| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Koordinaten: | 49° 50′ N, 11° 41′ O | |
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Oberfranken | |
| Landkreis: | Bayreuth | |
| Verwaltungsgemeinschaft: | Creußen | |
| Höhe: | 419 m ü. NHN | |
| Fläche: | 20,99 km² | |
| Einwohner: | 949 (31. Dez. 2025) | |
| Bevölkerungsdichte: | 45 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 95473 | |
| Vorwahlen: | 09270 und 09205 | |
| Kfz-Kennzeichen: | BT, EBS, ESB, KEM, MÜB, PEG | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 4 72 180 | |
| Gemeindegliederung: | 14 Gemeindeteile | |
| Adresse der Verbandsverwaltung: | Bahnhofstr. 11 95473 Creußen | |
| Website: | www.gemeinde-prebitz.de | |
| Erster Bürgermeister: | Jörg Teufel (CSU) | |
| Lage der Gemeinde Prebitz im Landkreis Bayreuth | ||
Prebitz (oberfränkisch: Prewatz) ist eine Gemeinde im Landkreis Bayreuth (Regierungsbezirk Oberfranken). Der gleichnamige Hauptort ist Sitz der Gemeindeverwaltung. Die Gemeinde ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Creußen.
Prebitz liegt in der Fränkischen Schweiz. Durch das Gemeindegebiet fließt in Süd-Nord-Richtung der Bieberswöhrbach, der linke Oberlauf der Ölschnitz. Unmittelbar westlich steigt das Gelände um über 100 Meter Höhenunterschied abrupt an, gegen Osten bleibt das Gelände eben.
Es gibt 14 Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):
Die Einöde Almosbachmühle zählt zum Gemeindeteil Losau.
Die Gemarkung Prebitz umfasst das Gemeindegebiet Prebitz (Gemarkungsteil 0) und einen Teil des Gemeindegebiets von Speichersdorf (Gemarkungsteil 1). Die Gemarkung hat eine Fläche von 23,279 km² und ist in 3025 Flurstücke aufgeteilt. In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort sämtliche Gemeindeteile von Prebitz und Frankenberg.
Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Creußen, Speichersdorf, Speinsharter Forst, Vorbach, Schlammersdorf, Kirchenthumbach und Schnabelwaid.
Der Ort wurde um 1285 als „Predwitz“ erstmals urkundlich erwähnt. Dem Ortsnamen liegt der slawische Personenname Prěda zugrunde.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand der Prebitz mit Prebitz- und Rohrmühle aus 17 Häusern und 14 Scheunen. Dazu gehörten 321 Tagewerk Acker, 101 Tagewerk Wiesen, 12 Tagewerk Gärten, 23 Tagewerk Weideflächen und 56 Tagewerk Wald. In der Fraisch unterstand Prebitz dem brandenburg-bayreuthischen Kasten- und Stadtvogteiamt Creußen. Von 1791/92 bis 1810 war das preußische Justiz- und Kammeramt Pegnitz zuständig. Dieses fiel im Frieden von Tilsit 1807 an Frankreich und wurde 1810 mit dem Fürstentum an das Königreich Bayern verkauft.
Infolge des Ersten Gemeindeedikts wurde Prebitz dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Losau zugewiesen. Wenig später entstand die Ruralgemeinde Prebitz. Zu dieser gehörten Altencreußen, Bieberswöhr, Engelmannsreuth, Frankenberg, Funkendorf, Großkorbis, Kleinkorbis, Losau, Prebitzmühle, Preußling, Rohrmühle, Ruspen, Sand und Voita. Sie unterstand in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Schnabelwaid (1842 Landgericht Pegnitz umbenannt) und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Pegnitz. Ab 1862 gehörte Prebitz zum Bezirksamt Pegnitz (1939 in Landkreis Pegnitz umbenannt). Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Pegnitz (1879 in Amtsgericht Pegnitz umgewandelt). Die Gemeinde hatte 1964 eine Fläche von 23,226 km².
Ein amerikanischer Militärrabbiner förderte ab Januar 1946 maßgeblich den Zustrom ehemaliger jüdischer KZ-Häftlinge aus überfüllten Flüchtlingslagern. Auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde entstanden mehrere „Jewish Farms“, landwirtschaftliche Kollektive und handwerkliche Lehrwerkstätten, in denen junge Juden auf ein künftiges Leben in Kibbuzim in Palästina vorbereitet werden sollten. In Prebitz und Altencreußen wurden jeweils zwei Kibbuzim eingerichtet, je ein Kibbuz entstand in Losau und Voita.
