Porzellangasse

Porzellangasse
Wappen
Straße in Wien
Beginn der Porzellangasse an der Berggasse
Basisdaten
Ort  Wien
Ortsteil  Alsergrund
Angelegt  vor dem 18. Jahrhundert
Neugestaltet 
Hist. Namen  Porcellain-Fabriquengasse, Porcellain Gassen, Porzellaingasse, Schmiedgasse
Name erhalten  1825
Anschluss­straßen  Julius-Tandler-Platz, Schlickgasse
Querstraßen  Berggasse, Servitengasse, Müllnergasse, Thurngasse, Grünentorgasse, Fürstengasse, Pramergasse, Seegasse, Glasergasse, Alserbachstraße
Plätze  Jörg-Mauthe-Platz, Bauernfeldplatz
Nummern­system 
Bauwerke 
U-Bahn-Stationen
Nutzergruppen Fußgänger, Radfahrer, motorisierter Individualverkehr, öffentlicher Verkehr: Straßenbahn D
Technische Daten
Straßengestaltung
Länge ca. 870 m

Die Porzellangasse in Wien verbindet im 9. Bezirk Alsergrund das Stadtzentrum im Bereich der Alten Börse mit der Alserbachstraße beim Julius-Tandler-Platz.

Geschichte

K.k. Polizey-Bezirk Roßau, mit Schmiedgasse und Porzellaingasse (1830, Graf Vasquez)

Die Porzellangasse folgt dem Verlauf eines verlandeten Donauarmes bis zum Alserbach. Der Name kommt von der 1718 gegründeten Wiener Porzellanmanufaktur, die sich schließlich von der heutigen Porzellangasse 51 bis zum heutigen Julius-Tandler-Platz erstreckte. So hieß der Bereich vom heutigen Bauernfeldplatz bis zum Alserbach 1778 Porcellain-Fabriquengasse, 1779 Porcellain Gassen und 1810 Porzellaingasse. 1825 wurde der Name in Porzellangasse geändert. Der Abschnitt vom Glacis bis zum Bauernfeldplatz hieß bis 1862 Schmiedgasse.

Die Porzellangasse war der wichtigste Straßenzug der Vorstadt Roßau.

Beschreibung

Die Porzellangasse beginnt (im Sinne der Nummerierung der Gebäude) an einer sternförmigen Kreuzung mit Berggasse, Servitengasse und Schlickgasse (Jörg-Mauthe-Platz). Zu Beginn verläuft sie in etwa nordwestlicher Richtung und beschreibt sodann einen weiten Rechtsbogen, an dessen westlichem Scheitel sie sich im Bereich des Bauernfeldplatzes bis auf nur eine Gebäudebreite (Bauernfeldplatz 2 bzw. 4) der Liechtensteinstraße annähert. Der Rechtszug setzt sich noch kurz fort, sodass sie weiter zunächst in nordnordöstlicher, nach einem leichten Knick nach links bei der Seegasse in annähernd nördlicher Richtung im Wesentlichen gerade bis zum Julius-Tandler-Platz führt.

Die Verbauung besteht überwiegend aus Wohnhäusern der Gründerzeit im Stil des Historismus und des Secessionsstils.

Als lokale Verbindung durch den südöstlichen Teil des 9. Bezirks ist die Porzellangasse als Hauptstraße A eingestuft. Sie steht in beiden Richtungen dem Individualverkehr offen.

Ab Juni 1882 verkehrte durch die Straße die Pferdetramway, die ab Oktober 1900 auf elektrischen Betrieb umgestellt wurde. Seit 1907 bis heute ist dies vor allem die Linie D (früher zeitweise auch Linien 35 und 36). Am Bauernfeldplatz ist ein Umsteigen zur Autobuslinie 40A in der Liechtensteinstraße möglich, am nördlichen Ende der Porzellangasse (Julius-Tandler-Platz) zu den durch die Alserbachstraße verkehrenden Straßenbahnlinien 5 und 12; außerdem beginnt hier die Franz-Josefs-Bahn mit der S-Bahn-Linie S40.

Adressen

Bilder

Literatur

Commons: Porzellangasse – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Streckeneröffnungen – Straßenbahnjournal-Wiki. Abgerufen am 7. Januar 2024.
  2. ↑ Linie D – Straßenbahnjournal-Wiki. Abgerufen am 7. Januar 2024.