| PreZero Stiftung & Co. KG | |
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| Rechtsform | Stiftung & Co. KG |
| Gründung | 2018 |
| Sitz | Neckarsulm, |
| Leitung |
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| Mitarbeiterzahl | 23.749 (2024/25) |
| Umsatz | 3,34 Mrd. Euro (2024/25) |
| Branche | Abfallwirtschaft, Recycling |
| Website | prezero.com |
| Stand: 28. Februar 2025 | |
Die Prezero Stiftung & Co. KG (Eigenschreibweise: PreZero; vormals: GreenCycle Stiftung & Co. KG, vorvormals: GreenCycle Holding GmbH & Co. KG) mit Hauptsitz in Neckarsulm, ist ein deutscher Umweltdienstleister, der in der Abfallwirtschaft in den Bereichen Duales System, Entsorgung, Recycling, Verpackungen und Verwertung tätig ist.
Das Unternehmen ist Teil der Schwarz-Gruppe, zu der auch Kaufland, Lidl, Schwarz Produktion und Schwarz Digits gehören.
Prezero verfügt über mehr als 460 Standorte in Deutschland, Belgien, Italien, Luxemburg, den Niederlanden, Österreich, Polen, Portugal und Spanien.
Die 2009 gegründete GreenCycle war ursprünglich für Entsorgung und Management der Wertstoffe innerhalb der Schwarz-Gruppe zuständig. 2014 begann GreenCycle als Berater seine Expertise in Entsorgung und Recycling auch externen Kunden außerhalb der Schwarz-Gruppe anzubieten.
2018 tätigte GreenCycle seinen ersten Zukauf im operativen Entsorgungsmarkt mit dem US-Unternehmen RMG Recycling. Im selben Jahr folgt der Erwerb von Tönsmeier, des zu der Zeit fünftgrößten Entsorgungsdienstleisters Deutschlands. Tönsmeier wurde im Jahr 1927 gegründet, führte 1958 eine staubfreie Müllabfuhr ein, expandierte in den 1990er Jahren in die neuen Bundesländer und eröffnete 1996 eine Niederlassung in Polen.
Seit Anfang 2019 firmieren die Tönsmeier-Standorte in Deutschland und Polen unter der Marke Prezero. Somit begann Prezero mit dem Einstieg in die operative Entsorgung und das Kunststoffrecycling in Deutschland, Polen, Österreich und Italien.
2019 und 2020 folgten mehrere Unternehmensübernahmen, was zu Markteintritten in Italien, Österreich und Schweden führte. Zudem stieg das Unternehmen in das Aluminiumrecycling ein.
Im September 2020 gab Prezero den beabsichtigten Kauf des Abfall- und Recyclinggeschäfts des französischen Suez-Konzerns in den Niederlanden, Luxemburg, Deutschland, Polen und Schweden bekannt. Der Zukauf des Abfall- und Recyclinggeschäfts von Suez in den genannten Ländern, wurde im Juni 2021 erfolgreich abgeschlossen.
Seit 2021 stellt das Unternehmen flexible Kunststoffverpackungen her, bietet Beratungsdienstleistungen zu nachhaltigen Verpackungen an und entwickelte die erste offizielle Zertifizierung für nachhaltiges Abfallmanagement.
Im Juli 2026 übernahm Prezero den portugiesischen Entsorger Tratris mit Sitz in Tondela, der auf die Verwertung von Industrieabfällen spezialisiert ist. Im Oktober 2026 folgte die Übernahme der Autorecycling Kempers GmbH, einem Autorecycling-Unternehmen aus Meppen.
Prezero bietet Leistungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Kreislaufwirtschaft an. Dazu zählen die Sammlung, Sortierung, Aufbereitung und Verwertung von Abfällen sowie die Beratung zu Entsorgungs- und Recyclingprozessen.
Neben den Hauptstandorten gibt es etwa 120 weitere Standorte in Deutschland, an denen etwa 5150 Mitarbeiter, davon 350 in der Zentrale beschäftigt sind.
Prezero arbeitet seit seiner Gründung mit den zur Schwarz-Gruppe gehörenden Einzelhandelsunternehmen Lidl und Kaufland zusammen.
Von 2019 bis 2026 übernahm Prezero die Namensrechte an der damaligen Wirsol Rhein-Neckar-Arena in Sinsheim, die in dieser Zeit als PreZero Arena bezeichnet wurde. Weitere Partnerschaften in diesem Bereich bestehen mit der Allianz Arena und dem SAP Garden in München, der MHPArena in Stuttgart, der Red Bull Arena in Leipzig, der SAP Arena in Mannheim und dem Estadi de Son Moix in Palma de Mallorca, mit der Handball-Bundesliga und dem FC Bayern München Basketball.
In den baden-württembergischen Landkreisen Esslingen und Zollernalb gab es ab dem Frühjahr 2025 vermehrt Probleme bei der Abfallentsorgung. Defekte Fahrzeuge und Personalmangel seien die Gründe für teilweise über eine Woche verspätete Abholungen. In beiden Landkreisen wurde sowohl seitens der zuständigen Behörden als auch durch die Bevölkerung Kritik geübt.
Im saarländischen Landkreis St. Wendel wurde seit Mitte 2023 wiederholt die Leistungserbringung des Unternehmens kritisiert: phasenweise wurden planmäßige Leerungen nicht durchgeführt, teilweise fielen auch die angekündigten Nachleerungen aus. PreZero erklärte die Abfuhrprobleme ebenfalls mit krankheitsbedingten Ausfällen und defekten Fahrzeugen. Nach erneuten Ausfällen Ende Juli 2026 drohte der zuständige kommunale Zweckverband Entsorgungsverband Saar dem Unternehmen mit Sanktionen bis hin zur Kündigung des Vertrages.
Koordinaten: 52° 15′ 0,4″ N, 8° 55′ 24,7″ O