwähnt. 1380 wird ein Pfarrer Johann ecclesiae de Pomog genannt. 1547 erfolgte die Niederschrift eines Bann-Taidings (Gerichtstag). Die erste Erwähnung einer Schule erfolgt 1652.
Die Komitat-Konskription des Jahres 1713 gibt den ersten Hinweis auf Weinbau in Pamhagen. Von 1778 bis 1780 erfolgten der Bau eines Straßendammes durch den Waasen mit 14 hölzernen Brücken von Pamhagen nach Esterház (Länge 7,5 km) und Ende des 19. Jahrhunderts (1897) die Errichtung der Fertövide-er Lokal-Eisenbahn (Neusiedler Seebahn).
Wenige Jahre später, 1909, wird die Pamhagener Kreditgenossenschaft gegründet.
Der Ort gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1920/21 zu Ungarn (Deutsch-Westungarn). Seit 1898 musste aufgrund der Magyarisierungspolitik der Regierung in Budapest der ungarische Ortsname Pomogy verwendet werden. Dabei gehörte Pamhagen (Pomogy) zum Komitat Wieselburg (Moson Vármegye).
Nach Ende des Ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland (siehe auch Geschichte des Burgenlandes).
1948 teilte der „Eiserne Vorhang“ Europa, Pamhagen verlor den Zugang zu Grundeigentum auf ungarischem Territorium.
Nach dem Schließen der Grenzübergänge (Bahn und Straße) zu Ungarn im Jahr 1955 war es nur mit Visum (insbesondere ungarische Arbeitspendler) möglich per Bahn ein- und auszureisen. 1990 wurde die Neusiedler Seebahn für Grenzübertritte geöffnet.
Insbesondere für den Radverkehr war die Wiedereröffnung des Grenzübergangs Pamhagen-Fertöd auf flachem, kurzem Weg nach Ungarn für Nichtmotorisierte um 1991 ein großer Gewinn. 1995 wurde der Übergang auch für land- und forstwirtschaftlichen Verkehr geöffnet, später auch allgemein für Motorisierte.
| Pamhagen: Einwohnerzahlen von 1869 bis 2026 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Jahr | Einwohner | |||
| 1869 | 1.895 | |||
| 1880 | 1.766 | |||
| 1890 | 1.812 | |||
| 1900 | 1.960 | |||
| 1910 | 2.057 | |||
| 1923 | 1.789 | |||
| 1934 | 2.110 | |||
| 1939 | 2.200 | |||
| 1951 | 2.167 | |||
| 1961 | 2.133 | |||
| 1971 | 2.068 | |||
| 1981 | 1.991 | |||
| 1991 | 1.795 | |||
| 2001 | 1.768 | |||
| 2011 | 1.667 | |||
| 2021 | 1.549 | |||
| 2026 | 1.455 | |||
| Quelle(n): Statistik Austria, Gebietsstand 1.1.2021 | ||||
2025 war der Bevölkerungstiefststand mit 1472 Einwohnern erreicht.
Der Gemeinderat umfasst aufgrund der Einwohnerzahl insgesamt 21 Mitglieder.
Das Wappen stammt aus dem 19. Jahrhundert und zeigt eine dreizackige Harpune, die von stilisierten Zweigen umgeben ist. Die mittlere Zacke der Harpune weist einen dreispitzigen Widerhaken auf, die seitlichen Zacken haben nur einen Spitz. Die stilisierten Zweige sind unten gekreuzt und umranken die Harpune U-förmig. Es sind keine Farbensignierungen erhalten, die auf Wappen- und Ortsfarben schließen lassen.