Erythem

Klassifikation nach ICD-10
L51.- Erythema exsudativum multiforme
L52 Erythema nodosum
L53.- Sonstige erythematöse Krankheiten
L54.-* Erythem bei anderenorts klassifizierten Krankheiten
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ICD-10 online (WHO-Version 2019)
Erythem bei einer Lyme-Borreliose

Erythem (Erythema, von altgriechisch ἐρύθημα erýthēma ‚Röte‘, ‚Entzündung‘) ist ein dermatologischer Ausdruck für eine Hautrötung (früher auch Röte genannt, lateinisch Rubor bzw. Rubedo), die durch eine Mehrdurchblutung aufgrund einer Gefäßerweiterung, gelegentlich auch aufgrund der Nebenwirkung von Arzneimitteln wie z. B. ACE-Hemmern, bedingt ist.

Auftreten

Das Erythem kann in unterschiedlicher Größe, Farbintensität, Begrenzung und Dynamik auftreten. Es kann ein Symptom bei verschiedenen Infektionskrankheiten, Hauterkrankungen und des Mastzellaktivierungssyndroms (MCAS) sein. Auch unter normalen Umständen treten Erytheme auf (zum Beispiel Schamröte: Erythema pudoris, „Affekterythem“, siehe Erröten). Im Gegensatz zu Hautblutungen lässt sich ein Erythem vorübergehend durch Druck entfärben.

Eine Rötung, die über 90 % der Körperoberfläche betrifft, wird als Erythrodermie bezeichnet.

Siehe auch

Literatur

Wiktionary: Erythem – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Commons: Erythemas – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Wilhelm Gemoll, Karl Vretska: Griechisch-Deutsches Schul- und Handwörterbuch. 9. Auflage. Verlag Hölder-Pichler-Tempsky, ISBN 3-209-00108-1
  2. ↑ Joachim Dissemond: Blickdiagnostik Chronischer Wunden Über die klinische Inspektion zur Diagnose. 3. Auflage. Viavital Verlag, Köln 2016, ISBN 978-3-934371-55-2, S. 17
  3. ↑ Peter Valent, Karin Hartmann, Patrizia Bonadonna, Marek Niedoszytko, Massimo Triggiani, Michel Arock, Knut Brockow: Mast Cell Activation Syndromes: Collegium Internationale Allergologicum Update 2022. In: Int Arch Allergy Immunol. Band 183, Nr. 7, 23. Mai 2022, S. 693–705, doi:10.1159/000524532, PMID 35605594, PMC 9393812 (freier Volltext) – (englisch).
  4. ↑ Erythem. In: Peter Altmeyers Enzyklopädie, online-Version, Springer, 2016