| Film | |
| Titel | Provinzschauspieler |
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| Originaltitel | Aktorzy prowincjonalni |
| Produktionsland | Polen |
| Originalsprache | Polnisch |
| Erscheinungsjahr | 1979 |
| Länge | 108 Minuten |
| Stab | |
| Regie | Agnieszka Holland |
| Drehbuch | Agnieszka Holland |
| Musik | Andrzej Zarycki |
| Kamera | Jacek Petrycki |
| Schnitt | Halina Nawrocka |
| Besetzung | |
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Provinzschauspieler (Original Aktorzy prowincjonalni) ist eine polnische Filmkomödie von Agnieszka Holland von 1979. Sie erhielt einen Preis bei den Filmfestspielen von Cannes.
An ein Provinztheater kommt ein Regisseur aus der Hauptstadt Warschau für eine Inszenierung, die er aber nur als Routinetätigkeit versteht. Der junge Hauptdarsteller hofft dagegen, durch eine besonders engagierte Tätigkeit seine Karrierechancen zu verbessern. Dabei kommt es zu heftigen Auseinandersetzungen, bei denen der Schauspieler letztendlich sein Ansehen im Theater und seine Ehe verliert.
Agnieszka Holland hatte in den 1970er Jahren mit den damals bedeutendsten polnischen Regisseuren Krzysztof Zanussi, Krzystof Kieślowski und Andrzej Wajda als Assistentin zusammengearbeitet. Seit 1975 führte sie Regie in einigen eigenen Filmen.
Provinzschauspieler wurde an Originalschauplätzen, vor allem in einem kleinen Provinztheater gedreht, durch die räumliche Enge wirkten die Aufnahmen besonders authentisch und unmittelbar.
Der Film wurde am 24. August 1979 erstmals in Polen aufgeführt. Er erhielt drei polnische Filmpreise und 1980 den Sonderpreis der FIPRESCI beim Filmfestival in Cannes, dort erst als zweiter polnischer Film überhaupt. 1983 kam er in einer DEFA-Synchronisationsfassung auch in die Kinos der DDR.
2015 zeigte ihn das Zeughauskino in Berlin wieder und 2025 das österreichische Filmarchiv Wien in der Retrospektive „Meilensteine des polnischen Kinos“.
Provinzschauspieler gehört zu den wichtigsten Werken des Kinos der moralischen Unruhe in Polen dieser Zeit, das die Probleme der Gesellschaft besonders an privaten Konflikten mit innovativen filmischen Gestaltungsformen darstellten. Der Film begründete auch die Bedeutung von Agnieszka Holland als wichtigste polnische Regisseurin ihrer Zeit.
Florian Widegger vom Filmarchiv Wien beschrieb den Film 2025
„Die lakonische Komödie dient als Allegorie auf die repressiven Zustände, denen Künstler:innen aller Art hinter dem Eisernen Vorhang ausgesetzt waren, und erweist sich dabei als »liebevoll-kritisches bis ironisch-sarkastisches Bild des polnischen Kulturbetriebes« (Josef Schnelle).“
Der Filmdienst schrieb
„Etwas langatmig und gefühlsbeladen, doch darstellerisch ausgezeichnet, fesselt Agnieszka Hollands Film durch seine liebevoll-satirische Zeichnung polnischen Kultur- und Alltagslebens.“