| Pottschach (Stadtteil) Ortschaft Katastralgemeinde Pottschach | ||
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| Basisdaten | ||
| Pol. Bezirk, Bundesland | Neunkirchen (NK), Niederösterreich | |
| Gerichtsbezirk | Neunkirchen | |
| Pol. Gemeinde | Ternitz | |
| Koordinaten | 47° 42′ 12″ N, 16° 0′ 4″ O | |
| Höhe | 427 m ü. A. | |
| Einwohner der Ortschaft | 4838 (1. Jän. 2026) | |
| Fläche d. KG | 6,15 km² (31. Dez. 2023) | |
| Postleitzahl | 2630 | |
| Vorwahl | +43/02630 | |
| Statistische Kennzeichnung | ||
| Ortschaftskennziffer | 05251 | |
| Katastralgemeindenummer | 23360 | |
| Zählsprengel/ -bezirk | Pottschach-Mitte / Pottschach-Ost / Pottschach-Nordost / Pottschach-Nordwest / Pottschach-Süd (31839 030/032/035/031/033) | |
Blick auf Pottschach von der Gfiederwarte | ||
| Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS | ||
Pottschach [ˈpɔtˌʃax] ist eine Katastralgemeinde und mit 5057 Einwohnern die zweitgrößte Ortschaft von Ternitz im Bezirk Neunkirchen in Niederösterreich. Pottschach liegt auf 427 m ü. A. Bis 1973 war Pottschach eine eigenständige Gemeinde, ehe sie im Zuge der niederösterreichischen Gemeindereform der Stadtgemeinde Ternitz eingegliedert wurde.
Pottschach liegt am südlichen Ende des Wiener Beckens. Das Ortsgebiet (der Katastralgemeinde) erstreckt sich vom westlichen Ufer der Schwarza nach Westen bis zu den Ausläufern des Schneeberggebietes.
Der Ortskern liegt auf 427 m Seehöhe. Pottschach wird im Norden durch den Gfieder (609 m) und im Nordwesten durch den Kohlberg (708 m) begrenzt. Außerdem befindet sich im Südwesten der Burgstall mit dem Kalvarienberg.
Der Ort grenzt im Südwesten an die Gemeinden Buchbach, im Nordwesten an Bürg-Vöstenhof, im Süden an Grafenbach-Sankt Valentin und im Südosten an Wimpassing im Schwarzatale. Andere Gemeindeteile von Ternitz sind im Nordosten der Kernort Ternitz, im Südwesten Putzmannsdorf und im Westen Holzweg.
Die Strecke der österreichischen Südbahn (Abschnitt Wiener Neustadt – Semmering) trennt den Ort in einen West- und einen Ostteil.
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Klimatabelle für Pottschach 1991–2020
Quelle: Klimadaten der GeoSphere-Austria-Station Pottschach (ID 169), Normalperiode 1991–2020, aufbereitet von Tauernwetter Forschung | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||


