Prymnesium ist eine Gattung von einzelligen beweglichen (motilen) Haptophyten, darunter die ArtPrymnesium parvum.
Die Einzeller der Gattung sind ellipsoidisch geformt, neben zwei längeren beweglichen Flagellen (Geißeln), die die Fortbewegung ermöglichen, gibt – typisch für Haptophyten – es ein (oft kürzeres) m.o.w. gerades Stück, Haptonema genannt.
Etymologie
Der Name Haptonema latinisiert die griechische Vorlage ἅπτωháptō, deutsch ‚berühren, befestigen‘ sowie νῆμαnêma, deutsch ‚Faden, Seil‘, bedeutet also Faden/Seil zum Festmachen.
Der Name Prymnesium latinisiert die griechische Vorlage prymnēsion, deutsch ‚Schiffstau‘. Gemeint ist der Poller, an dem das Schiffstau/Heckseil festgemacht ist, bzw. das Heck-Tauwerk selbst.
Von P. parvum und P. polylepis wurde das Schwimm- und Fressverhalten analysiert:
(a-d) Geschwindigkeitsfelder für P. polylepis, gemittelt über vier Schlagzyklen und (e-h) Geschwindigkeitsfelder für P. parvum, gemittelt über drei Schlagzyklen. Die Insets unten zeigen die gemessene Zellgeschwindigkeit (Striche: 50μm/s) als Funktion der Zeit (Striche: 10ms). Momentane Zellgeschwindigkeit (durchgezogene Linie, schwarz) mit Schlagzyklusphase (gefüllte Kreise, rot) und durchschnittliche Zellgeschwindigkeit (gestrichelte Linie, schwarz).REM-Aufnahme einer Schuppe von P. neolepisFressverhalten von P. polylepis und P. parvum. Der Haptophyt fängt beim Schwimmen Beute (rot) an seiner Haptonema ein und sammelt sie an einem bestimmten Aggregationspunkt (c). Während die Geißeln pausieren, wird das Aggregat aktiv zur Spitze der Haptonema transportiert (d), das zum hinteren Teil der Zelle gebogen ist (e), wo die Partikel verschlungen werden (f).Beispiel eines LCPAs aus den Schuppen von P. neolepis, Lysin-Anteil rot hervorgehoben.
Die kieseligen Schuppen (en. silica scales) von P. neolepis enthalten langkettige Polyamine (en. long-chain polyamines, LCPAs) unterschiedlicher Länge, die als Derivate der AminosäureLysin selbst nichtkanonische Aminosäuren sind.
Arten
DIK-Aufnahme von P. neolepis mit lockerer BeschuppungKonfokalmikroskop-Aufnahme von P. neolepis, grün: Schuppen, rot: Chl-AutofluoreszenzP. parvumP. polylepis
Zur Gattung Prymnesium gehören folgende Arten (Spezies):
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Julia Dölger, Lasse Tor Nielsen, Thomas Kiørboe, Anders Andersen: Swimming and feeding of mixotrophic biflagellates. In: Nature Scientific Reports. Band 7, Nr.39892, 5. Januar 2017, (nature.com) doi:10.1038/srep39892
12345Grażyna M. Durak, Alison R. Taylor, Charlotte E. Walker, Ian Probert, Colomban de Vargas, Stephane Audic, Declan Schroeder, Colin Brownlee, Glen L. Wheeler: A role for diatom-like silicon transporters in calcifying coccolithophores. In: Nature Communications. Band 7, Nr.10543, 4. Februar 2016, (nature.com), doi:10.1038/ncomms10543
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Orietta Beltrami, Marcela Escobar, Gloria Collantes: New record of Prymnesium parvum f. patelliferum (Green, Hibberd & Piennar) Larsen stat. nov. (Prymnesiophyceae) from Valparaíso Bay. In: Invest. Mar. Valparaíso, Band 35, Nr.1, Mai 2007, S.97–104, (scielo.cl) ISSN0717-7178, doi:10.4067/S0717-71782007000100009, (redalyc.org, PDF)