
Powerbike Winterthur ist ein BMX-Racing- und Mountainbikeclub aus Winterthur. Der Verein stellte bereits mehrere Schweizermeister im Four-Cross und BMX und stellte bisher alle drei Schweizer Olympiateilnehmer im BMX-Racing.
Der Verein wurde als BMX-Club Winterthur am 19. Dezember 1984 gegründet. Gemäss Webseite des Vereins wurde bereits im gleichen Jahr ein erster BMX-Track im Dättnau erbaut. Der Verein wuchs schnell, sodass er bereits 2 Jahre später fast 100 Mitglieder hatte, bereits damals war der spätere Olympiateilnehmer Roger Rinderknecht das jüngste Mitglied des Vereins. So hat der Verein am 26. September 1986 mit der Planung einer neuen BMX-Piste (47° 28′ 35,2″ N, 8° 41′ 54,6″ O) begonnen, die dann knapp ein Jahr später am 16. Oktober 1987 eröffnet werden konnte.
1993 erfolgte die Erweiterung des dort ansässigen BMX-Club Winterthur zu Powerbike Winterthur, um auch den Mountainbike-Bereich abzudecken und die Abwanderung von Mitgliedern zu verhindern, die mit zunehmendem Alter den BMX-Bereich verlassen. Zwischenzeitlich wurden auf der BMX-Strecke im Dättnau auch internationale Rennen ausgetragen, zuletzt am Wochenende des 5./6. Juni 2011, als auf der Winterthurer Piste zum fünften Mal zwei EM-Läufe durchgeführt wurden.
Als die Panzerbrigade 11 2017 als letztes Armeebataillon die Stadt verliess, wurde als Abschiedsgeschenk neben der bestehenden BMX-Strecke ein weiterer Bike-Track für die Disziplinen Downhill und Dirtjump gebaut, welcher gemeinsam mit dem Mountainbike-Club Rahmeschpränger betrieben wird. Da die Armee diese Erdarbeiten jedoch ohne Baubewilligung in einem mit Altlasten belasteten Gebiet (der Hang diente als Zielhang einer Schiessanlage) einfach durchführte, musste die Öffentliche Hand nach diesem «Abschiedsgeschenk» den neu gebauten Bike-Track für 1,4 Millionen Franken sanieren.
Anfangs 2020 platzte der mehrere Jahre geplante Neubau einer neuen BMX-Piste, um wieder internationale Wettkämpfe austragen zu können und auch eine Trainingsstrecke für seine Spitzenathleten zu haben, da die Gesamtkosten von rund fünf Millionen Franken für den Verein nicht finanzierbar waren – unter anderem auch, da die Stadt einen Beitrag von rund drei Millionen Franken an eine neue Strecke verweigerte. Unterdessen machen auch die Überbauung auf dem nahegelegenen Areal der abgebrannten Ziegelei Dättnau sowie das knappe Bauland einen Pistenneubau schwierig.