| Gen Digital Inc. | |
|---|---|
| Rechtsform | Corporation |
| ISIN | US6687711084 |
| Gründung | 1982 |
| Sitz | Tempe (Arizona), Prag |
| Leitung | Vincent Pilette (CEO) |
| Mitarbeiterzahl | 3400 (2023) |
| Umsatz | 3,81 Mrd. US-Dollar (2023) |
| Branche | Softwareentwicklung |
| Website | gendigital.com |
Gen Digital Inc. (früher Symantec Corporation und NortonLifeLock, Nasdaq: GEN) ist ein US-amerikanischer Entwickler von Sicherheitssoftware für Privatanwender. Der Hauptsitz des Unternehmens liegt in Tempe im Bundesstaat Arizona; und seit der Übernahme von Avast ist Prag ein zweiter Hauptsitz.


Das Unternehmen wurde 1982 von Gary Hendrix unter dem Namen Symantec gegründet. Es ist seit dem 23. Juni 1989 an der Nasdaq börsennotiert.
Im Jahr 1990 übernahm das Unternehmen die Peter Norton Computing und damit die Rechte am Namen Norton, unter dem verschiedene Produkte auch weiterhin vertrieben wurden (Norton Commander, Norton Utilities).
Im Dezember 2004 gab das Unternehmen bekannt, für 13,5 Milliarden US-Dollar den Backup-Spezialisten Veritas Software zu übernehmen. Mit der Übernahme stieg das Unternehmen zu einem der weltgrößten Softwarehäuser auf. 2008 gründete Huawei mit Symantec das Gemeinschaftsunternehmen „Huawei Symantec“. Im Januar 2016 wurde VERITAS wieder verkauft.
Am 5. Oktober 2009 verlegte Symantec seinen Sitz von Palo Alto nach Mountain View.
Mit Ende des Symantec-Geschäftsjahres 2008 legte John W. Thompson sein Amt als Geschäftsführer und Präsident nieder. Seit dem 4. April 2009 war Enrique Salem (früher COO) Präsident und CEO von Symantec. Neuer Chairman of the Board für Symantec war seit dem 25. Oktober 2011 Steve Bennett. Symantec gab am 25. Juli 2012 bekannt, dass Enrique Salem von seinem Posten als President und CEO des Unternehmens zurückgetreten sei. Der Vorstand ernannte Steve Bennett zum neuen President und CEO von Symantec. Zusätzlich behielt er den Posten als Chairman von Symantec bei.
Im Juni 2013 gab Symantec bekannt, 1.700 seiner etwa 21.000 Mitarbeiter bis Anfang 2014 zu kündigen – hiervon sei besonders das Management betroffen.
Die Rückkehr zu einem rein auf Sicherheit fokussierten Unternehmen wurde im Februar 2016 mit dem Verkauf von VERITAS eingeläutet. Diese strategische Neuausrichtung wurde im August des gleichen Jahres durch den Kauf von Bluecoat und Einsetzung von Greg Clark als CEO weiterverfolgt.
Ab dem 17. April 2018 akzeptiert Googles Browser Chrome (> Version 66) keine SSL-Zertifikate von Symantec mehr.
Auf Druck einiger Großaktionäre wurden am 4. November 2019 weite Teile des Unternehmens inklusive des Markennamens Symantec für 10,7 Milliarden US-Dollar an Broadcom Inc. verkauft. Das Privatkundengeschäft mit der Marke Norton sowie LifeLock verblieben bei der Symantec Corporation, die sich daraufhin in NortonLifeLock Inc. umbenannte. Gleichzeitig wurde der Sitz von Mountain View, Kalifornien nach Tempe, Arizona verlegt.
Am 7. Dezember 2020 übernahm NortonLifeLock den deutschen Hersteller von Antivirensoftware Avira. Im August 2021 wurde die Übernahme des tschechischen Herstellers von Antivirensoftware Avast angekündigt.
Im November 2022 wurde das Unternehmen umfirmiert in Gen Digital Inc. mit zwei Hauptquartieren in Tempe (Arizona) und Prag.
Einzelne Produkte von Symantec standen immer wieder in der Kritik. 2012 wurde Symantec in den USA verklagt, weil die Programme Norton Utilities, PC Tools Registry Mechanic sowie PC Tools Performance Toolkit Software den Anwender mit Meldungen von angeblich gefährlichen Problemen konfrontierten, obwohl dies gar nicht der Fall sei und die Produkte somit als Scareware einzustufen seien.
Nach der Übernahme von Symantec durch Broadcom 2019 gab es Berichte von Kunden über Probleme bei Kauf und Verlängerung von Lizenzen bei Sicherheitssoftware wie u. a. Symantec Endpoint Protection.
Im Juni 2021 wurde Nutzern von Norton 360 automatisch eine Kryptowährungs-Mining-Software namens „Norton Crypto“ installiert. Diese soll im Hintergrund mittels der im Computer verbauten Grafikkarte die Kryptowährung Ethereum schürfen und dadurch Geld für den Nutzer generieren. Viele Kunden kritisierten aber, dass ein Sicherheitsprodukt keinen Krypto-Miner integriert haben sollte, da eine Antivirensoftware eigentlich die Installation von Krypto-Mining-Software blockieren sollte. Die Verwendung von „Norton Crypto“ wurde zwar nur als Opt-in angeboten, jedoch war eine Deinstallation nicht einfach möglich.