Pottschach wurde 1094 erstmals urkundlich erwähnt. Es leitet sich vom alten Wort Botsaha oder Botsach ab, welches „verbotenes Wasser“ oder „Bannwasser“ bedeutet. Das heißt, dass die Untertanen nicht fischen durften. Der Ort bestand aber schon viel früher. Es wurden auf Pottschacher Gebiet steinzeitliche Werkzeuge gefunden. 600 n. Chr. befand sich auf dem Purgstall in Pottschach eine Wehranlage. Durch Funde alter Mauern in der Pfarrkirche konnte nachgewiesen werden, dass schon im 9. Jahrhundert eine karolingische Kirche bestand. Diese wurde um das Jahr 1500 in eine gotische Kirche umgebaut, und 1520 wurde der 25 m hohe Turm errichtet. Im 17. Jahrhundert wurde die Kirche barockisiert.
Das Schloss Pottschach wurde im 16. Jahrhundert unter Bernhard Ursenbeck als Wasserschloss errichtet.
Seit 1864 war Pottschach eine Gemeinde. Die Katastralgemeinden waren Pottschach, Putzmannsdorf und Holzweg.
Im 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts war Pottschach eine beliebte Sommerfrische im südlichen Niederösterreich. Gefördert wurde dies durch den Bau der Südbahn, an die Pottschach 1842 angeschlossen wurde. Viele Sommergäste wohnten entweder im Hotel Rabensteiner oder bauten sich Villen. Noch heute stehen in Pottschach viele dieser Villen, die von einem ehemaligen Urlaubsort zeugen, das Hotel Rabensteiner steht seit vielen Jahren leer.
Gemeinde Pottschach (Katastralgemeinden Pottschach, Holzweg und Putzmannsdorf)
Volksschule
In Pottschach gab es schon im 16. Jahrhundert eine Schule. Bis 1880 gab es eine einklassige Volksschule. Danach wurde eine mehrklassige Volksschule gebaut. Außerdem befand sich in der Pappenfabrik Lautner eine Sonntagsschule für die Kinder der Arbeiter. Als die Schülerzahlen anstiegen, wurde 1969 eine neue Volksschule gebaut, die heutige Dr. Adolf Schärf-Volksschule. In der Kreuzäckergasse wurde außerdem 1998 eine zusätzliche Volksschule errichtet, die Volksschule Kreuzäckergasse.
Hauptschule
1955 wurde in Pottschach eine eigene Hauptschule errichtet. Diese besteht heute noch und wurde in eine Neue Mittelschule (NMS) umgewandelt.
Kindergarten
Heute gibt es in Pottschach drei Kindergärten:


Am Gipfel des Gfieders, einem 609 m hohen Berg in Pottschach, befindet sich eine Aussichtswarte mit Sicht bis zum Neusiedler See. In der Nähe ist einer der ältesten Bäume Österreichs, der Vierbrüderbaum.
Früher befand sich der Friedhof um die Kirche herum. Heute liegt der Friedhof am Fuße des Kalvarienberges.
Neben der Franz-Samwald-Straße befindet sich eine Kriegsgräberanlage der Sowjetarmee, die im Volksmund auch „Russenfriedhof“ genannt wird. Im Winter 1945/46 wurde dieser Friedhof unter der Leitung eines sowjetischen Offiziers nahe der damaligen Ternitzer Straße (heute Franz-Samwald-Straße) bei der Abzweigung Wimpassing errichtet. Zur Zwangsarbeit wurden als Nationalsozialisten eingestufte Österreicher herangezogen, die von sowjetischen Soldaten bei der Arbeit beaufsichtigt wurden. Am 13. April 1946, dem 1. Jahrestag des Einmarsches der Roten Armee, fand die feierliche Eröffnung des 22 Ar großen Soldatenfriedhofs statt. An der Eröffnung nahmen viele sowjetische Offiziere, darunter der in Pottschach stationierte General Zwjetkow teil. Hier sind 236 in der Region gefallene sowjetische Soldaten bestattet. Darunter fallen auch jene Rotarmisten, die in den Quellschutzgebieten der I. Wiener Hochquellenleitung auf dem Schneeberg gefallen und bestattet wurden und nach Kriegsende nach Genehmigung der sowjetischen Kommandantur exhumiert wurden.
Am 30. Januar 1948 erhielt die damalige Gemeinde Pottschach die Obhut über den Friedhof.


Pottschach ist mit der Haltestelle Pottschach seit 1842 an die Südbahn angeschlossen, die ausschließlich von Regionalzügen in Richtung Payerbach-Reichenau und Wien angefahren wird.
2023 wurde mit dem Abriss des alten Bahnhofgebäudes begonnen, da die Haltestelle modernisiert wird. Die ursprünglich für 2027 geplanten Adaptierungsarbeiten wurden auf 2031 verschoben.
