Quadratosoma rufum

Quadratosoma rufum
Systematik
Unterordnung: Fliegen (Brachycera)
Familie: Raupenfliegen (Tachinidae)
Unterfamilie: Tachininae
Tribus: Tachinini
Gattung: Quadratosoma
Art: Quadratosoma rufum
Wissenschaftlicher Name der Gattung
Quadratosoma
Townsend, 1914
Wissenschaftlicher Name der Art
Quadratosoma rufum
Townsend, 1914

Quadratosoma rufum ist ein Zweiflügler aus der Familie der Raupenfliegen (Tachinidae). Die Art wurde 1914 von dem US-amerikanischen Entomologen Charles Henry Tyler Townsend erstbeschrieben und der neu eingeführten Gattung Quadratosoma zugewiesen. Das Art-Epitheton rufum bedeutet „rot“ (oder auch „orange“ oder „gelb“). Der Gattungsname setzt sich aus den altgriechischen Begriffen quadrato für „quadratisch“ und soma für „Körper“ zusammen.

Taxonomie

Die monotypische Gattung Quadratosoma rufum wird der Tribus Tachinini innerhalb der Unterfamilie Tachininae zugeordnet.

Merkmale

Es handelt sich um etwa 12–14 mm lange beborstete Fliegen. Townsend (1914) beschrieb die Gattung Quadratosoma wie folgt. Die allgemeinen Merkmale von Quadratosoma entsprechen denen der Gattung Epalpus. Die Beschreibung bezieht sich nur auf das Männchen. Das zweite Fühlerglied ist verlängert, das dritte Fühlerglied etwa eineinviertel bis eineinhalb Mal so lang wie das zweite. Das zweite Aristomer (Glied der Arista (Fühlerborste)) ist kurz, nicht mehr als doppelt so lang wie breit. Die Stirn der Männchen ist am Scheitel etwa zwei Drittel so breit wie das Auge. Der Rüssel (Proboscis) ist schlank und verlängert, im ausgestreckten Zustand etwa doppelt so hoch wie der Kopf, der Teil jenseits der Biegung (des Rüssels) etwa eineinhalb Mal so hoch wie der Kopf. Folgende Borstenanordnung gilt: drei Sternopleuralborsten, vier Postsuturalborsten und ein bis drei Acrostichalborsten sowohl vor als auch hinter der Naht, wobei die beiden vorderen Paare in jedem Fall, sofern vorhanden, schwach ausgeprägt sind. Das Scutellum (Schildchen) trägt zwei seitliche Paare gewöhnlicher Makrochaeten (kräftige Borsten) sowie aufrechte, dornenartige Makrochaeten auf Scheibe (diskal) und Rand (marginal), wobei die Makrochaeten auf dem Rand mit Ausnahme des mittleren Randpaares am längsten sind. Der Hinterleib ist bei den Männchen annähernd quadratisch, die Analbreite jedoch etwas geringer als die Basalbreite. Das Gesäß des Analsegments ist ausgeprägt, die Einbuchtung besonders deutlich. Der Hinterleib ist ohne Diskalmakrochaeten, außer ein oder zwei kurzen Paaren am zweiten Segment und den Gesäßbüscheln, die weniger als die Hälfte der Länge des Analsegments bedecken. Die Klauen der Männchen sinf etwa so lang wie das letzte Tarsenglied.

Weiterhin lieferte Townsend (1914) folgende Artbeschreibung für Quadratosoma rufum. Der ist Kopf blassgelb, eher dünn silbrig bestäubt, besonders das Epistom ist besonders leuchtend. Die Parafrontalia sind undeutlich grünlich-braun, die Frontalia hell samtig-braun, die Lunula und die ersten beiden Fühlerglieder sind glänzend braun, das dritte Fühlerglied und die Arista (Fühlerborste) haben ein sanftes Braun. Der Ocellenbereich, der obere Hinterhauptsbereich und die seitlichen Stirnseiten sind altgoldbestäubt. Das Hinterhauptsbehaarung ist messinggrau, der parafaziale und parafrontale Haaransatz sind schwarz. Der Thorax ist dünn blassgolden bestäubt mit vier schmalen Längsstreifen (Vittae) des üblichen Musters. Das Scutellum (Schildchen) hat eine blass gelblich-braune Grundfarbe, mit gleicher Bereifung. Der Hinterleib ist ganz gerötet oder blassrot mit einer sehr schwachen Bereifung aus Flecken in schrägem Licht sowohl von oben als auch von unten, bei direkter Ansicht überhaupt nicht erkennbar. Die Bereifung des Hinterleibs ist dünn und zart. Die Beine sind völlig farbgleich mit dem Hinterleib. Die Flügel sind ganz und gleichmäßig verdunkelt. Die Tegulae weisen dieselbe Verdunkelung auf wie die Flügel mit schmal gelblich gefärbten Rändern.

Verbreitung

Quadratosoma rufum kommt offenbar in Costa Rica und in Peru vor. Zwei männliche Typusexemplare wurden am 3. und 15. Februar 1910 an Baccharis-Blüten eingefangen. Der Fundort liegt im Flusstal des Río San Gabán an der Ostflanke der Anden auf einer Höhe von etwa 2000 m nahe Uruhuasi im Distrikt Ollachea.

Lebensweise

Quadratosoma rufum ist ein Endoparasitoid. Wirte sind offenbar noch unbekannt.

Einzelnachweise

  1. 1 2 3 4 5 6 C. H. T. Townsend: New muscoid flies, mainly Hystriciidae and Pyrrhosiinae from the Andean Montanya. In: Insecutor Inscitiae Menstruus 2. 1914, S. 153–160, abgerufen am 21. Oktober 2026 (englisch, auf Seiten 153f.).
  2. 1 2 3 James E. O’Hara, Shannon J. Henderson, D. Monty Wood: Preliminary Checklist of the Tachinidae (Diptera) of the World – Version 2.1. (PDF; 10,4 MB) 2020, abgerufen am 21. Oktober 2026 (englisch).