Am 1. Mai 1978 wurden Gebietsteile mit dem Ort Frankenberg an die Gemeinde Speichersdorf abgetreten.
| Jahr | 1818 | 1840 | 1852 | 1861 | 1867 | 1871 | 1875 | 1880 | 1885 | 1890 | 1895 | 1900 | 1905 | 1910 | 1919 | 1925 | 1933 | 1939 | 1946 | 1950 | 1961 | 1970 | 1987 | 2000 | 2010 | 2022 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 817 | 1178 | 1326 | 1282 | 1289 | 1306 | 1701 | 1372 | 1310 | 1234 | 1194 | 1158 | 1123 | 1123 | 1148 | 1088 | 1014 | 980 | 1389 | 1425 | 1065 | 1112 | 979 | 1125 | 1062 | 976 |
| Häuser | 181 | 184 | 191 | 189 | 189 | 201 | 228 | 248 | 340 | |||||||||||||||||
| Quelle |
| Jahr | 1799 | 1818 | 1861 | 1871 | 1885 | 1900 | 1925 | 1950 | 1961 | 1970 | 1987 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 128 | *134 | †152 | 145 | 136 | 124 | 113 | 145 | 78 | 107 | 97 |
| Häuser | 17 | 18 | 19 | 18 | 19 | 18 | 24 | ||||
| Quelle |
Ehrenamtlicher Erster Bürgermeister der Gemeinde Prebitz ist seit dem 24. November 2024 Jörg Teufel (CSU). Er wurde zum Nachfolger von Hans Freiberger (Freie Wählergemeinschaft Engelmannsreuth und Umgebung) gewählt, der das Amt seit dem 1. Mai 2008 innehatte und zum 30. September 2024 aufgrund von Dienstunfähigkeit ausschied. Freiberger war Nachfolger von Hans Engelbrecht (Freie Wählergemeinschaft), der vom 11. August 1963 bis 30. April 2008 als Erster Bürgermeister amtierte und zuletzt der dienstälteste Bürgermeister Bayerns war.
Der Gemeinderat besteht aus dem Ersten Bürgermeister und seit 2026 aus acht Mitgliedern.
Die Gemeinderatswahlen 2002, 2008, 2014, 2020 und 2026 führten zu den folgenden Sitzverteilungen der Mitglieder des Gemeinderats:
| 2002 | 2008 | 2014 | 2020 | 2026 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Freie Wählergemeinschaft Engelmannsreuth und Umgebung | 6 | 7 | 7 | 4 | |
| Freie Wählergemeinschaft Prebitz | 6 | 5 | 5 | 4 | 4 |
| CSU | 4 | 4 | |||
| Gesamt | 12 | 12 | 12 | 12 | 8 |
Seit den Kommunalwahlen 2020 ist erstmals die CSU im Gemeinderat Prebitz vertreten.
Am 16. Februar 2021 wurde 2. Bürgermeister Jörg Teufel (CSU) zum ersten Klimabeauftragten der Gemeinde Prebitz ernannt.
Erst 2026 erhielt Prebitz ein offizielles, eigenes Gemeindewappen, das Bürgermeister Jörg Teufel selbst entwarf. Es ist dreigeteilt. Rechts (heraldisch) ist eine goldene Ähre auf rotem Grund zu sehen. Sie symbolisiert die für die Gemeinde seit Jahrhunderten typische Landwirtschaft. Heraldisch links steht ein schwarzes Mühlrad auf silbernen Grund. Es erinnert an die vier Mühlen, die früher hier betrieben wurden. Drei Wellen nehmen den unteren Teil des Wappens ein. Sie stehen für die Creußenquelle auf dem Gemeindegrund. Auch führt hier die europäische Wasserscheide durch Prebitz.
Am südlichen Ortsrand vom Gemeindeteil Altencreußen befindet sich eine abgegangene Turmhügelburg (Motte). Der Turmhügel Altencreußen wurde erstmals 1337 als Festes Haus erwähnt.
Der Burgstall Schlossberg ist eine abgegangene Höhenburg an der Grenze zwischen Prebitz und Neuhof. Da urkundliche Nachrichten fehlen, wird eine vorgeschichtliche Anlage vermutet.
2023 gab es 74 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Arbeitsort, 427 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort und 15 Arbeitslose. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keinen, im Bauhauptgewerbe drei Betriebe. 2020 bestanden 26 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1507 Hektar.
Die Kreisstraße BT 19 führt nach Bieberswöhr (1,3 km südlich) bzw. zur Staatsstraße 2184 (1,9 km nordwestlich).
Im Jahr 2024 gab es folgende Einrichtungen:
Am 11. August 2015 stürzte ein amerikanisches Militärflugzeug über dem Gemeindegebiet ab.