Powalichino

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Weiler
Powalichino
Повалихино
Flagge Wappen
Flagge
Wappen
Föderationskreis Zentralrussland
Oblast Iwanowo
Zeitzone UTC+3
Telefonvorwahl (+7) 49345
Postleitzahl 157141
Kfz-Kennzeichen 37, 137
OKATO 24 221 816 046
Geographische Lage
Koordinaten 57° 0′ N, 43° 37′ OKoordinaten: 57° 0′ 0″ N, 43° 37′ 6″ O
Powalichino (Europäisches Russland)
Powalichino (Europäisches Russland)
Lage im Westteil Russlands

Vorlage:Infobox Ort in Russland/Wartung/Daten

Powalichino (russisch: Повалихино) ist ein Weiler (russisch derewnja) im Rajon Putschesch, in der Oblast Iwanowo in Zentralrussland. Bei der Volkszählung 2010 wurden fünf Einwohner erfasst.

Lage

Der Weiler liegt im Osten der Oblast Iwanowo, etwa 129 Kilometer vom Hauptort Iwanowo und 360 Kilometer von Moskau entfernt, in einer von Nadel- und Laubmischwäldern geprägten Vegetationszone am Ostufer des Gorkier Stausees. Es befindet sich nördlich der Regionalstraße 24K-108, etwa drei Kilometer Luftlinie nordwestlich von Putschesch, dem Verwaltungszentrum des Rajons. Der Ort liegt auf einer Höhe von 114 Metern über dem Meeresspiegel. Der nächstgelegene Ort ist der Weiler Dewkina Gora.

Bürgermeisterwahl 2020

Der damalige Bürgermeister der Landgemeinde Powalichino in der Oblast Kostroma Nikolai Loktew von der Partei Einiges Russland war der einzige Kandidat für die Bürgermeisterwahl 2020, aber ohne Gegenkandidat wäre seine Wahl nicht gültig gewesen. Alle von ihm angefragten Gegenkandidaten sagten ab. Zuletzt fragte er Marina Udgodskaja, die als Reinigungskraft in den Räumen der Gemeindeverwaltung arbeitete. Sie sagte zu, als Strohfrau anzutreten. Bei den Wahlen erreichte sie 62 % der Stimmen und gewann die Wahl. Die damals 35-jährige Parteilose war von der Russischen Partei der Pensionäre nominiert worden.

Der unerwartete Wahlausgang fand sowohl in überregionalen russischen als auch in internationalen Medien Beachtung. Während er in Russland vielfach als Kuriosum und Sensation aufgegriffen wurde, ordneten internationale Medien ihn teilweise in einen größeren Zusammenhang mit den Wahlerfolgen oppositioneller Kandidaten und den politischen Herausforderungen für den Kreml ein.

Einzelnachweise

  1. ↑ https://pop-stat.mashke.org/russia-census-2010/ivanovskaja.htm
  2. ↑ Приказ Министерства природных ресурсов Российской Федерации от 28 марта 2007 г. № 68 «Об утверждении Перечня лесорастительных зон и лесных районов Российской Федерации». Abgerufen am 26. August 2026 (russisch): „Район хвойно-широколиственных лесов европейской части Российской Федерации“
  3. ↑ Povalikhino. In: GeoNames. Abgerufen am 26. August 2026 (englisch).
  4. ↑ Деревня Повалихино, Ивановская область. In: Командировка.ру. Abgerufen am 26. August 2026 (russisch).
  5. ↑ Edgar Schuler: Putzfrau ersetzt ihren Chef als Bürgermeisterin. In: Der Bund. 26. Oktober 2020 (derbund.ch [abgerufen am 26. August 2026]).
  6. ↑ Die Putzfrau, die aus Versehen Bürgermeister wurde Artikel von Timofey Neshitov aus Der Spiegel Nr. 16/2021. Abgerufen am 25. August 2026.
  7. ↑ Russian cleaner sweeps to power in surprise village vote Artikel von Sarah Rainsford vom 29. September 2020 für BBC. Abgerufen am 25. August 2026. (englisch)
  8. ↑ Russian cleaner takes office after surprise election win Artikel vom 1. Oktober 2020 für The Moscow Times. Abgerufen am 25. August 2026. (englisch)
  9. ↑ Shaun Walker: He cheated death, but can Navalny ever break Putin’s grip on Russia? In: The Guardian. 4. Oktober 2020 (englisch, theguardian.com [abgerufen am 26. August 2026]).