| Daten | |
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| Ort | Wien, Österreich |
| Art |
Initiative für queere Kunst- und Kulturgeschichte
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| Eröffnung | 2020 |
| Website | |
Das Queer Museum Vienna ist eine Kulturinitiative und ein Museumsprojekt in Wien, das sich queerer Kunst, Kultur und Geschichte widmet. Öffentlich trat das Projekt erstmals im Januar 2022 als temporäres Gastprojekt im Volkskundemuseum Wien auf. Österreichische Medien beschrieben es als Museumsinitiative, die queerer Kunst und Kultur in Wien stärkere Sichtbarkeit verschaffen soll.
Nach Angaben von FM4 gab es seit 2019 Gespräche über die Gründung eines queeren Museums in Wien. Da die Initiative zunächst über keinen eigenen festen Standort verfügte, wurde sie temporär vom Volkskundemuseum Wien aufgenommen, wo ihr zwei Räume für Ausstellungen und Veranstaltungen zur Verfügung standen. Der ORF bezeichnete die Eröffnung im Januar 2022 als erstes queeres Museum in Wien.
Die erste in den Räumen des Volkskundemuseums gezeigte Ausstellung war If there is something weird in your neighborhood von Alfred Rottensteiner, kuratiert von The DODO Project. FM4 beschrieb die Ausstellung als Vorgeschmack darauf, wie ein künftiges queeres Museum in Wien aussehen könnte, wies aber zugleich darauf hin, dass die temporären Räume noch nicht die ganze Bandbreite queerer Kunst abbilden könnten.
Nach der Gastphase im Volkskundemuseum Wien von Januar 2022 bis August 2023 übersiedelte das Queer Museum Vienna im November 2023 in Räume auf dem Otto-Wagner-Areal. Die Wien Holding berichtete 2024 über die Ausstellung Is Queer Political? am neuen Standort und gab als Adresse Baumgartner Höhe 1 im 14. Wiener Gemeindebezirk Penzing an.
Das Queer Museum Vienna versteht sich als gemeinnütziges, selbstorganisiertes Kollektiv und als Ankerpunkt für queere Stadtgeschichte und zeitgenössische queere Kunst. Zu seinen Schwerpunkten zählen Forschung, Bildung, Community-Arbeit und Inklusion aus einer antipatriarchalen Perspektive. Die Initiative setzt sich mit Formen der Unterdrückung aufgrund von Geschlecht und Sexualität auseinander und will Diversität durch Ausstellungen, Kooperationen und nichtnormative Organisationsformen fördern.
Das Programm umfasst Ausstellungen, Gespräche, Vorträge, Filmvorführungen, Vermittlungsprogramme und weitere Veranstaltungen zu queerer Kunst, Kultur und Community-Leben. Während der Gastphase im Volkskundemuseum berichtete FM4, dass die Initiative rasch wechselnde Ausstellungen und Veranstaltungen mit unterschiedlichen Schwerpunkten plane, darunter auch Programmpunkte zum Black History Month.
Im Jahr 2026 startete das Queer Museum Vienna die von Kero Fichter, Florian Aschka und Eugenia Seleznova kuratierte Vortragsreihe What’s Missing? zur queeren Kunstgeschichte. Die Reihe wurde später in Zebrabutter und in Benno Hilgers’ Essay „Queer Art History as Institutional Critique“ als öffentliches Programm diskutiert, das sich mit Lücken kunsthistorischer Repräsentation und queerer Sichtbarkeit in Museen und Archiven beschäftigt.
Im Jahr 2022 erhielt das Queer Museum Vienna für Queer Museum @ Volkskundemuseum Wien den Hauptpreis des Preises der freien Szene Wiens. Der Preis wurde von der IG Kultur Wien vergeben und von der Stadt Wien gefördert.