Priam-Klasse

Super-P oder Priam-Klasse
Glenfinlas
Schiffsdaten
Schiffstyp:Frachtmotorschiff
Bauwerften:Vickers Armstrong Shipbuilders, High Walker, Mitsubishi Heavy Industries, Nagasaki und John Brown, Clydebank
Technische Daten
Vermessung:13.600 BRT
Tragfähigkeit:etwa 11.200 t
Länge über alles:171,75 m
Länge zwischen den Loten:158,80 m
Breite über alles:23,62 m
Tiefgang:9,14 m
Maschine
Antrieb:1 x B & W Dieselmotor
Maschinenleistung:18.900 PSe
Höchstgeschwindigkeit:21 kn
Sonstiges
Anzahl Besatzung:
Anzahl Passagiere:

Die als Priam-Klasse oder als Super-P's bezeichnete Schiffsklasse ist eine Baureihe von acht Motorschiffen der britischen Reedereien Blue Funnel Line und Glen Line. Die Schnellfrachter-Serie stellt deren letzten Entwurf eines herkömmlichen Stückgutschiffs vor der Fusion der Muttergesellschaft Ocean Steamship Company mit der Elder Dempster & Company zur Ocean Transport & Trading Co. (OT&T) und der darauffolgenden Umstellung der Reedereien auf Containerschiffe dar.

Geschichte

Fünf Schiffe der Baureihe wurde auf der Werft Vickers Armstrongs Shipbuilders in High Walker/Newcastle upon Tyne gebaut, die beiden Schiffe Pembrokeshire und Glenalmond entstanden jedoch aufgrund von Lieferschwierigkeiten auf der japanischen Werft Mitsubishi Heavy Industries, die Glenfinlas auf der Werft John Brown & Company in Clydebank. Durch monatelange Verspätungen auf den seinerzeit in Arbeitskämpfen verstrickten britischen Werften gehörten die zwei in Japan georderten Schiffe zu den ersten abgelieferten. Dies wiederum führte dazu, dass die sechs Schiffe der Priam-Klasse die letzten jemals in Großbritannien georderten Schiffe der Blue Funnel Line wurden. Ein weiteres Mosaiksteinchen im damals fortschreitenden Niedergang der britischen Schiffbauindustrie. Das Typschiff der Klasse war die am 5. Januar 1966 zu Wasser gelassene Priam. Sie wurde im November 1966 siebeneinhalb Monate später als vertraglich vereinbart abgeliefert. Die Glenalmond wurde so, obwohl mit deren Bau bei Mitsubishi erst später begonnen worden war, im September 1966 das erste fertiggestellte Schiff der Klasse. Den Abschluss der Klasse bildete die Ende 1967 übergebene Radnorshire. Jeweils vier Super-P's kamen für die Blue Funnel Line und die Glen Line in Fahrt.

Glenfinlas in Hamburg (1969)

Eine weitere Tradition der Reederei wurde mit den Super-P's beendet, als die ehemalige Glenalmond als Patroclus als letztes Blue-Funnel-Schiff unter niederländischer Flagge unter die britische Flagge gebracht wurde.

Durch das Konzept der Schnellfrachter, die mit ihrer hohen Geschwindigkeit von 21 Knoten eine erhebliche Verkürzung der Reisedauer ermöglichten, erhoffte sich die Ocean Steamship Company, eine Verbesserung der Wirtschaftlichkeit für den Liniendienst nach Fernost zu erreichen und wieder mit der HAPAG gleichzuziehen, die ebenfalls einen Dienst nach Ostasien betrieb und schon Ende 1964 den ersten von sieben ähnlich konzipierten Schnellfrachtern der Westfalia-Klasse in Dienst gestellt hatte.

Schon zu Baubeginn der Priam-Klasse, begann der Wandel der Langstreckenlinienverkehre durch die Einführung des Containers deutlich zu werden. Dies führte dazu, dass Anfang der 1970er Jahre die ersten Containerschiffe den Ostasiendienst aufnahmen. So brachte die Reederei Hapag-Lloyd ihre ersten Containerschiffe für den Ostasiendienst in den Jahren 1972/1973 in Fahrt.

Obwohl Versuche unternommen wurden, die Super-P's zu Semicontainerschiffen umzurüsten, waren sie schon bald nicht mehr konkurrenzfähig. Die ersten vier Schiffe wurden 1978 en bloc an den Hongkonger Reeder C.Y.Tung verkauft. Der Rest der Schiffe folgte bis 1983. Auch in zweiter Hand wurden einige Schiffe noch Umrüstungen zum Semicontainerschiff umgebaut, bereits sechs Jahre später waren aber alle bis auf ein Schiff wieder verschrottet worden. Einzig die ehemalige Pembrokeshire erreichte als Phrontis eine verhältnismäßig lange Dienstzeit von 28 Jahren.

Die Schiffe

Einzelnachweise

  1. ↑ Die Priam. In: miramarshipindex.nz. Miramar Ship Index, abgerufen am 9. Juli 2025 (englisch).
  2. ↑ Die Glenalmond. In: miramarshipindex.nz. Miramar Ship Index, abgerufen am 9. Juli 2025 (englisch).
  3. ↑ Die Peisander. In: miramarshipindex.nz. Miramar Ship Index, abgerufen am 9. Juli 2025 (englisch).
  4. ↑ Die Pembrokeshire. In: miramarshipindex.nz. Miramar Ship Index, abgerufen am 9. Juli 2025 (englisch).
  5. ↑ Die Prometheus. In: miramarshipindex.nz. Miramar Ship Index, abgerufen am 9. Juli 2025 (englisch).
  6. ↑ Die Super-P. In: miramarshipindex.nz. Miramar Ship Index, abgerufen am 9. Juli 2025 (englisch).
  7. ↑ Die Protesilaus. In: miramarshipindex.nz. Miramar Ship Index, abgerufen am 9. Juli 2025 (englisch).
  8. ↑ Die Radnorshire. In: miramarshipindex.nz. Miramar Ship Index, abgerufen am 9. Juli 2025 (englisch).

Literatur