Dieser Artikel ist eine Weiterleitung von Röte. Zu anderen Formen der Röte siehe Rot.
Erythem (Erythema, von altgriechischἐρύθημαerýthēma ‚Röte‘, ‚Entzündung‘) ist ein dermatologischer Ausdruck für eine Hautrötung (früher auch Röte genannt, lateinisch Rubor bzw. Rubedo), die durch eine Mehrdurchblutung aufgrund einer Gefäßerweiterung, gelegentlich auch aufgrund der Nebenwirkung von Arzneimitteln wie z.B. ACE-Hemmern, bedingt ist.
Auftreten
Das Erythem kann in unterschiedlicher Größe, Farbintensität, Begrenzung und Dynamik auftreten.
Es kann ein Symptom bei verschiedenen Infektionskrankheiten, Hauterkrankungen und des Mastzellaktivierungssyndroms (MCAS) sein. Auch unter normalen Umständen treten Erytheme auf (zum Beispiel Schamröte: Erythema pudoris, „Affekterythem“, siehe Erröten).
Im Gegensatz zu Hautblutungen lässt sich ein Erythem vorübergehend durch Druck entfärben.
Eine Rötung, die über 90% der Körperoberfläche betrifft, wird als Erythrodermie bezeichnet.
↑Wilhelm Gemoll, Karl Vretska: Griechisch-Deutsches Schul- und Handwörterbuch. 9. Auflage. Verlag Hölder-Pichler-Tempsky, ISBN 3-209-00108-1
↑Joachim Dissemond: Blickdiagnostik Chronischer Wunden Über die klinische Inspektion zur Diagnose. 3. Auflage. Viavital Verlag, Köln 2016, ISBN 978-3-934371-55-2, S. 17
↑Peter Valent, Karin Hartmann, Patrizia Bonadonna, Marek Niedoszytko, Massimo Triggiani, Michel Arock, Knut Brockow:Mast Cell Activation Syndromes: Collegium Internationale Allergologicum Update 2022. In: Int Arch Allergy Immunol.Band183, Nr.7, 23.Mai 2022, S.693–705, doi:10.1159/000524532, PMID 35605594, PMC9393812(freier Volltext) – (englisch).
↑Erythem. In: Peter Altmeyers Enzyklopädie, online-Version, Springer, 2016
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